Neubau Strafjustizzentrum in 80636 München, Leistung für Elektroplanung nach HOAI Teil 4, Abschnitt 2, §§ 53-56, stufenweise Vergabe der Leistungsphasen 2-4 und 5-8
Stufenweise Vergabe von Leistungen der Elektroplanung nach HOAI §§ 53 ff mit Erstellung der
Haushaltsunterlage-Bau (LP 2-4), Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe (LP 5-7), Bauüberwachung
(LP 8).
Der Freistaat Bayern beabsichtigt auf dem Grundstück Flnr. 472/187 und 472/337 mit einer Größe von ca.
3,1 ha am Leonrodplatz, Ecke Schwere-Reiter/Dachauerstraße und den Erschließungsstraßen Emma-Ihrer-
Straße und Anita-Augspurg-Allee im 9. Stadtbezirk Neuhausen/Nymphenburg, Gemarkung Schwabing
in innerstädtischer Lage, ca. 3 km nordwestlich der Stadtmitte den Neubau eines Strafjustizzentrums.
Im neuen Gebäude sollen die Strafgerichtsbarkeiten und die Staatsanwaltschaften zentral zusammengeführt
werden. Im Gebäude mit einer NF (1-6) von ca. 36.000 qm sollen neben den Sitzungssälen (ca. 5.600 qm) das
Amtsgericht, die Generalstaatsanwaltschaft, die Strafkammern des Landgerichts München I+ II, Strafsenate
des Oberlandesgerichts, die Staatsanwaltschaften München I+II, eine Bibliothek, Kantine, Cafeteria und eine
Tiefgarage mit ca. 380 Stellplätzen untergebracht werden. Zur Findung eines städtebaulich, architektonisch und
wirtschaftlich schlüssigen Konzeptes lobte der Freistaat im Dezember 2012 einen Realisierungswettbewerb
aus. Die Auftragsverhandlungen mit den Preisträgern sind abgeschlossen. Das Gebäude soll sowohl die hohen
sicherheitstechnischen Anforderungen eines Gerichtsgebäudes als auch die Anforderungen energieeffizienter
Bauweise maximal umsetzen (Passivhausbauweise).
Das Gebäude wird als geschlossene Bebauung mit Innenhöfen und großflächigen einheitlichen Fassaden,
teilweise vollverglast, ausgeführt. Die Dächer sind als Flachdächer geplant. Es soll in Massivbauweise, 5-6
geschossig, zum Leonrodplatz hin 7-geschossig errichtet werden. Das Gebäude erhält zwei Untergeschosse.
In den Untergeschossen befinden sich eine Tiefgarge, eine große Registratur und die erforderlichen
Technikflächen. Der Auftraggeber erwartet konstruktive Lösungsvorschläge, die die energieeffiziente Bauweise
maximal umsetzen und unter Einsatz von praxisbewährten Konstruktionen oder innovativen Techniken ein
wirtschaftlich und sparsames Gebäudekonzept unter Berücksichtigung der architektonischen Ansprüche
entwickelt wird. Der Bauherr legt größten Wert darauf, dass die Baumaßnahme im Kostenrahmen realisiert
wird. Zur Beschaffenheit des Grundstücks und evtl. vorhandenen Altlasten, des ehemaligen Kasernengeländes,
können derzeit keine detaillierten Aussagen getroffen werden. Nach ersten Baugrunduntersuchungen befindet
sich unter einer ca. 1 m gelagerten Auffüllung überwiegend mitteldicht gelagerter Kies. Das Grundwasser stellt
sich ca. 6,5 m unter der Geländeoberkante ein.
Die Justiz behält sich eine Sicherheitsüberprüfung und, abhängig vom Ergebnis, die Verweigerung des Zutritts
der überprüften Personen aus sicherheitsrelevanten Gründen vor.
Geplanter Ausführungszeitraum:
Ausführungsbeginn Vertragsleistung sofort nach Auftragserteilung, voraussichtlich Oktober 2013, Fertigstellung
voraussichtlich 2020.
Weitere Angaben siehe Teilnahmeunterlagen unter
http://www.stbam1.bayern.de/hochbau/aktuelles.php (unter
VOF-Verfahren).
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-10-09.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-08-30.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-08-30
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Auftragsbekanntmachung
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