Modernisierung der Speicherinfrastruktur im Rechenzentrum I und II der Universität Bielefeld
Im Wege des Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb wird die Modernisierung der Speicherinfrastruktur des Rechenzentrums I und des Rechenzentrums II der Universität Bielefeld vergeben. Falls es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll ist, sollen bestehende Speichersysteme in die Lösung integriert werden. Daten auf den Altsystemen sind weitgehend unterbrechungsfrei zu migrieren. In einer zweiten Stufe soll die initiale Kapazität verdoppelt werden.
Im Jahr 2002 erfolgte die Umstellung auf ein neues zentrales Speicherkonzept, das die Basis für die Gestaltung von effizienten, an den Anforderungen der Hochschule ausgerichteten zentralen Diensten schuf. Beispiele hierfür sind:
— VMware-Infrastruktur (3x 4-Node -stretched- Cluster)
— Datenbankcluster (Oracle, MS-SQL)
— Fileservices (CIFS, NFS) für Fakultäten, Einrichtungen und andere Mandanten
— SAP
— Elektronisches kommentiertes Vorlesungsverzeichnis (eKVV)
— Mail- und Kalenderinfrastruktur (Oracle)
— Web-Präsenz und Content Management System (Roxen)
— Sharepoint (für Lehr- und Lernräume)
Die jetzt umzusetzende Modernisierung soll Funktionalitäten wie Deduplizierung, Komprimierung, Autotiering, Cacheing, virtuelle Fileserver und transparentes hierarchisches Management der File-Daten ermöglichen. Eine zeitgemäße Integration und Unterstützung der Virtualisierungsumgebung VMware muss gegeben sein. Durch
den Aufbau in 2 RZ-Standorten ist für die Primärdaten eine synchrone Spiegelung zu gewährleisten, ebenso wie ein transparenter Failover beim Ausfall eines Standortes.
Folgende Systeme sind zu ersetzen/betrachten (alle Kapazitätsangaben netto):
1. SAN-Speichersysteme: Ersatz der 2xIBM DS4800 und der 2xSUN/Oracle 6540-Systeme durch moderne Speichersysteme. Migrieren aller SAN-Ressourcen (E-Mail, Datenbanken, TSM, VMware etc., ca. 100TB gespiegelt) auf die neuen Speichersysteme. Dabei ist der weitreichende Einsatz einer SANVirtualisierungslösung ein erstrebenswertes Ziel. Soll-Kapazität ca. 130 TB
2. NAS: Konsolidierung der gewachsenen NetApp Fileserver-Lösung (v3040 Cluster 12TB, FAS3140 50TB, FAS3160 50TB). Aspekte wie transparentes HSM, Backup und Desaster Recovery sind zu betrachten. Soll-Kapazität ca. 220 TB
Folgende Systeme sind in das Konzept einzubinden:
SAN-Infrastruktur: Die Konnektivität der neuen Systeme wird durch 4xBrocade 48k Direktoren gewährleistet. Backup: Es steht eine TSM Infrastruktur mit LTO4 Laufwerken und 2xStoragetek L1400 Bandbibliotheken zur Verfügung.
Eine Singel-Vendor Lösung wäre wünschenswert, eine Trennung für die Bereiche SAN und NAS ist jedoch möglich.
Für alle genannten Bereiche ist ein sehr gutes integriertes Speicher-Management und -Reporting zu gewährleisten, so dass sich die Administratoren auf die Arbeiten -passgenaue Bereitstellung-, -Migration von Speicherplatz- und das Reporting/Forecasting der Entwicklung von Performance und Kapazitätsplanung konzentrieren können.
Die derzeitige Infrastruktur und alle weiteren Anforderungen werden in der Leistungsbeschreibung erläutert und denjenigen zur Verfügung gestellt, die nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs zur Abgabe eines ersten indikativen Angebots aufgefordert werden.
Zusätzlicher Hinweis:
Der Bedarf für die Speicherkapazität beträgt für das Jahr 2013 respektive 2014 insg. ca. 350 TB. In ca. 2,5 Jahren ist vorgesehen die Kapazität zu verdoppeln. Diese Verdoppelung soll ebenfalls durch das Unternehmen durchgeführt werden, welches nach Abschluss des Verhandlungsverfahrens den Zuschlag erhält. Die Verdoppelung der Kapazitäten ist Teil des Gesamtauftrags und folglich Teil der diesjährigen Beauftragung.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-09-30.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-08-22.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2013-08-22
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Auftragsbekanntmachung
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2013-09-18
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Ergänzende Angaben
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