Objektplanung Gebäude zum Projekt Reaktivierung der ehemaligen 55. Mittelschule Ratzelstr. 26, 04207 Leipzig

Stadt Leipzig

Historie:
Das Schulgebäude der ehemaligen 55. Mittelschule wurde unter Federführung des Architekten Hubert Ritter errichtet und 1929 eingeweiht. Als Besonderheit gilt die Architektur im Bauhaus-Stil, die unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Das Schulgebäude besitzt 3 Geschosse incl. 2 integrierter Turnhallen sowie Kellergeschoss und Dachboden. Die BGF des Bestandsgebäude beträgt ca. 8 400 m², das Grundstück ist ca. 12 000 m² groß.
Der Standort der ehemaligen 55. Schule wurde bis 2008 als 2,5 zügige Mittelschule genutzt. Nach ca. 2-jährigem Leerstand war das Schulgebäude bis zum Herbst 2012 Interimsstandort für das Kant- Gymnasium.
Resultierend aus dem Alter und dem längerem Leerstand besteht ein umfangreicher Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarf. In den letzten Jahren konnten nur punktuell werterhaltende Maßnahmen wie z. B. die Erneuerung der Dacheindeckung der Sporthallen, die das Auftreten größerer Schäden verhinderten, realisiert werden. Das Kellergeschoss weist aufgrund mangelhafter bis nicht vorhandener Abdichtung bereits starke Feuchteschäden auf.
Baumaßnahme:
Ziel der Baumaßnahme ist die Komplexsanierung der ehemaligen 55. Mittelschule und die Reaktivierung zu einer 3,5 zügigen Oberschule mit ca. 588 Schülern und 21 allgemeinen Unterrichtsräumen sowie die Auslegung der Sanitärbereiche und des Brandschutz/Fluchtwege für eine zukünftige 4-zügigkeit mit max. 672 Schülern, zuzüglich Lehrerbelegschaft.
Das Untergeschoss soll in Teilbereichen, vorzugsweise der hochwertigere Ostflügel, zur Umsetzung des Raumprogramms mit hinzu gezogen werden und muss dementsprechend saniert werden.
Es müssen mindestens 2 hochwertige Aufenthaltsräume geschaffen werden.
Für die Barrierefreiheit muss mind. ein Aufzug neu eingebaut werden, zur Sicherung der Fluchtwege werden voraussichtlich zwei neue Außenfluchttreppen angebaut werden.
Sporthallen:
Die ehemaligen Turnhallen incl. Bühne und Galerie sollen für die Umsetzung des vorgegebenen Raumprogramms umgenutzt werden. Aufgrund der besonderen Raumstruktur und Ausstattung mit Holzverkleidung und freitragender Binderkonstruktion erfordert die Umnutzung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes einen Lösungsansatz mit hoher architektonischer Qualität.
Ein Neubau einer 2-Feldsporthalle auf dem Schulgelände wird nach Abschluss der Baumaßnahme in einem 2. Bauabschnitt geplant und ist nicht Bestandteil der Aufgabe.
Zunächst erfolgt das Herrichten eines Teilbereiches Außenfläche zur Gewährleistung der erforderlichen Pausenfläche und Anlegen eines multifunktionellen Spielfeldes.
Umfang Sanierung:
Das Schulgebäude und die ehemaligen Turnhallen sind denkmalgerecht und energetisch zu sanieren. Eine besondere Beachtung gilt dem vorbeugendem baulichen Brandschutz. Für die zukünftige Nutzung ist das Gebäude nach einem vorgegebenen Raumprogramm umzubauen und barrierefrei zu gestalten.
Eine Machbarkeitsstudie zur Überprüfung des geforderten Raumprogramms, die amtsintern erstellt wurde, liegt bereits vor und kann zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt werden.
Auftrag:
Die Gesamtbaukosten (KG 200-700) für die Baumaßnahme betragen ca. 8,7 Mio. EUR brutto. Der Realisierungszeitraum erstreckt sich von 2.2014 bis 9.2017. Die Schule soll zum Schuljahr Sommer 2017 in Betrieb gehen.
Nach Abschluss des VOF-Verfahrens ist geplant, die Leistungen gemäß HOAI § 34 LP2-LP9 Gebäudeplanung stufenweise zu vergeben. Zuerst wird die LP2-3 beauftragt.
Die Leistungsphase 3 muss mit Einreichen des Fördermittelantrages bis zum 31.8.2014 fertiggestellt sein.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-11-11. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-10-11.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-10-11 Auftragsbekanntmachung
2014-03-24 Bekanntmachung über vergebene Aufträge