Neubau Strafjustizzentrum in 80636 München, stufenweise Vergabe für bauphysikalische und energetische Beratungsleistung, thermische Bauphysik, Erstellen von Wärme-und Energieausweis, Mitwirkung bei der Passivhausplanung, Qualitätsicherung der PH-Planung und Nachweisberechnung nach PHPP; Optional: Mitwirkung und Qualitätssicherung bei Ausschreibung und Bauüberwachung, Bauklimatik und thermische Behaglichkeit, Nachhaltigkeitsbewertung,Wirtschaftlichkeitsberechung,Differenzdruckmessverfahren,Monitoring, ganzheitliche Lebenzyklusbetrachtung

Staatliches Bauamt München 1

Vergabe von Leistungen der thermischen Bauphysik nach Anlage 1 HOAI, bauphysikalische und energetische Beratungsleistung und Mitwirkung bei Planung, Ausschreibung und Bauausführung. Erstellen eines prüffähigen Wärmeschutznachweises, Nachweis sommerlicher Wärmeschutz,Erstellen eines Energieausweises. Überprüfen des Gebäudeentwurfs, Entwicklung eines Passivhauskonzeptes, Nachweisberechnung nach dem Passivhhaus-Projektierungspaket. Optional: Qualitätssicherung bei Ausführungsplanung und Bauausführung, Differenzdruckverfahen, Wirtschaftlichkeitsberechung, Monitoring, Bauklimatik und thermische Behaglichkeit durch energiesparende und nachhaltige Bauweise. Ganzheitliche Lebenszyklusbetrachtung des Gebäudes unter Beachtung der ökologischen Aspekte.
Der Freistaat Bayern beabsichtigt auf dem Grundstück Flnr. 472/187 und 472/337 mit einer Größe von ca. 3,1 ha am Leonrodplatz, Ecke Schwere-Reiter/Dachauerstraße und den Erschließungsstraßen Emma-Ihrer-Straße und Anita-Augspurg-Allee im 9. Stadtbezirk Neuhausen/Nymphenburg, Gemarkung Schwabing in innerstädtischer Lage, ca. 3 km nordwestlich der Stadtmitte den Neubau eines Strafjustizzentrums. Im neuen Gebäude sollen die Strafgerichtsbarkeiten und die Staatsanwaltschaften zentral zusammengeführt werden. Im Gebäude mit einer NF (1-6) von ca. 36.000 qm sollen neben den Sitzungssälen (ca. 5.600 qm) das Amtsgericht, die Generalstaatsanwaltschaft, die Strafkammern des Landgerichts München I+II, Strafsenate des Oberlandesgerichts, die Staatsanwaltschaften München I+II, eine Bibliothek, Kantine, Cafeteria und eine Tiefgarage mit ca. 380 Stellplätzen untergebracht werden. Zur Findung eines städtebaulich, architektonisch und wirtschaftlich schlüssigen Konzeptes lobte der Freistaat im Dezember 2012 einen Realisierungswettbewerb aus. Die Auftragsverhandlungen mit den Preisträgern sind abgeschlossen. Das Gebäude soll sowohl die hohen sicherheitstechnischen Anforderungen eines Gerichtsgebäudes als auch die Anforderungen energieeffizienter Bauweise maximal umsetzen (Passivhausbauweise).
Mit der Planung soll ein nachhaltiges Konzept mit zukunftfähigen Energiestandard umgesetzt werden. Im Sinne eines nachhaltig entwickelten Gebäudekonzeptes ist es notwendig nicht nur die Energieverbräuche absolut zu minimieren,sondern auch darauf zu achten, dass die verwendeten Materialien im hohen Maß wieder verwendbar sind.
Das Gebäude wird als geschlossene Bebauung mit Innenhöfen und großflächigen einheitlichen Fassaden, teilweise voll verglast, ausgeführt. Die Dächer sind als Flachdächer geplant. Es soll in Massivbauweise, 5-6geschossig, zum Leonrodplatz hin 7-geschossig errichtet werden. Das Gebäude erhält 2 Untergeschosse. In den Untergeschossen befinden sich eine Tiefgarage mit ca. 380 Stellplätzen, eine große Registratur und die erforderlichen Technikflächen.
Zur Beschaffung des Grundstücks und evtl. vorhandenen Altlasten, auf dem ehemaligen Kasernengelände, können derzeit keine detaillierten Aussagen getroffen werden. Nach ersten Baugrunduntersuchungen befindet sich unter einer ca. 1m gelagerten Auffüllung überwiegend mitteldicht gelagerter Kies. Das Grundwasser stellt sich in ca. 6,5 m unter der Geländeoberkante ein.
Der Auftraggeber erwartet ein Konzept für den Wärmeschutz, die Untersuchung von Optimierungsmöglichkeiten anhand von Varianten, das Mitwirken bei der Planung zur Begrenzung des Kühlbedarfs und zur Verringerung des Primärenergiebedarfs. Zudem ist die Erstellung eines Dichtigkeitskonzeptes, die Passivhausberechnung nach PHPP, die Mitarbeit bei der Erarbeitung von Details und Lösungsvorschlägen wie auch die Mitwirkung bei der Überwachung der Bauausführung zu erbingen, um die energieeffiziente Bauweise maximal umzusetzen. Des Weiteren wird die Entwicklung eines wirtschaftlichen und sparsamen Gebäudekonzepts, unter Einsatz von praxisbewährten Konstruktionen und/oder innovativen Techniken, unter Berücksichtigung der architektonischen Ansprüche erwartet.
Der Bauherr legt größten Wert darauf, dass die Baumaßnahme im Kostenrahmen realisiert wird.
Die Justiz behält sich eine Sicherheitsüberprüfung und, abhängig vom Ergebnis, die Verweigerung des Zutritts der überprüften Personen aus sicherheitsrelevanten Gründen vor.
Geplanter Ausführungszeitraum:
Ausführungsbeginn Vertragsleistung sofort nach Auftragserteilung, voraussichtlich Oktober 2013, Fertigstellung voraussichtlich Frühjahr 2020.
Weiter Angaben siehe Teilnahmeunterlagen unter http://www.stbam1.bayern.de/hochbau/aktuelles.php (unter VOF-Verfahren).

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-08-26. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-07-22.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-07-22 Auftragsbekanntmachung
2014-05-14 Bekanntmachung über vergebene Aufträge