Fachlos 2.4 - Gebäude H - Objektüberwachung- Technische Ausrüstung- Labortechnik-Anlagengruppe 7 Vergabenummer: 13D0431
Die Fachhochschule Kaiserslautern führt ihren Lehr- und Forschungsbetrieb an 5 Fachbereichen an den Standorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken durch. Das Projekt „ Fachhochschule
Kaiserslautern – Zusammenlegung am Standort Kammgarn“ plant die Errichtung eines Gesamtcampus am Standort Kaiserslautern mit den Fachbereichen „Bauen und Gestalten“ und „Angewandte
Ingenieurwissenschaften“. Die Studienplatzzielzahl liegt bei 2 100 Studierenden.
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Das Gelände des zukünftigen Campus befindet sich unmittelbar am Rande der Innenstadt im Übergang zum Lautertal. Östlich und südlich, durch einen Höhenversprung getrennt, grenzen
Wohngebiete an. Das Gelände wurde bis ca. 1980 durch eine Kammgarnspinnerei genutzt, vorher befand sich hier ein Steinbruch.
Die Planung umfasst die Neustrukturierung von zwei Bestandsgebäuden (A+B), die Umnutzung eines weiteren Altbaus (Gebäude E) sowie den Neubau von drei Gebäuden (Gebäude F, G und H). Der Entwurf des Gesamtcampus geht auf einen Realisierungswettbewerb aus dem Jahr 2006 zurück, der Siegerentwurf wird weitgehend umgesetzt.
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Die Gesamtfläche der Um- und Neubauten beläuft sich auf ca. 16 000 m² HNF (Gebäude E-H), aufgeteilt auf
Gebäude E (Seminarräume, Rechenzentrum, Bibliothek): ca. 3 100 m² HNF bei ca. 27 400 m³ BRI
Gebäude F (Verwaltung, Hochschulleitung): ca. 2 600 m² HNF bei ca. 16 900 m³ BRI
Gebäude G (Mensa und Audimax): ca. 1 200 m² HNF bei ca. 11 400 m³ BRI
Gebäude H (Laborgebäude mit Lehrräumen der Angewandten Ingenieurwissenschaft): ca. 9 100 m² bei ca. 77 300 m³ BRI.
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Im Rahmen der Gesamtmaßnahme FH Kaiserslautern werden folgende Leistungen auf der Grundlage der HOAI für das Leistungsbild Technische Ausrüstung gemäß § 51 HOAI erteilt:
Auf Grund der technischen Abhängigkeiten durch die gemeinsamen Versorgungseinrichtungen für die Gebäude E+F (gemeinsame Mittelspanungsschaltanlage in Geb. E, Brandmeldeanlage, Wärmeversorgungsanlage, Lüftungsanlage, etc.) sowie für die Gebäude G+H (gemeinsame Brandmeldeanlage, Wärmeversorgungsanlage, Lüftungsanlage, Kälteversorgung, Sicherheitsbeleuchtung etc.) werden zwei Teillose gebildet.
Im Teillos 1 – Gebäude E+F werden folgende Fachlose vergeben:
Fachlos 1.1 - Anlagengruppen 1, 2, 3 sowie 8 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 1.2 - Anlagengruppen 4 und 5 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
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Im Teillos 2 – Gebäude G+H werden folgende Fachlose vergeben:
Fachlos 2.1 - Anlagengruppen 1, 2, 3 sowie 8 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.2 – Anlagengruppen 4 und 5 Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.3 – Anlagengruppe 7 – Küchentechnik Geb. G - Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Fachlos 2.4 – Anlagengruppe 7 – Labortechnik Geb. H – Leistungen der Leistungsphasen 8-9
Die Leistungsphasen 1-6 sind bereits erbracht. Der Auftraggeber behält sich vor Teile der Leistungsphasen 8-9 selbst zu erbringen. Die Beauftragung erfolgt in einem Stufenvertrag nach dem für das Land Rheinland-Pfalz anzuwendenden Vertragsmustern und Vertragsbedingungen.
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Gegenstand dieser Ausschreibung sind ausschließlich Leistungen aus Fachlos 2.4 - Gebäude H - Objektüberwachung - Technische Ausrüstung - Labortechnik - Anlagengruppe 7
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Beschreibung Fachlos 2.4
Gebäude H
An einen zentralen dreigeschossigen Erschließungsraum reihen sich nördlich und südlich jeweils vier
dreigeschossige Baukörper (zweihüftige Anlage). An der Nordseite wird die Straßenfassade der ehemaligen Industriehallen (Kammgarnspinnerei) in den Neubau integriert (Denkmal).
Die einzelnen Gebäudeteile sind durch offene Innenhöfe voneinander getrennt. Weiterhin ist die Erschließungsspange auf voller Länge unterkellert für die Unterbringung der Haustechnik.
In den Gebäudeteilen befinden sich zum Teil zwei- und dreigeschossige Werkhallen und Labore (z. B. Hochspannungshalle, Verfahrenstechnik, Rollenprüfstand etc.) mit erhöhten Anforderungen
an Kühlung, Lüftung, Energieversorgung, Schallschutz, elektromagnetischer Abschirmung und Brandschutz.
Die Tragkonstruktion besteht aus einer Kombination von Rahmenkonstruktionen mit Flachdecken in Stahlbeton. Das Gebäude wird teilunterkellert um die Unterbringung der technischen Anlagen zur
Gebäudeversorgung zu gewährleisten. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt.
Dem Gebäude liegt ein umfangreiches Energiekonzept zugrunde, welches hohe Anforderungen an Umweltschutz und Energieeinsparung stellt. Das Gebäude ist hochwärmegedämmt (LBB-eigener Standard), die Wärmegewinnung für Beheizung erfolgt aus Grundwasser mittels Wärmepumpen. Neben kontrollierter Lüftung wird Bauteilaktivierung eingesetzt.
Die Gebäude G und H sind durch einen unterirdischen Verbindungsgang miteinander verbunden.
Zur Aufnahme der Haustechnik sind Teilbereiche des Gebäudes unterkellert. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt.
Die extensiv begrünten Dachflächen werden für die spätere Installation einer Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage vorbereitet.
Nutzungsspezifische Anlagen (Labortechnische Anlagen)
Druckluftversorgung Labore
Für die Versorgung der Labore mit Druckluft werden bereichsweise sechs zentrale Druckluftnetze aufgebaut. Die Drucklufterzeuger werden jeweils in den zugeordneten Technikräumen der Einzelbereiche installiert. Die Gesamtlieferleistung bezogen auf 6 bar liegt bei ca. 16 m³/min. Die Verteilnetze sind als Ringleitungssysteme konzipiert. An den Entnahmestellen werden jeweils Wartungseinheiten mit Schnellkupplungssystem angeordnet.
Erdgasversorgung Labore
Für die Versorgung der Laborbereiche wird ein Erdgasleitungsverteilnetz im Gebäude erstellt. Die Bereitstellung des Erdgases erfolgt in den Laboren über die Medienzellen. Die Erdgasleitungszuleitungen werden über Gasmagnetventil in den NOT-aus der einzelnen Labore einbezogen.
Reinstgasversorgung
Für verschiedene Labore sind dezentrale Reinstgasversorgungsanlagen zur Bereitstellung und Verteilung von Laborgasen aus Druckgasflaschen zu erstellen. Die Sicherheitsschränke für die Druckgasflaschen erhalten einen Abluftanschluss.
Labortechnische Anlagen
Laborausstattung für ca.30 Labor- und Vorbereitungsräume. Die Haupt-Anlagenteile sind Abzüge, Laborarbeitstische, Laborspülen, Geräteschränke und Sicherheitsschränke.
Abzüge: ein Technikumabzug begehbar, 15 Normalabzüge, 18 Quellenabsaugungen
- 24 Chemikalien-Sicherheitsschränke (brennbare Flüssigkeiten, feste Chemikalien, Giftstoffe, Säuren und Laugen)
- 9 Druckgasflaschen-Sicherheitsschränke, Flaschenstationen für Reinstgase, mit automatischer Umschaltung, Reinstgasversorgungsnetz
- 110 Labor- Messarbeitsplätze oder Labor-Doppelmessarbeitsplätze mit Medienzelle
- 25 Labor- Normalarbeitsplätze mit Medienzelle
- 10 Laborspülen mit Medienzelle
- 80 Labor- Geräteschränke
Kühlwasserversorgung Labore/ KFZ-Bereich und Windkanal
Die Kühlwasserversorgung der Labore wird über die zentrale Kühlwasserversorgung sichergestellt. Die hydraulische Trennung der einzelnen Verbraucher oder Labornetze von dem zentralen Kühlwassernetz erfolgt über Plattenwärmeüberträger.
Für die Kälteanforderung des Kraftstoffkonditionierung wird ein Kompakt-Kaltwassersatz mit geregelten Scrollverdichter und wassergekühlten Verdampfer eingesetzt.
Entsorgungsanlagen
In der Modellbauwerkstatt wird eine zentrale Späneabsaugung (6 000 m³/h) für Schleif- und Fräsmaschinen als Kompaktentstauber errichtet.
Pumpenprüfstand
Für den Bereich mechanische Verfahrenstechnik wird ein Pumpenprüfstand errichtet. Dazu gehören ein Vorratswassertank 9 000 l, Leitungsnetz PVC, verschiedene Pumpen, Volumenstrommessgeräte, Messdüsen, Mengenzähler, Manometer, Elektronische Messwert Aufzeichnung, Frequenzumformer.
Klimakammer
Es werden im Gebäude zwei Klimakammern in Sandwichbauweise errichtet.
-Temperaturbereich 18 bis 22 °C, Genauigkeit 1K; relative Feuchte 40 bis 70 %
-Temperaturbereich -10 bis 32 °C, Genauigkeit 1K; relative Feuchte bis 80 %
Abschirmkabinen
Im Gebäude H werden 2 EMV Abschirmkabinen installiert.
Für den Bereich Antriebstechnik wird eine EMV Abschirmkabine mit den Außenabmessungen LxBxH:
4,30m x 3,70m x 2,75m errichtet.
Im Labor Hochfrequenztechnik wird eine EMV Abschirmkabine mit den Außenabmessungen LxBxH:
4,00 m x 3,00 m x 2,50 m errichtet.
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Nachfolgend aufgeführte Angaben dienen der Information und sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung, sondern werden in einem separaten Verfahren ausgeschrieben:
Beschreibung der Fachlose 1:
Gebäude E
Im ehemaligen Wollmagazin der Kammgarnspinnerei soll nach einer umfassenden Entkernung und Sanierung dem Bestandsgebäude eine neue Nutzung zugewiesen werden. Das UG dient im Wesentlichen der Unterbringung der technischen Einrichtungen. Über einen Verbindungsgang zum Gebäude F erfolgt jeweils die Anbindung an die für beide Gebäude vorgesehenen, gemeinsamen Versorgungseinrichtungen.
Im EG wird das Rechenzentrum mit Sprachlabor sowie Büroräumen vorgesehen. Im 1.OG befinden sich neben einem Bereich für Medienlabors (Multimedia-Labors) vornehmlich Seminarräume. Das zweite Obergeschoss wird von der Großraum-Bibliothek ausgefüllt sowie einem medientechnischen Laborbereich (Virtual Reality).
Das Dach wird zur späteren Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet, welche im Schutzbereich der zu errichtenden Blitzschutzanlage liegen soll.
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Gebäude F
Durch die gewählte Kubatur und die vorgegebene Baulinie folgt der Neubau optisch dem Bestandsbau E. Eine Brücke verbindet die Gebäude im 2. Obergeschoss. Das viergeschossige Verwaltungsgebäude ist als kompakter Kubus mit geringem Flächenverbrauch konzipiert.
Die gründliche Ordnung und Zusammenfassung zu Bereichen führt zu einem sehr übersichtlichen Grundriss. Große Fensterflächen an der Westfassade ermöglichen einen Bezug zum Park. Ein offenes Impluvium bietet eine zusätzliche Belichtung.
Die aussteifenden Wände werden in Stahlbeton ausgeführt.
Das Gebäude wird teilunterkellert, um die Unterbringung der Haustechnik zu gewährleisten.
Der Technikkeller ist über einen Verbindungsgang zwischen den Gebäude E und F miteinander verbunden. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt. Das Dach wird als gefälleloses Flachdach ausgebildet, welches eine extensive Begrünung erhält sowie zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage des Gebäudes.
Das Gebäude ist ebenfalls in das umfangreiche Energiekonzept des Gesamtcampus eingebunden.
Das Konzept beinhaltet hohe Anforderungen an Umweltschutz und Energieeinsparung.
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Beschreibung Fachlos 2 - Gebäude G
Der Neubau der zweigeschossigen Mensa erfolgt an zentraler Stelle im Campus. Das Gebäude besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich der Speisesaal mit Blick durch großflächige Fensterfronten in die angrenzenden Freiflächen mit Speichersee (Regenrückhaltung), die Essensausgabe im Free-Flow-System sowie die Küche mit allen Nebenräumen wie Lager, Spülen, Organisation.
Über eine gemeinsame Eingangshalle mit der Mensa erreicht man die Aula im Obergeschoss des Gebäudes, welche auch für Vorlesungen genutzt wird. Die Tragkonstruktion erfolgt in Stahlbeton, der Küchentrakt wird weitgehend massiv ausgebildet. Das Dach der Aula in Holzbinderkonstruktion überragt das durch Säulen gestützte Kassettendach über dem Speisesaal und Eingangsbereich.
Zur Aufnahme der Haustechnik sind Teilbereiche des Gebäudes unterkellert. An die Bodenplatte sowie die Kellerwände werden erhöhte Anforderungen gegen drückendes Wasser gestellt.
Das Dach wird als gefälleloses Flachdach ausgebildet, welches eine extensive Begrünung erhält sowie zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaikanlage im Schutzbereich der Blitzschutzanlage des Gebäudes.
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Gebäude H:
Tankanlagen
Für die Versorgung des KFZ-Labors (Motorprüfstand) wird eine zentrale Tankanlage bestehend aus vier Lagertanks zu je 1.500 l errichtet. Die Befüllung erfolgt über Fernfüllschacht. Die Abgabe in den Laboren und Versuchsaufbauten wird über Tagestankanlagen realisiert.
Windkanalanlage
Für das Labor Strömungsmaschinen wird ein aerodynamischer Windkanal „Göttinger-Bauart“ errichtet.
Die Messstrecke wird offen betrieben, die Austrittsfläche der Düse ist ca. 1,2 m². Der Windkanal wird über zwei Geschosse errichtet. Das Antriebssystem (Ventilator) befindet sich im UG, die Messstrecke wird im EG realisiert. Die Antriebsleistung des Systems beträgt 120 kW (48 m³/s
Die Labortechnischen Einrichtungen umfassen im Hochspannungslabor die Prüfstände. Dies sind nachfolgend aufgeführte Anlagen:
Große Prüfanlage:
1. Wechselspannungsprüfsystem 400kV/200kVA
bestehend aus dem Prüftransformator, der Einspeisung, dem Hochspannungsmesssystem sowie dem Steuersystem.
2. Gleichspannungszusatz 400-500kV/20mA
bestehend aus einer Gleichrichterschaltung, Glättungskondensatoren, einem Spannungsmesssystem und einem Steuersystem
3. Stoßspannungsprüfsystem 1200 kV/60kJ
dieses besteht aus einem Stoßgenerator, einer Ladeeinheit, Filter, einer Spannungsmessung und einem Steuersystem
Kleinprüfstände:
4. Stoßspannungsprüfsystem 300kV/15kJ
bestehend aus einem Stoßgenerator, einer Ladeeinheit, einer Spannungsmessung und einem Steuersystem
5. Wechselspannungsprüfsystem 100kV/40kVA
bestehend aus einem Prüftransformator, einer Einspeisung dem Hochspannungsmesssystem, einer Sperrimpedanz und dem Steuersystem
6. Modulares Wechsel- und Gleichspannungsprüfsystem AC 100kV/ DC 270kV
bestehend aus einem Prüftransformator, einem Gleichspannungserzeuger, der Einspeisung und dem Hochspannungsmesssystem sowie dem Steuersystem.
Alle Anlagen werden über Erdungsfestpunkte an die Erdungsanlage angeschlossen.
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Eine Bewerbung in den gesondert ausgeschriebenen, weiteren Fachlosen - auch als Bietergemeinschaft – ist möglich.
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Die Auftragnehmer (AN) werden verpflichtet, an der Baustelle von Beginn der Arbeiten an bis zur Übergabe des Bauwerks bzw. der baulichen Anlagen ein vom AG zur Verfügung gestelltes Baubüro
ausreichend zu besetzen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-25.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-24.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-06-24
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Auftragsbekanntmachung
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