Objektplanung für den Neubau des Brand- und Katastrophenschutzzentrums in Trier Ehrang
Die Stadt Trier beabsichtigt, im Stadtteil Ehrang eine Nebenfeuerwache mit Schulungsräumen zu errichten. Das Gebäude hat unterschiedliche Funktionsbereiche, die in ihren Abhängigkeiten voneinander strukturiert werden müssen, sowie komplexe technische Belange. Hierzu sucht die Stadt Trier als Auftraggeber einen leistungsfähigen Partner, der in der Lage ist, dieses Vorhaben zuverlässig in Bezug auf den hohen Zeitdruck und die erforderliche Kostensicherheit umzusetzen und die örtliche Bauüberwachung zu leisten.
Bei dieser Feuerwache handelt es sich um eine Staffelwache, die darüber hinaus einen Ausbildungsbereich, Funktionen der Hauptwache und Redundanz zur Integrierten Leitstelle aufnimmt. Daneben soll ein weiteres Gebäude (Containerhalle) zur Vorhaltung der erforderlichen Abrollbehälter realisiert werden.
Das Projekt wird durch das Land Rheinland-Pfalz gefördert. Zur Erarbeitung des Zuschussantrages wurde durch den Auftraggeber eine Planung erstellt und in Abstimmung mit dem Zuschussgeber optimiert. Diese Planung ist Grundlage des Förderbescheids und deshalb als Leitplanung ("Regelentwurf") dem Entwurf des Auftragnehmers zugrunde zu legen.
Die Planzeichnungen aller Geschosse stehen mit den Unterlagen der Auftragsbekanntmachung auf der unter I.1) angegebenen Internetseite zum download bereit.
Im Rahmen des Vergabeverfahrens werden die 3 zur Verhandlung ausgewählten Bewerber mit der Ausarbeitung eines Vorentwurfs auf Grundlage des Regelentwurfs beauftragt. Eine präzise Aufgabenstellung hierzu wird mit Einladung zum Verhandlungsgespräch versendet. Die Honorierung für die Beauftragten Bewerber beträgt 20.000,00 EUR zuzügl. MWSt.
Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 6 Wochen.
Die Entwürfe werden anonym eingereicht und in einer nichtöffentlichen Jurysitzung bewertet. Nach Abschluss der Jurierung findet das Verhandlungsverfahren statt.
Der im Rahmen dieses konkurrierenden Verfahren erreichte Rang geht als ein Zuschlagskriterium in das Verhandlungsverfahren ein (siehe IV.2.1)).
Die Mehrfachbeauftragung wird in Anlehnung an die Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2008 in der Fassung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vom 12.9.2008 durchgeführt.
Die Inhalte des Regelentwurfs sind verbindliche Planungsgrundlage. Folgende Randbedingungen sind u.a. zwingend einzuhalten: Die mit dem Fördergeber abgestimmte Größe der Verkehrsfläche (Erschließung), die gesetzlich einzuhaltenden Normen wie DIN 14090,14092,14093, etc., die vorgegebenen Funktionszusammenhänge und Funktionserfordernisse.
Die Grundrisse können nur unter folgenden Randbedingungen verändert werden
Die funktionalen Raumzuordnungen und Anforderungen bleiben gewahrt; die im Raumprogramm angegebenen Raumgrößen werden nicht überschritten; die Festsetzungen des Bebauungsplans sind gewahrt; die Anforderungen an den Flächenbedarf innerhalb der Freiflächen sind erfüllt.
Die gesetzlichen Anforderungen an das Bauen im Überschwemmgebiet sind einzuhalten.
Die Entwurfsaufgabe beinhaltet die Überprüfung des Regelgrundrisses, gffs. weitere Optimierung, mit Entwicklung der Ansichten und die Festlegung zu Konstruktion und Material.
Insofern sind die in den Vergabeunterlagen bereitgestellten Pläne zu Ansichten und Schnitten nur informativ zu verstehen.
Folgende Kriterien sind Grundlage der Beurteilung der Entwurfsarbeiten, die Reihenfolge stellt keine Gewichtung dar:
Entwurfsidee / Konzept; räumliche und funktionale Organisation des Gebäudes; Umsetzung der zwingend vorgegebenen Funktionsbezüge; Erfüllung des Raumprogramms und Einhaltung der Flächenobergrenzen; Wirtschaftlichkeit in Erstellung und Betrieb (Nachhaltigkeit); Konstruktion und Material; Maßnahmen zum Hochwasserschutz.
Der Auslober ist sich bewusst, dass die Festlegungen dieser Planung als Grundlage sehr weitreichend sind. Dennoch setzt er bewusst dieses qualitätssteigerndes Vergabeverfahren ein, um auf Basis der Grund- und Aufrissstruktur und den vorgegebenen Kostenrahmen ein in Bezug auf Konstruktion, Materialeinsatz und Gestaltung optimiertes Gebäude zu erhalten.
Der geplante Gebäudekomplex setzt sich zusammen aus einem Ausbildungskopfbau (3-geschossig) mit Übungshalle und Übungsturm und einem Gebäuderiegel (3-geschossig) mit Funktionen der Wachabteilung und Ausbildung, mit angebundener, vorgelagerter, nicht überbauter Wagenhalle, die auch die Kfz-Werkstatt, Waschhalle und Allg. Werkstatt beinhaltet. Das Gebäude ist so orientiert, das die Verbindung zum Übungshof und Ausfahrtshof gegeben ist. Die Containerhalle ist im hinteren Grundstücksteil vorgesehen.
Insgesamt umfasst das Raumprogramm ca. 2.800 m² Nutzfläche im BKSZ-Gebäude für Ausbildung und Wachbereich, und ca. 900 m² Nutzfläche in der Containerhalle. Die Räume und Raumzuordnungen sind im Einzelnen den Planzeichnungen in den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-25.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-17.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-06-17
|
Auftragsbekanntmachung
|
2013-06-20
|
Ergänzende Angaben
|
2013-06-28
|
Ergänzende Angaben
|
2014-04-07
|
Bekanntmachung über vergebene Aufträge
|