Mobiler (teil-)anthropomorpher Roboter
Die Universität beabsichtigt im Rahmen eines bewilligten Großgeräteantrages, eine mobile,(teil-)anthropomorphe Service-Roboter-Plattform in einem für Forschungsszenarien genutzten Wohnapartment im Forschungsbau für interaktive intelligente Systeme (FBIIS) zu etablieren. Das FBIIS-Gebäude wird zur Zeit auf dem Hochschulcampus Nord neu gebaut. Die Roboter-Plattform soll für verschiedene Forschungsvorhaben innerhalb des Exzellenzclusters für kognitive Interaktionstechnologien (CITEC) und des Instituts für Kognition und Robotik (CoR-Lab) genutzt werden.
Der Service-Roboter soll im Apartment sowohl als vollwertiger Kommunikations- und Interaktionspartner (sozialer Begleiter mit Schwerpunkt auf natürlicher (non-)verbaler Kommunikation) als auch als funktionsfähiger Assistent (autonome mobile Manipulation in einer regulären Wohnung) auftreten. Im Rahmen der sozialen Interaktion soll auf der Basis der Plattform mit unterschiedlichen anthropomorphen Gestalt-Variationen (männlich/weiblich, kindlich/erwachsen, schmal/kräftig) gearbeitet werden. Hierfür ist die Entwicklung eines neuen anthropomorphen Roboter-Kopfes geplant (Eigenentwicklung nach dem Vorbild des Roboterkopfes 'Flobi'), der gestalterisch und technisch an den Torso der hier beschriebenen Roboter-Plattform anschließbar sein soll (vgl. Abschnitt 4). Der anthropomorphe Roboter-Kopf soll in Interaktionsexperimenten mit dem vorhandenen Sensorkopf des Roboters ausgetauscht werden können.
Die Roboter-Plattform muss voll funktionsfähig sein. D.h. die verfügbaren Sensoren (inklusive Sensor-Kopf), die Roboter-Arme, Roboter-Hände , der Roboter-Torso und die mobile Plattform sind voll integriert über ein einheitliches Steuerungsprotokoll verfügbar und über eine einheitliche Software-Schnittstelle ansprechbar und steuerbar.
Die Robustheit und Mobilität der Roboter-Plattform (inklusive der Roboter-Arme, der Roboter-Hände, des Roboter-Torsos, des Roboter-Sensorkopfes und der mobilen Basis) muss beim Einsatz in typischen Wohnumgebungen und in direkten Mensch-Roboter-Interaktionen jederzeit gewährleistet und autonom (d.h. kein Stromkabel, keine Haltekonstruktionen, keine externen Rechner, etc.) realisierbar sein. Die Sicherheit muss im Betrieb durch inhärent sichere Konstruktion und Design gewährleistet sein. Dies schließt ein, dass z.B. keine scharfen oder spitzen Kanten vorhanden sein dürfen, keine Kabel heraushängen und alles fest verankert ist.
Die Roboter-Plattform muss ein geschlossenes Design mitbringen, das eine anthropomorphe Darstellung von Körper-Gestik erlaubt und es ermöglicht, typische Manipulationen in Wohnumgebungen durchzuführen. Die Anforderungen, die sich aus der allgemeinen Leistungsfähigkeit und den geplanten Forschungsvorhaben
ergeben, sowie der Integrierbarkeit in die bestehende technische Infrastruktur, sind in der leistungsbeschreibung ausgeführt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-04-08.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-02-14.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2013-02-14
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Auftragsbekanntmachung
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2013-06-24
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Ergänzende Angaben
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