LV 125 – Hubschrauberlandefläche

Klinikum St. Marien Amberg, Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Amberg

Am Klinikum St. Marien Amberg soll ein erhöhter Hubschrauberlandeplatz als entkoppeltes Bauwerk mit hohem optischem und funktionalem Anspruch, mit hohem Maß an Sicherheit und Flexibilität, mit ausgedehnter Lebensdauer und Anpassungsfähigkeit an diverse Veränderungen, wie z. B. nationale und internationale Richtlinien sowie bauseitige Veränderung bis zum Frühjahr 2014 entstehen. Die Hubschrauberlandefläche ist für den Rettungshubschraubereinsatz des Maschinetyps Eurocopter E 135 P2 ausgelegt, wie er derzeit von der Deutschen Luftrettung mit dem stationierten Rettungshubschrauber „Christoph 80“ eingesetzt wird. Durch die unmittelbare Nähe zum Truppenübungsplatz Vilseck-Grafenwöhr wird das Klinikum vereinzelt auch von der US-Army mit dem Hubschraubertyp Sikorsky UH 60 „Black Hawk“ angeflogen. Die Situation, der ausnahmsweisen Starts und Landungen des v. g. Hubschraubertyps der Army wurde durch die Traglasterhöhung und der größeren Löschwassermenge berücksichtigt. Die Endanflug- und Startfläche (FATO) die der Aufsetz- und Abhebefläche (TLOF) entspricht, misst 28,00 x 28,00 m und befindet sich aus Anfliegbarkeitsgründen auf 420,00 m üNN, ca. 7,00 m über den Dachfirsten der Gebäudeteile 4A und 4B. Das Landedeck ist mit einem umlaufenden Überrollschutz und einer Personenabsturzsicherung mittels Netz, die 2,00 m auskragt, auszustatten. Die Höchstbelastung ist auf 11 t ausgelegt. (Sonderlandung „Black Hawk“). Der Löschwasservorrat der Kategorie H2 beträgt 5000 l Wasser. Die Ausstoßrate der Schaumlösung, Schaum Mindestleistungsstufe B, über 2 funkgesteuerte Löschmonitore bzw. ein zusätzliches Mehrwerkstrahlrohr beträgt 500 l/min. (Sonderlandung „Black Hawk“). Durch den Tragwerksplaner wurde eine Stahlunterkonstruktion als Fachwerk-Tragsystem mit HE-B Auflagerprofil mit max. Spannweiten von 2,50 m und einem Gesamtgewicht von ca. 145 t vordimensioniert. Das Gesamte Stahltragsystem ruht auf insgesamt 7 Stahlstützen, 4 davon sind auf dem Gebäude 4A zu errichten, die anderen auf dem Gebäude 4B. Sie sind mittels gekammerter Neoprene vom Bauwerk zu entkoppeln. Innerhalb des weiteren Verfahrens werden auch eigene Vorschläge der Teilnehmer erwartet. Unterhalb des Landedecks ist ein Wartungssteg in den Fachwerksträgersystem zu integrieren. Das Deck als geschlossene Aluminiumfläche besteht aus 200 mm hohen rutschfesten Aluminiumhohlprofilen (R12) mit einem Gesamtgewicht von ca. 51 t. Die Hohlprofile werden mit Klemmplatten an dem Auflagerprofil befestigt. In das Deck ist eine Entwässerungsrinne mit Rinnenheizung einzuarbeiten.
Mit einer hydraulischen Flächenheizung wird die gesamte Landefläche schnee- und eisfrei gehalten. Auf das Landedeck sind in rutschfester Ausführung die gültigen Landeplatzmarkierungen und –kennzeichnungen zu bringen. Ebenfalls ist die nach den Richtlinien für Hubschrauberlandecks erforderliche Befeuerung zu bauen, die vom Überwachungsraum aus gesteuert wird. Im Zwischenhofbereich BA 4 A/B erfolgt die Löschwasserrückhaltung mit Kerosinabscheider und Anschluss an das Abwassersystem. Das Landedeck wird über eine Verbindungsbrücke an das Treppenhaus-/Aufzugsbauwerk im Bauabschnitt 4B angebunden. Die Nottreppe, als 2ter Fluchtweg führt in den Bauabschnitt 4A, in den weiteren Brandabschnitt. Vom Auftraggeber werden geeignete Bewerber ausgewählt von denen die uneingeschränkt funktionsfähige und den öffentlich-rechtlichen Vorschriften, insbesondere den bau- und luftrechtlichen Genehmigungen sowie den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechende Gesamtleistung erwartet wird:
— Gesamtes Tragsystem mit Deckprofilen und Personenabsturzsicherung einschl. Dimensionierung,
— Entwässerungsrinne,
— hydraulische Flächenheizung,
— Löschwasserversorgung,
— Wartungssteg einschl. Dimensionierung,
— Fluchttreppe einschl. Dimensionierung,
— Landeckbefeuerung mit Schaltschrank,
— Landeplatzmarkierung,
— Verbindungsbrücke zum Gebäude wie Landedeck.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-06-25. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-05-21.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-05-21 Auftragsbekanntmachung