Fachlos 1.2 - Gebäude E+F - Objektüberwachung - Technische Ausrüstung - Elektrotechnik - Anlagengruppen 4 und 5, Vergabenummer 13D0421

Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen, vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetr

Die Fachhochschule Kaiserslautern führt ihren Lehr- und Forschungsbetrieb an 5 Fachbereichen an den Standorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken durch. Das Projekt „ Fachhochschule
Kaiserslautern – Zusammenlegung am Standort Kammgarn“ plant die Errichtung eines Gesamtcampus am Standort Kaiserslautern mit den Fachbereichen „Bauen und Gestalten“ und „Angewandte
Ingenieurwissenschaften“. Die Studienplatzzielzahl liegt bei 2 100 Studierenden.
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Das Gelände des zukünftigen Campus befindet sich unmittelbar am Rande der Innenstadt im Übergang zum Lautertal. Östlich und südlich, durch einen Höhenversprung getrennt, grenzen Wohngebiete an. Das Gelände wurde bis ca. 1980 durch eine Kammgarnspinnerei genutzt, vorher befand sich hier ein Steinbruch.
Die Planung umfasst die Neustrukturierung von zwei Bestandsgebäuden (A+B), die Umnutzung eines weiteren Altbaus (Gebäude E) sowie den Neubau von 3 Gebäuden (Gebäude F, G und H). Der Entwurf des Gesamtcampus geht auf einen Realisierungswettbewerb aus dem Jahr 2006 zurück, der Siegerentwurf wird weitgehend umgesetzt.
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Die Gesamtfläche der Um- und Neubauten beläuft sich auf ca. 16 000 m² HNF (Gebäude E-H), aufgeteilt auf:
Gebäude E (Seminarräume, Rechenzentrum, Bibliothek): ca. 3 100 m² HNF bei ca. 27.400 m³ BRI
Gebäude F (Verwaltung, Hochschulleitung): ca. 2 600 m² HNF bei ca. 16.900 m³ BRI
Gebäude G (Mensa und Audimax): ca. 1 200 m² HNF bei ca. 11.400 m³ BRI
Gebäude H (Laborgebäude mit Lehrräumen der Angewandten Ingenieurwissenschaft): ca. 9 100 m² bei ca. 77 300 m³ BRI.
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Im Rahmen der Gesamtmaßnahme FH Kaiserslautern werden folgende Leistungen auf der Grundlage der HOAI für das Leistungsbild Technische Ausrüstung gemäß § 51 HOAI erteilt:
Auf Grund der technischen Abhängigkeiten durch die gemeinsamen Versorgungseinrichtungen für die Gebäude E+F (gemeinsame Mittelspannungsschaltanlage in Geb. E, Brandmeldeanlage, Wärmeversorgungsanlage, Lüftungsanlage, etc.) sowie für die Gebäude G+H (gemeinsame Brandmeldeanlage, Wärmeversorgungsanlage, Lüftungsanlage, Kälteversorgung, Sicherheitsbeleuchtung etc.) werden zwei Teillose gebildet.
Im Teillos 1 – Gebäude E+F werden folgende Fachlose vergeben:
Fachlos 1.1 - Anlagengruppen 1, 2, 3 sowie 8 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 1.2 - Anlagengruppen 4 und 5 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Im Teillos 2 – Gebäude G+H werden folgende Fachlose vergeben:
Fachlos 2.1 - Anlagengruppen 1, 2, 3 sowie 8 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.2 - Anlagengruppen 4 und 5 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.3 – Anlagengruppe 7 – Küchentechnik Geb. G – Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.4 – Anlagengruppe 7 – Labortechnik Geb. H – Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Die Leistungsphasen 1-6 sind bereits erbracht. Der Auftraggeber behält sich vor Teile der Leistungsphasen 8-9 selbst zu erbringen. Die Beauftragung erfolgt in einem Stufenvertrag nach dem für das Land Rheinland-Pfalz anzuwendenden Vertragsmustern und Vertragsbedingungen.
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Gegenstand dieser Ausschreibung sind ausschliesslich Leistungen aus Fachlos 1.2 - Gebäude E+F – Objektüberwachung – Technische Ausrüstung – Elektrotechnik – Anlagengruppen 4 und 5.
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Beschreibung Fachlos 1.2:
Gebäude E
Im ehemaligen Wollmagazin der Kammgarnspinnerei soll nach einer umfassenden Entkernung und Sanierung dem Bestandsgebäude eine neue Nutzung zugewiesen werden. Das UG dient im Wesentlichen der Unterbringung der technischen Einrichtungen. Über einen Verbindungsgang zum Gebäude F erfolgt jeweils die Anbindung an die für beide Gebäude vorgesehenen, gemeinsamen Versorgungseinrichtungen.
Im EG wird das Rechenzentrum mit Sprachlabor sowie Büroräumen vorgesehen. Im 1.OG befinden sich neben einem Bereich für Medienlabors (Multimedia-Labors) vornehmlich Seminarräume. Das zweite Obergeschoss wird von der Großraum-Bibliothek ausgefüllt sowie einem medientechnischen Laborbereich (Virtual Reality).
Das Dach wird zur späteren Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet, welche im Schutzbereich der zu errichtenden Blitzschutzanlage liegen soll.
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Starkstromanlagen:
Die niederspannungsseitige Stromversorgung für das Gebäude E erfolgt aus dem Gebäude F.
Als Medienkanal besteht ein unterirdischer Verbindungsgang zwischen Gebäude E und F.
Von der Gebäudehauptverteilung wird das Gebäude über Unterverteilungen, 2 je Geschoss, versorgt. Der Fachbereich Multi Media und Virtuell Reality erhalten eine eigene Unterverteilung. Die Anbindung der Bodentanks und der Verbraucher in Ständerwänden wird durch die Leitungsverlegung in Unterflurbereiche im Hohlraumboden realisiert. Die Treppenhäuser werden durch Betoneinlegearbeiten installiert.
Das Rechenzentrum erhält Stromschienen zur Anbindung der Racks und der USV im Doppelboden.
Die Beleuchtung wird über Präsenzmelder gesteuert. In Fluren, Treppenhäusern und WC Bereichen werden LED Leuchten verwendet. Die Seminarräume erhalten Langfeldleuchten. Die Bibliothek im 2.OG erhält Hängeleuchten zwischen den Regalreihen, Lesetischleuchten, LED Downlights unter dem Sheddach sowie Langfeldleuchten in den Funktionalbereichen.
Für die spätere Realisierung der PV Anlage wird im Gebäude niederspannungsseitig alles vorgerüstet. Diese soll zur Eigenstromversorgung mit Überschusseinspeisung dienen.
Die Sicherheitslichtanlage wird zentral aus dem UG des Gebäudes E versorgt und hat eine eigene Batterieanlage im UG für Geb. E und F. Die Anbindung erfolgt vom UG bis in die jeweiligen Etagen.
Es wird eine separate Blitzschutz- und Erdungsanlage aufgebaut..
Gefahrenmelde- und Brandmeldeanlage:
Eine flächendeckende Brandmeldeanlage mit optischer und akustischer Signalisierung wird zur Weiterleitung der Alarme des Gebäude E und F an die Feuerwehr errichtet. Dies erfolgt zentral für beide Gebäude am Gebäude D der Fachhochschule.
Für die nutzereigene Einbruchmeldeanlage wird ein passives Netz für Tür- und Bereichsüberwachung errichtet.
IT- und Telekommunikationsanlagen:
Vom Rechenzentrum im Geb. E werden alle Neu- und Bestandsgebäude über LWL Kabel angeschlossen.
Zur Datenanbindung des Geb. E wird von Rechenzentrum aus LWL Kabel an die DV GHV im Rechenzentrum gelegt und von dort aus auf die jeweiligen Unterverteilungen in den Geschossen verteilt. Die konventionelle Vernetzung (Cu) erfolgt über Installationsbereiche im Hohlraumboden zu den Endverbrauchern.
Auch die Telefonanbindung erfolgt über Datenleitungen (Cu) in eigenen Patchfeldern mit Voice Over IP gebündelt bis zum Rechenzentrum.
Die Fachhochschule erhält eine über alle Gebäude übergreifende Zutrittskontrollanlage. Die Zentrale dazu sitzt im Gebäude F.
Die dezentrale Workstation sitzt im UG.
Die Anbindung der Türen erfolgt on- oder offline.
Für das Sprachlabor wird eine SAT-Anlage auf dem Dach des Gebäudes E installiert.
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Gebäude F
Durch die gewählte Kubatur und die vorgegebene Baulinie folgt der Neubau optisch dem Bestandsbau E. Eine Brücke verbindet die Gebäude im 2. Obergeschoss. Das viergeschossige Verwaltungsgebäude ist als kompakter Kubus mit geringem Flächenverbrauch konzipiert.
Die gründliche Ordnung und Zusammenfassung zu Bereichen führt zu einem sehr übersichtlichen Grundriss. Große Fensterflächen an der Westfassade ermöglichen einen Bezug zum Park. Ein offenes Impluvium bietet eine zusätzliche Belichtung.
Die aussteifenden Wände werden in Stahlbeton ausgeführt.
Das Gebäude wird teilunterkellert, um die Unterbringung der Haustechnik zu gewährleisten.
Der Technikkeller ist über einen Verbindungsgang zwischen den Gebäuden E und F miteinander verbunden. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt. Das Dach wird als gefälleloses Flachdach ausgebildet, welches eine extensive Begrünung erhält sowie zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage des Gebäudes.
Das Gebäude ist ebenfalls in das umfangreiche Energiekonzept des Gesamtcampus eingebunden.
Das Konzept beinhaltet hohe Anforderungen an Umweltschutz und Energieeinsparung.
Starkstromanlagen:
Mittelspannungsseitig wird der Trafo 20kV/0,4kV im UG des Gebäude F aus der Mittelspannungsstation hinter Haus G gespeist.
Dieser Trafo mit 630kVA versorgt niederspannungsseitig die Gebäude E und F.
Als Medienkanal besteht ein unterirdischer Verbindungsgang zwischen Gebäude E und F.
Von der Gebäudehauptverteilung wird das Gebäude über eine Unterverteilung je Geschoss versorgt. Die Anbindung der Bodentanks und der Steckdosen in Ständerwänden wird durch Verlegung in Unterflurbereiche im Hohlraumboden realisiert. Die Treppenhäuser, Flure und Decken werden durch Betoneinlegearbeiten installiert.
Die Beleuchtung wird über Präsenzmelder gesteuert. In Fluren, Treppenhäusern und WC Bereichen werden LED Leuchten verwendet. Die Doppelbüroräume und Besprechungsräume erhalten Langfeldleuchten. Einzelbüroräume werden mit Stehleuchten ausgestattet.
Für die spätere Realisierung der PV Anlage wird im Gebäude niederspannungsseitig alles vorgerüstet. Diese soll zur Eigenstromversorgung mit Überschusseinspeisung dienen.
Die Sicherheitslichtanlage wird zentral aus dem UG des Gebäudes E versorgt und hat dort eine eigene Batterieanlage im UG für Geb. E und F. Die Anbindung erfolgt vom UG bis in die jeweiligen Etagen.
Es wird eine separate Blitzschutz- und Erdungsanlage aufgebaut.
Gefahrenmelde- und Brandmeldeanlage:
Eine flächendeckende Brandmeldeanlage mit optischer und akustischer Signalisierung wird zur Weiterleitung der Alarme des Gebäude E und F an die Feuerwehr errichtet. Dies erfolgt zentral für beide Gebäude am Gebäude D der Fachhochschule.
IT- und Telekommunikationsanlagen:
Vom Rechenzentrum im Geb. E werden alle Neu- und Bestandsgebäude über LWL Kabel angeschlossen. Der Verbindungsweg vom Gebäude F bis zum Gebäude E läuft durch das Gebäude F und durch den unterirdischen Medienkanal FE bis zum Rechenzentrum im Gebäude E.
Zur Datenanbindung des Geb. F wird von Rechenzentrum im Geb. E aus, LWL Kabel an die DV GHV im UG gelegt und von dort aus auf die jeweiligen Unterverteilungen in den Geschossen verteilt. Die konventionelle Vernetzung (Cu) erfolgt über Installationsbereiche im Hohlraumboden zu den Endverbrauchern.
Auch die Telefonanbindung erfolgt über Datenleitungen (Cu) in eigenen Patchfeldern mit Voice Over IP gebündelt bis zum Rechenzentrum im Gebäude E.
Die Fachhochschule erhält eine über alle Gebäude übergreifende Zutrittskontrollanlage. Die Zentrale dazu sitzt im Gebäude F.
Die dezentrale Workstation sitzt im UG.
Die Anbindung der Türen erfolgt on- oder offline.
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Nachfolgend aufgeführte Angaben dienen der Information und sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung, sondern werden in einem separatem Verfahren ausgeschrieben:
Beschreibung der Fachlose 2:
Gebäude G
Der Neubau der zweigeschossigen Mensa erfolgt an zentraler Stelle im Campus. Das Gebäude besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich der Speisesaal mit Blick durch großflächige Fensterfronten in die angrenzenden Freiflächen mit Speichersee (Regenrückhaltung), die Essensausgabe im Free-Flow-System sowie die Küche mit allen Nebenräumen wie Lager, Spülen, Organisation.
Über eine gemeinsame Eingangshalle mit der Mensa erreicht man die Aula im Obergeschoss des
Gebäudes, welche auch für Vorlesungen genutzt wird. Die Tragkonstruktion erfolgt in Stahlbeton, der Küchentrakt wird weitgehend massiv ausgebildet. Das Dach der Aula in Holzbinderkonstruktion überragt das durch Säulen gestützte Kassettendach über dem Speisesaal und Eingangsbereich.
Zur Aufnahme der Haustechnik sind Teilbereiche des Gebäudes unterkellert. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt.
Das Dach wird als gefälleloses Flachdach ausgebildet, welches eine extensive Begrünung erhält sowie zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage des Gebäudes
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Gebäude H
An einen zentralen dreigeschossigen Erschließungsraum reihen sich nördlich und südlich jeweils 4 3-geschossige Baukörper (2-hüftige Anlage). An der Nordseite wird die Straßenfassade der ehemaligen Industriehallen (Kammgarnspinnerei) in den Neubau integriert (Denkmal).
Die einzelnen Gebäudeteile sind durch offene Innenhöfe voneinander getrennt. Weiterhin ist die Erschließungsspange auf voller Länge unterkellert für die Unterbringung der Haustechnik.
In den Gebäudeteilen befinden sich zum Teil zwei- und dreigeschossige Werkhallen und Labore (z. B. Hochspannungshalle, Verfahrenstechnik, Rollenprüfstand etc.) mit erhöhten Anforderungen an Kühlung, Lüftung, Energieversorgung, Schallschutz, elektromagnetischer Abschirmung und Brandschutz.
Die Tragkonstruktion besteht aus einer Kombination von Rahmenkonstruktionen mit Flachdecken in Stahlbeton. Das Gebäude wird teilunterkellert um die Unterbringung der technischen Anlagen zur Gebäudeversorgung zu gewährleisten. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt.
Dem Gebäude liegt ein umfangreiches Energiekonzept zugrunde, welches hohe Anforderungen an Umweltschutz und Energieeinsparung stellt. Das Gebäude ist hochwärmegedämmt (LBB-eigener Standard), die Wärmegewinnung für Beheizung erfolgt aus Grundwasser mittels Wärmepumpen. Neben kontrollierter Lüftung wird Bauteilaktivierung eingesetzt.
Die Gebäude G und H sind durch einen unterirdischen Verbindungsgang miteinander verbunden.
Zur Aufnahme der Haustechnik sind Teilbereiche des Gebäudes unterkellert. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt.
Die extensiv begrünten Dachflächen werden für die spätere Installation einer Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage vorbereitet.
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Eine Bewerbung in den gesondert ausgeschriebenen, weiteren Fachlosen - auch als Bietergemeinschaft – ist möglich.
Die Auftragnehmer (AN) werden verpflichtet, an der Baustelle von Beginn der Arbeiten an bis zur Übergabe des Bauwerks bzw. der baulichen Anlagen ein vom AG zur Verfügung gestelltes Baubüro ausreichend zu besetzen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-25. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-24.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-06-24 Auftragsbekanntmachung
2014-08-21 Bekanntmachung über vergebene Aufträge