Erneuerung der Blockheizkraftwerk-Anlage (BHKW-Anlage) auf der Kläranlage Bottrop
Nach durchgeführter Vor- und Entwurfsplanung ist ein Neubau der Blockheizkraftwerk-Anlage (BHKW-Anlage) auf der Kläranlage Bottrop der Emschergenossenschaft mit vier Modulen, mit einer elektrischen Leistung von jeweils 1.200 kW, vorgesehen.
Der Genehmigungsantrag nach dem § 19 BImSchG ist eingereicht und wird zu Beginn der Planungen vorliegen.
Der Regelbetrieb der BHKW-Anlage sieht drei Arbeitsaggregate und ein viertes Modul wird als Reserve- und Spitzenlastaggregat vor. Eine zukünftige Erweiterung auf insgesamt fünf Module ist bautechnisch vorzusehen. Sämtliche übergeordnete Anlagenteile (Kühlung, Lüftung, etc.) sind für einen BHKW-Betrieb mit vier Modulen auszulegen. Der Betrieb des BHKW ist in erster Linie nach der zur Verfügung stehenden Gasmenge zu regeln. Zur Versorgung der BHKW-Module mit Schmieröl und zur Entsorgung Altöls ist eine Schmierölanlage mit einem Volumen von 4 000 l zu installieren.
Die einzelnen BHKW-Module geben die Kühlwasser- und die Abgaswärme an das Heizungssystem der Kläranlage ab. Die Regelung der Wärmeabgabe erfolgt über die Steuer- und Regelungsanlage der einzelnen Module. Die übergeordnete Steuerung regelt die Wärmeabgabe in den bestehenden Wärmeverbund der KLA (Turbinenanlage der Schlammverbrennung, Heizungsanlage).
Für das Abgassystem der einzelnen BHKW-Module sind vier neue Abgaskamine vorzusehen mit je einem Oxidations-Katalysator zur Einhaltung der gesetzlichen Abgasgrenzwerte, einem Abgaswärmetauscher zur Wärmeauskopplung, einem Abgas-Bypass und einem Abgasschalldämpfer zur Reduzierung der Abgasschallwerte.
Für die neue BHKW-Anlage ist ebenfalls eine neue Lüftungsanlage vorzusehen.
Jedes BHKW-Modul wird mit einer eigenen Schaltanlage ausgerüstet, in der die Steuer- und Regelungsfunktionen zum Motor-Generatorbetrieb realisiert sind. Die MS-Schaltanlagen sind in der vorhandenen Thermikhalle in unmittelbarer Nähe zu den Modulen zu errichten. Die Energieeinspeisung erfolgt, wie bereits bei den vorhandenen Modulen, in das 10-kV-Mittelspannungsnetz der Kläranlage. Die Schaltanlage untergliedert sich in folgende Schaltanlagenfelder: ein Leistungsschalterfeld (Übergabe Energie in MS-Netz der Kläranlage), vier Generatoreinspeisefelder, ein Generatoreinspeisefeld Reserve (5. BHKW)
Es wird eine eigenstände USV-Anlage vorgesehen, um bei Spannungsausfall die wesentliche Steuerung der Automatisierungsstationen und Messeinrichtungen mit Energie zu versorgen.
Der Betrieb der BHKW's wird über die übergeordnete Steuerung realisiert. Die einzelnen BHKW-Module werden dabei von der übergeordneten Steuerung ein- und ausgeschaltet und leistungsgeregelt. Die übergeordnete Steuerung erfolgt über ein Automatisierungsgerät in Form einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS). Die SPS verfügt über ein eigenes Steuerungsprogramm, so dass sie die BHKW-Module und die Hilfsantriebe/Nebenaggregate autonom steuern, regeln und überwachen kann. Die Modulsteuerungen werden in den Datenaustausch der Kläranlage eingebunden. Insbesondere wird ein Datenaustausch mit der neu aufzubauenden übergeordneten Schaltanlage und den Generatoreinspeisefeldern vorgesehen. Die Verbindung zum Prozess erfolgt über analoge und digitale Ein- und Ausgabebaugruppen sowie über Profibus DP.
Die einzelnen Module werden in Schalldämmkabinen innerhalb des Erdgeschosses der vorhandenen Thermikhalle untergebracht. Die Spannweite der stützenfreien Halle beträgt rd. 21,60 m; die Länge etwa 30,50 m. Sie besteht aus einer Stahlbeton-Skelett-Konstruktion. Die Halle ist 12,70 m hoch und besitzt einen Keller mit einer lichten Höhe von rd. 4,28 m. Aus Brandschutz- und Schallschutzgründen und da auf den Decken der BHKW Räume zusätzliche Lasten abgetragen werden sollen, wird eine massive Bauweise für die Schalldämmkabinen und den Schaltschrankraum gewählt.
Anrechenbare Kosten:
ca. 3 150 000 EUR
Die Planungen für die Bauwerksplanungen sind nicht Bestandteil dieser Planungen.
Die Demontage der Altanlage ist planerisch vorzubereiten.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-05.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-04.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2013-06-04
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Auftragsbekanntmachung
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