Leistungen der Termin- und Kostenplanung zum Projekt Neuordnung der Energieanlagen im Klärwerk Gut Marienhof der Landeshauptstadt München

Landeshauptstadt München, Baureferat, Stadtentwässerung

Im Klärwerk Gut Marienhof stehen umfangreiche Um- und Neubauten im Bereich der Energieanlagen an. Die Planungen und Ausführungsarbeiten werden von externen Planungsbüros erbracht und bedürfen einer intensiven Begleitung und Betreuung von Seiten der Münchner Stadtentwässerungen. Die Gesamt-Maßnahme wird während des laufenden Betriebs durchgeführt.
Ziel der Gesamt-Maßnahme ist die nachhaltige Versorgung des Klärwerks Gut Marienhof mit Energie durch die Anpassung der maschinen- und elektrotechnischen Ausrüstung an den aktuellen Stand der Technik unter Berücksichtigung von brandschutz- und betriebssicherheitstechnischen Belangen.
Das bei der Schlammstabilisierung in den Faulbehältern gewonnene Klärgas (knapp 10 Mio Nm³/a) wird in Diesel-Klärgas-Motoren (DKM) verwertet und zur Stromerzeugung bzw. zum direkten Antrieb von Turbo-Verdichtern zur Lufterzeugung genutzt. Die bei der Verbrennung anfallende Abwärme deckt den Wärmebedarf des Klärwerks zu 100 %. Die Eigenstromerzeugung von rd. 20 000 MWh/a deckt zu rd. 80 % den Strombedarf des Klärwerks. Der Restbedarf von 20 % lässt sich durch eine effektivere Klärgasverstromung sowie durch Stromeinsparungen noch weiter senken, so dass ein energieautarkes Klärwerk mit einem Eigenstromdeckungsgrad von 100 % möglich wird.
Neben den DKM und den direkt betriebenen Turboverdichtern sowie den elektrisch betriebenen Turboverdichtern befinden sich im Maschinenhaus auch die elektrischen Schaltanlagen sämtlicher Spannungsebenen, die die im Maschinenhaus befindlichen Aggregate und die Infrastruktur der ersten und zweiten biologischen Stufe versorgen. Da die elektrischen Schaltanlagen und Trassen veraltet und durch die Abgasführung der DKMs einer hohen thermischen Belastung ausgesetzt sind, ist eine langfristige Betriebssicherheit im bestehenden Maschinenhaus unter den extrem beengten Platzverhältnissen nicht gegeben. Zudem besteht das Maschinenhaus nur aus einem Brandabschnitt, so dass die elektro- und maschinentechnischen Anlagen brandschutztechnisch nicht getrennt sind und somit ein brandschutztechnisch redundanter Aufbau zur Zeit nicht vorhanden ist.
Die Umsetzung der Maßnahme beinhaltet die Erneuerung der Motorenanlage in einer neu zu erbauenden Energiezentrale sowie die Neuordnung der Schaltanlagen und Turboverdichter im bestehenden Maschinenhaus.
Die Neuordnung der Energieanlagen ist nur mit einem Neubau für die Motorentechnik zu realisieren. Mit der Ausgliederung der Motorentechnik wird die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes ermöglicht. Somit kann die Klärgasverwertung unabhängig vom Bestand in einem neuen Gebäude aufgebaut werden (Phase 1). Nachdem die Klärgasverwertung und somit die Energieerzeugung von dem neuen Gebäude aus stattfindet, kann im bestehenden Maschinenhaus rückgebaut werden (Phase 2). Die nicht weiter verwendeten DKMs samt Peripherie können abgebaut werden, wodurch Platz für eine Neuordnung im Maschinenhaus entsteht. Durch den freiwerdenden Platz für neue Schaltanlagen können die neuen Turboverdichter mit neuen Schaltanlagen redundant aufgebaut werden.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-01-21. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-12-06.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-12-06 Auftragsbekanntmachung
2014-10-06 Bekanntmachung über vergebene Aufträge