Fachlos 2.2 - Gebäude G+H - Objektüberwachung - Technische Ausrüstung - Elektrotechnik - Anlagengruppen 4 und 5, Vergabenummer 13D0426

Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen, vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetr

Die Fachhochschule Kaiserslautern führt ihren Lehr- und Forschungsbetrieb an 5 Fachbereichen an den Standorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken durch. Das Projekt „ Fachhochschule
Kaiserslautern – Zusammenlegung am Standort Kammgarn“ plant die Errichtung eines Gesamtcampus am Standort Kaiserslautern mit den Fachbereichen „Bauen und Gestalten“ und „Angewandte
Ingenieurwissenschaften“. Die Studienplatzzielzahl liegt bei 2 100 Studierenden.
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Das Gelände des zukünftigen Campus befindet sich unmittelbar am Rande der Innenstadt im Übergang zum Lautertal. Östlich und südlich, durch einen Höhenversprung getrennt, grenzen
Wohngebiete an. Das Gelände wurde bis ca. 1980 durch eine Kammgarnspinnerei genutzt, vorher befand sich hier ein Steinbruch.
Die Planung umfasst die Neustrukturierung von zwei Bestandsgebäuden (A+B), die Umnutzung eines weiteren Altbaus (Gebäude E) sowie den Neubau von drei Gebäuden (Gebäude F, G und H). Der Entwurf des Gesamtcampus geht auf einen Realisierungswettbewerb aus dem Jahr 2006 zurück, der Siegerentwurf wird weitgehend umgesetzt.
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Die Gesamtfläche der Um- und Neubauten beläuft sich auf ca. 16 000 m² HNF (Gebäude E-H), aufgeteilt auf
Gebäude E (Seminarräume, Rechenzentrum, Bibliothek): ca. 3 100 m² HNF bei ca. 27 400 m³ BRI
Gebäude F (Verwaltung, Hochschulleitung): ca. 2 600 m² HNF bei ca. 16 900 m³ BRI
Gebäude G (Mensa und Audimax): ca. 1 200 m² HNF bei ca. 11 400 m³ BRI
Gebäude H (Laborgebäude mit Lehrräumen der Angewandten Ingenieurwissenschaft): ca. 9 100 m² bei ca. 77 300 m³ BRI.
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Im Rahmen der Gesamtmaßnahme FH Kaiserslautern werden folgende Leistungen auf der Grundlage der HOAI für das Leistungsbild Technische Ausrüstung gemäß § 51 HOAI erteilt:
Auf Grund der technischen Abhängigkeiten durch die gemeinsamen Versorgungseinrichtungen für die Gebäude E+F (gemeinsame Mittelspannungsschaltanlage in Geb. E, Brandmeldeanlage, Wärmeversorgungsanlage, Lüftungsanlage, etc.) sowie für die Gebäude G+H (gemeinsame Brandmeldeanlage, Wärmeversorgungsanlage, Lüftungsanlage, Kälteversorgung, Sicherheitsbeleuchtung etc.) werden zwei Teillose gebildet.
Im Teillos 1 – Gebäude E+F werden folgende Fachlose vergeben:
Fachlos 1.1 – Anlagengruppen 1, 2, 3 sowie 8 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 1.2 – Anlagengruppen 4 und 5 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
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Im Teillos 2 – Gebäude G+H werden folgende Fachlose vergeben:
Fachlos 2.1 – Anlagengruppen 1, 2, 3 sowie 8 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.2 – Anlagengruppen 4 und 5 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.3 – Anlagengruppe 7 – Küchentechnik Geb. G – Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.4 – Anlagengruppe 7 – Labortechnik Geb. H – Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Die Leistungsphasen 1-6 sind bereits erbracht. Der Auftraggeber behält sich vor Teile der Leistungsphasen 8-9 selbst zu erbringen. Die Beauftragung erfolgt in einem Stufenvertrag nach dem für das Land Rheinland-Pfalz anzuwendenden Vertragsmustern und Vertragsbedingungen.
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Gegenstand dieser Ausschreibung sind ausschliesslich Leistungen aus Fachlos 2.2 - Gebäude G+H - Objektüberwachung - Technische Ausrüstung - Elektrotechnik - Anlagengruppen 4 und 5
Beschreibung Fachlos 2.2
Gebäude G
Der Neubau der zweigeschossigen Mensa erfolgt an zentraler Stelle im Campus. Das Gebäude besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich der Speisesaal mit Blick durch großflächige Fensterfronten in die angrenzenden Freiflächen mit Speichersee (Regenrückhaltung), die Essensausgabe im Free-Flow-System sowie die Küche mit allen Nebenräumen wie Lager, Spülen, Organisation.
Über eine gemeinsame Eingangshalle mit der Mensa erreicht man die Aula im Obergeschoss des Gebäudes, welche auch für Vorlesungen genutzt wird. Die Tragkonstruktion erfolgt in Stahlbeton, der Küchentrakt wird weitgehend massiv ausgebildet. Das Dach der Aula in Holzbinderkonstruktion überragt das durch Säulen gestützte Kassettendach über dem Speisesaal und Eingangsbereich.
Zur Aufnahme der Haustechnik sind Teilbereiche des Gebäudes unterkellert. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt.
Das Dach wird als gefälleloses Flachdach ausgebildet, welches eine extensive Begrünung erhält sowie zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage des Gebäudes.
Starkstromanlagen:
Die niederspannungsseitige Stromversorgung für das Gebäude G erfolgt aus der mittelspannungsseitigen Trafostation (20kV/0,4kV) mit 630kVA die hinter Haus G steht.
Für den Bereich Küche wird eine separate NS-seitige Messung vorgesehen.
Als Medienkanal besteht ein unterirdischer Verbindungsgang zwischen Gebäude G und H.
Von der Gebäudehauptverteilung im KG wird das Gebäude über Unterverteilungen in den Geschossen versorgt. Über der Aula ist ein Technikraum aufgesetzt, in dem die Lüftungszentralen und die Unterverteilung OG und Aula stehen.
Die Anbindung der Verbraucher in der Küche und die Bodentanks in der Aula werden durch Verlegung in Unterflurbereiche im Hohlraumboden realisiert.
Die Beleuchtung wird über Präsenzmelder gesteuert. Die Aula und der Mensabereich erhalten an die Decke angepasste Downlights. In der Küche ist die Beleuchtung in die Kühldecke integriert. Die Funktionsbereiche der Küche erhalten Langfeldleuchten.
Für die spätere Realisierung der PV Anlage wird im Gebäude niederspannungsseitig alles vorgerüstet. Diese soll zur Eigenstromversorgung mit Überschusseinspeisung dienen.
Die Sicherheitslichtanlage für Geb. G und H wird zentral aus dem UG des Gebäudes H versorgt und hat dort eine eigene Batterieanlage im UG. Die Anbindung erfolgt aus der UV im UG bis in die jeweiligen Etagen.
Es wird eine separate Blitzschutz- und Erdungsanlage aufgebaut.
Gefahrenmelde- und Brandmeldeanlage:
Eine flächendeckende Brandmeldeanlage mit optischer und akustischer Signalisierung wird zur Weiterleitung der Alarme des Gebäude G und H an die Feuerwehr errichtet. Dies erfolgt zentral für beide Gebäude am Gebäude H der Fachhochschule.
Die Aula des Gebäude G im 1. OG erhält eine ELA Anlage mit Hörschleife.
IT- und Telekommunikationsanlagen:
Vom Rechenzentrum im Geb. E werden alle Neu- und Bestandsgebäude über LWL Kabel angeschlossen. Der Verbindungsweg vom Gebäude G bis zum Gebäude E läuft über eine unterirdische Leerrohrtrasse zwischen Haus G und F, durch das Gebäude F und durch den unterirdischen Medienkanal FE bis zum Rechenzentrum im Gebäude E.
Zur Datenanbindung des Geb. G wird vom Rechenzentrum im Geb. E aus, LWL Kabel an die DV GHV im UG gelegt und von dort aus auf die jeweiligen Unterverteilungen in den Geschossen verteilt. Die konventionelle Vernetzung (Cu) erfolgt über Installationsbereiche im Hohlraumboden zu den Endverbrauchern.
Auch die Telefonanbindung erfolgt über Datenleitungen (Cu) in eigenen Patchfeldern mit Voice Over IP gebündelt bis zum Rechenzentrum im Gebäude E.
Die Fachhochschule erhält eine über alle Gebäude übergreifende Zutrittskontrollanlage. Die Zentrale dazu sitzt im Gebäude F.
Die dezentrale Workstation sitzt im UG des Gebäude G.
Die Anbindung der Türen erfolgt on- oder offline
Starkstromanlagen:
Die mittelspannungsseitige Stromversorgung für das Gebäude H erfolgt aus der Mittelspannungsstation die hinter Haus G steht. Von dort werden 3 Trafos angesteuert, einer zur Versorgung des Allgemeinbereichs von 2000kVA, einer zur Versorgung des Hochspannungsbereich von 500kVA und einer für das KFZ Labor mit 800kVA. Von der Gebäudehauptverteilung im KG werden über die Stromschiene Lüftungsanlagen, Wärmepumpenanlagen, Blindstromkompensation und die großen Verbraucher (Antriebstechnik, Werkstoffkunde, etc.) versorgt.
Ein Stromschienensystem, dass im Verbindungsgang (Mall) des KG läuft, bindet die Abgänge für die einzelnen Bauteile an. Über die Versorgungsgänge unter dem Gebäude werden diese bis an die Steigeschächte geleitet. In jeweils 2 Versorgungskernen in den Fluren jeder Etage stehen die Unterverteilungen. Einzelne Labore werden über eigene Unterverteilungen angebunden. Kabelbahnen an den Decken oder Kabeltrassen im Hohlraumboden versorgen die Verbraucher, die über Bodenauslassdosen oder direkt angeschlossen werden.
Die Beleuchtung wird über Präsenzmelder gesteuert. Die 1,2 oder 3 geschossigen Labore erhalten eine funktionale Beleuchtung mit Langfeld- oder Tiefstrahlleuchten, die an die Decken angepasst wird. In der Mall, den Fluren und in den WC-Bereichen wird die Beleuchtung durch Deckeinbau- oder Deckenanbauleuchten realisiert. Die Büros und Besprechungsräume erhalten Pendelleuchten.
Für die spätere Realisierung der PV Anlage wird im Gebäude niederspannungsseitig alles vorgerüstet. Diese soll zur Eigenstromversorgung mit Überschusseinspeisung dienen.
Die Sicherheitslichtanlage für Geb. G und H wird zentral aus dem UG des Gebäudes H versorgt und hat dort eine eigene Batterieanlage im UG. Die Anbindung erfolgt aus den jeweiligen UV je Bauteil im UG bis in die jeweiligen Etagen.
Es wird eine separate Blitzschutz- und Erdungsanlage aufgebaut.
Gefahrenmelde- und Brandmeldeanlage:
Eine flächendeckende Brandmeldeanlage mit optischer und akustischer Signalisierung wird zur Weiterleitung der Alarme des Gebäude G und H an die Feuerwehr errichtet. Dies erfolgt zentral für beide Gebäude am Gebäude H der Fachhochschule.
IT- und Telekommunikationsanlagen:
Vom Rechenzentrum im Geb. E werden alle Neu- und Bestandsgebäude über LWL Kabel angeschlossen. Der Verbindungsweg vom Gebäude H bis zum Gebäude E läuft durch den Verbindungsgang zwischen Gebäude H und G, über eine unterirdische Leerrohrtrasse zwischen Haus G und F, durch das Gebäude F und durch den unterirdischen Medienkanal FE bis zum Rechenzentrum im Gebäude E.
Zur Datenanbindung des Geb. H wird von Rechenzentrum im Geb. E aus LWL Kabel an die DV GHV im UG gelegt und von dort aus auf die jeweiligen Unterverteilungen in den Geschossen verteilt. Die konventionelle Vernetzung erfolgt über Installationsbereiche im Hohlraumboden zu den Endverbrauchern.
Auch die Telefonanbindung erfolgt über Datenleitungen (Cu) in eigenen Patchfeldern mit Voice Over IP gebündelt bis zum Rechenzentrum.
Die Fachhochschule erhält eine über alle Gebäude übergreifende Zutrittskontrollanlage. Die Zentrale dazu sitzt im Gebäude F.
Die dezentrale Workstation sitzt im UG.
Die Anbindung der Türen erfolgt on- oder offline.
Das Labor HF-Technik erhält eine eigene abklappbare HF-Antennenanlage auf dem Dach.
Hochspannungslabor
Das Hochspannungslabor im Bauteil 2 erhält eine eigene Mittelspannungsanbindung 500kVA. Die Hochspannungsverteilung versorgt die 4 Kleinprüfstände und den großen Stoßspannungsprüftrafo.
Die Allgemeininstallation erfolgt aus der Unterverteilung der Etage und muss, wie auch die Daten- und Telefonleitung, über Filter in das Hochspannungslabor eingebracht werden.
Es wird eine eigene Messerde für das HS Labor installiert.
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Nachfolgend aufgeführte Angaben dienen der Information und sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung, sondern werden in einem separaten Verfahren ausgeschrieben:
Beschreibung der Fachlose 1:
Gebäude E
Im ehemaligen Wollmagazin der Kammgarnspinnerei soll nach einer umfassenden Entkernung und Sanierung dem Bestandsgebäude eine neue Nutzung zugewiesen werden. Das UG dient im Wesentlichen der Unterbringung der technischen Einrichtungen. Über einen Verbindungsgang zum Gebäude F erfolgt jeweils die Anbindung an die für beide Gebäude vorgesehenen, gemeinsamen Versorgungseinrichtungen.
Im EG wird das Rechenzentrum mit Sprachlabor sowie Büroräumen vorgesehen. Im 1.OG befinden sich neben einem Bereich für Medienlabors (Multimedia-Labors) vornehmlich Seminarräume. Das zweite Obergeschoss wird von der Großraum-Bibliothek ausgefüllt sowie einem medientechnischen Laborbereich (Virtual Reality).
Das Dach wird zur späteren Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet, welche im Schutzbereich der zu errichtenden Blitzschutzanlage liegen soll.
Gebäude F
Durch die gewählte Kubatur und die vorgegebene Baulinie folgt der Neubau optisch dem Bestandsbau E. Eine Brücke verbindet die Gebäude im 2. Obergeschoss. Das viergeschossige Verwaltungsgebäude ist als kompakter Kubus mit geringem Flächenverbrauch konzipiert.
Die gründliche Ordnung und Zusammenfassung zu Bereichen führt zu einem sehr übersichtlichen Grundriss. Große Fensterflächen an der Westfassade ermöglichen einen Bezug zum Park. Ein offenes Impluvium bietet eine zusätzliche Belichtung.
Die aussteifenden Wände werden in Stahlbeton ausgeführt.
Das Gebäude wird teilunterkellert, um die Unterbringung der Haustechnik zu gewährleisten.
Der Technikkeller ist über einen Verbindungsgang zwischen den Gebäude E und F miteinander verbunden. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt. Das Dach wird als gefälleloses Flachdach ausgebildet, welches eine extensive Begrünung erhält sowie zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage des Gebäudes.
Das Gebäude ist ebenfalls in das umfangreiche Energiekonzept des Gesamtcampus eingebunden.
Das Konzept beinhaltet hohe Anforderungen an Umweltschutz und Energieeinsparung.
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Eine Bewerbung in den gesondert ausgeschriebenen, weiteren Fachlosen - auch als Bietergemeinschaft – ist möglich.
Die Auftragnehmer (AN) werden verpflichtet, an der Baustelle von Beginn der Arbeiten an bis zur Übergabe des Bauwerks bzw. der baulichen Anlagen ein vom AG zur Verfügung gestelltes Baubüro
ausreichend zu besetzen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-25. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-24.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-06-24 Auftragsbekanntmachung