E10/Radio Bremen Vollautomation Hörfunk

Norddeutscher Rundfunk (NDR)

Der technische Sendeablauf der Radio Bremen Hörfunkprogramme muss streckenweise automatisiert gefahren werden. Neben dem automatisierten Ausspiel der Playoutserver müssen ebenso automatisiert auch Nachrichtenstudios live hinzu geschaltet werden, sowie externe Leitungen.
Die Automation muss auf jeder Hörfunkwelle, sowie zu beliebigen Tageszeiten funktionieren können, also im Rahmen des Radio Bremen Hörfunkbetriebs universell einsetzbar sein.
Die vorhandenen Sendestudios und Playoutsysteme werden nicht verwendet, sondern es muss ein zentralisiertes System mit initial zwei, optional zwei weiteren gleichzeitig und unabhängig fahrbaren Automationswegen eingerichtet werden. Diese Automationswege müssen im Wechsel mit den herkömmlichen Sendestudios auf die Sendewege geschaltet werden können.
Verschiedene Trigger müssen den Automatismus steuern können: Kreuzschienenschaltungen, entsprechend gekennzeichnete Elemente der Playout-Sendepläne, manuelle Bedienung aus allen zugeschalteten Nachrichtenstudios und im Hörfunk-Hauptschaltraum.
Die Automationswege müssen wie „virtuelle Studios“ in die Hörfunk-Infrastruktur integriert werden, das heißt vollständig und technisch kompatibel sein:
- Anschluss an die Nexus-Kreuzschiene und Verschaltung über das KSC-System
- Integration in die Tallysteuerung
- Integration in das Redaktionssystem
Das betrifft die Sendeschaltungen, die News-Studio-Delegation, die Verkehrsfunksteuerungs-Delegation, die Sendeablauf-Rückmeldungen (Sende-Ist-Daten) an Online und das Redaktionssystem.
Jedem Automationsweg muss ein eigener Playoutserver zugeordnet werden.
Es muss eine zentrale Überwachung im Hörfunk-Hauptschaltraum ermöglicht werden. Diese muss die aktuellen Betriebszustände, Audiopegel, sowie eintretende Modulationsausfall-Fehler differenziert darstellen und im Störungsfall einen akustischen und optischen Alarm aktivieren.
Bei Modulations-Ausfall-Fehlern muss je Automationsweg automatisch ein Havarie-Playout gestartet werden. Die Automationswege und Playoutsysteme müssen nicht fest einer Hörfunkwelle zugeordnet sein, sondern beliebig geschaltet werden können.
Der NDR führt das Vergabeverfahren im Auftrag von Radio Bremen durch.
Vertragspartner wird Radio Bremen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-09-02. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-07-12.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-07-12 Auftragsbekanntmachung
2013-10-22 Bekanntmachung über vergebene Aufträge