Notbrunnendatenbank

Beschaffungsamt des BMI

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nimmt die Aufsichtsfunktion zur Umsetzung des Wassersicherstellungsgesetzes (WasSG) wahr. Dazu werden derzeit etwa 5.200 leitungsunabhängige Einzelbrunnen (Bundesnotbrunnen) betrieben, die im Katastrophenfall eine Sicherstellung der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung gewährleisten.
Die Dokumentation der Bundesnotbrunnen erfolgt derzeit über 16 Excel-Tabellen (eine Tabelle pro Bundesland) und beschreibt alle für einen Bundesnotbrunnen wichtigen Eigenschaften (Ort, Ansprechpartner, Ergebnisse von Wasseranalysen, etc.). Die bestehenden Tabellen werden dezentral gepflegt und zentral verwaltet. Dieser Arbeitsablauf soll durch eine moderne, web-basierte Anwendung unter Nutzung von Geo-Informationstechnologie abgelöst werden.
Das ausgeschriebene System soll in Form einer zentralen Datenbank umgesetzt werden, die über webbasierte Formulare dezentral durch die Betreiber der Bundesnotbrunnen gepflegt wird. Die grundlegenden Funktionen des Systems umfassen die Datenerfassung, die Datenpflege sowie die einfache Datenanalyse über graphische Benutzeroberflächen.
Das zu Grunde liegende Datenmodell umfasst circa 100 Attribute. Dabei ist neben der Dateneingabe vor allem eine einfache Visualisierung von Brunnenstandorten auf einer Karte umzusetzen. Die Nutzeranzahl liegt derzeit bei ca. 250 Personen, soll aber mittelfristig bis zu 500 Personen den Zugang ermöglichen. Das ausgeschriebene System muss initial mit einem Datenbestand gefüllt werden, der aus verschiedenen Dateien (Word, PDF, JPG, etc.) besteht. Der Umfang des Altdatenbestandes liegt bei ca. 1.500 Dateien. Neben der Übertragung dieser Dateien in die neue Anwendung ist für ca. 50% der vorhandenen Brunnenstandorte keine Georeferenzierung in Form von Koordinaten vorhanden. Diese Daten müssen entsprechend geocodiert werden.
Die Bedienung des Systems muss sehr einfach gestaltet werden, da die Hauptbenutzergruppe eine geringe IT-Affinität aufweist. Insbesondere sind Vorkehrungen zu treffen, um Fehleingaben der Daten zu minimieren. Dabei ist eine Installation von Software auf den Systemen der Endanwender nicht vorgesehen, das ausgeschriebene System soll vollständig über einen Browser bedienbar sein.
Die Anwendung ist dem Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe zuzuordnen, es besteht jedoch keine Notwendigkeit eines Hochverfügbarkeitssystems, da die Anwendung ausschließlich zu Dokumentations- und Analysezwecken betrieben werden soll.
Der Betrieb der Software wird durch die Auftraggeberin in einem Dienstleistungszentrum (DLZ-IT) des Bundes durchgeführt.
Neben der Softwareentwicklung sind Dokumentationen für die Systembetreiber sowie eine Online-Hilfe für die Nutzer zu erstellen. Die genaue Ausgestaltung des Systems wird zunächst in einer Feinkonzeptionsphase mit der Auftraggeberin abgestimmt, die Systemimplementierung erfolgt ebenfalls in enger Abstimmung mit der Auftraggeberin. Eine Einführungsschulung für die Betreiber ist ebenfalls vorgesehen. Das Projekt wird nach V-Modell XT durchgeführt, Projektstandort ist Bonn.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-05-06. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-03-27.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-03-27 Auftragsbekanntmachung
2013-04-17 Ergänzende Angaben
2014-12-02 Bekanntmachung über vergebene Aufträge