Neugestaltung des Dom- und Marktplatzes Paderborn

Stadt Paderborn

Für die Neugestaltung des Dom- und Marktplatzes in Paderborn ist bereits ein Werkstattverfahren durchgeführt worden, das einen diskursiven Prozess ermöglichte, in dem möglichst viele unterschiedliche Interessenvertreter beteiligt waren. Neben den Fraktionen des Rates wurden Vertreter der Kirche, des Handels und des städtischen Kulturlebens eingebunden und zur konkreten Mitwirkung eingeladen.
Die Planung und Realisierung des Domplatzes ist im Rahmen der Prüfung des städtischen Haushaltes gesichert. Es wird davon ausgegangen, dass der Marktplatz als weitere Maßnahme bis zum Beginn der Angebotsphase beschlossen und ebenfalls realisiert werden kann.
Aufbauend auf den Ergebnissen des Werkstattverfahrens soll die weiterführende Planung einschließlich der Ausführungsplanung (Leistungsphasen 2-5) vergeben werden. Die Maßnahme beinhaltet Leistungen von Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern. Des Weiteren wird die Erarbeitung eines Beleuchtungskonzeptes abgefragt. Aufgrund der engen Verknüpfung der einzelnen Teilleistungen hat sich der Auftraggeber dazu entschlossen, die Maßnahme als Gesamtauftrag zu vergeben. Eine Bewerbung nur auf Teilleistungen nicht möglich.
Die Maßnahme beinhaltet folgende gestalterischen Belange:
— Gestaltung der Oberflächen inkl. Möblierung, Begrünung etc. für das gesamte Planungsgebiet;
— Gestaltung und Entwurf einer repräsentativen Treppenanlage unter Berücksichtigung von Nutzern mit Handicap;
— Verortungsvorschlag von Pavillons zwischen Dom und Gaukirche als Raumkante zum Markt;
— Gestaltung einer Aufenthaltsfläche im räumlichen Zusammenhang zu den Pavillons;
— Konzeption und Gestaltung einer Parkplatzfläche mit Erschließung (An- und Abfahrt);
— Konzeption und Gestaltung einer multifunktionalen Fläche vor dem Generalvikariat als Aufenthaltsfläche und Parkplatznutzung;
— Die Flächen müssen für Marktbeschicker befahrbar sein (Unterbau und Oberflächenbelag sind entsprechend zu berücksichtigen);
Die Maßnahme beinhaltet folgende technischen und funktionalen Belange:
— Planung der technischen Ausstattung auf der Grundlage und in Abstimmung des gestalterischen Entwurfs;
— Planung des konstruktiven Oberbaus in Abstimmung mit den Oberflächen je nach Nutzung und Belastung unter Beachtung der: RStO Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen; RASt Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen; RAS-EW Richtlinie für die Anlage von Straßen Entwässerung; RAS-LP Richtlinie für die Anlage von Straßen Landschaftsplanung; H BVA Hinweise barrierefreie Anlagen; DIN 18040 Barrierefreies Bauen Planungsgrundlagen öffentlicher Verkehrs- und Freiraum; DIN EN 13201 Beleuchtung Straßen, Wege, Plätze;
— Berücksichtigung der Denkmalbelange oberhalb und unterhalb des Geländes und in Verbindung mit dem Anspruch an barrierefreie Begehbarkeit und Zugänglichkeit.
Das Beleuchtungskonzept soll folgende Inhalte darlegen:
1. funktionale und zielführende Beleuchtung als „Grundversorgung” für Wege, Straßen und Plätze zur Orientierung und Sicherheit und für den Aufenthalt verschiedener Gruppen
2. gestalterische Beleuchtung für eine unverwechselbare Lichtatmosphäre insbesondere zu Nachtzeiten: atmosphärisches Licht zur Orientierung auf unverwechselbare Objekte und auf das besondere nächtliche Raumsystem der Stadt
3. einbeziehen des „privaten Lichts” (Werbung, Licht aus privaten Häusern und Grundstücken sowie Schaufenstern
4. integrieren von künstlerischer Lichtgestaltung jeglicher Art
5. berücksichtigen von Dunkelzonen / -zeiten als unerlässliches Gliederungselement öffentlicher Räume, öffentlicher Freiräume, nicht bebauter Zwischenräume und Grünanlagen
6. berücksichtigen von Besonderheiten – Hellweg, temporäre Geschehnisse, Veranstaltungen, Feste, etc.
Das Beleuchtungskonzept ist Grundlage der anschließenden Planung und soll in enger Zusammenarbeit mit der Stadt, anderen beteiligten Behörden und dem Energieversorger umgesetzt werden.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-06-10. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-05-08.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-05-08 Auftragsbekanntmachung
2013-10-10 Bekanntmachung über vergebene Aufträge