Objektplanungsleistungen für die Sanierung des Hans-Busch-Instituts HBI der TU Darmstadt - Erster Sanierungsabschnitt Hörsäle

Technische Universität Darmstadt

Die TU Darmstadt plant die Generalsanierung des Hans-Busch-Institut (HBI) mit einer Gesamt BGF von 8000 m².
Das Institut steht umgeben von weiteren Institutsgebäuden und Überresten historischer Bebauung in der Merckstraße Ecke Landgraf-Georg-Straße in Nord-Süd und Ost-West-Ausrichtung. Es wurde nach dem Begründer des Fernmeldetechnischen Instituts, Dr. Hans Busch, benannt und ist Teil eines von Professor Ernst Neufert und seinem Büro Sozius Wolfgang Rösel entworfenen Gebäudeensembles. Die Planung des Institutsgebäudes hat in den1960 er Jahren begonnen. Der letzte Bauabschnitt wurde 1973 fertiggestellt. Das gesamte Gebäudeensemble steht auf der Liste des Landesdenkmalamtes. Bei der Inbetriebnahme des Gebäudes in den 1960-1970er Jahren wurden hier die Institute für Nachrichtentechnik, Hochfrequenztechnik, Nachrichtenverarbeitung, elektromechanische Konstruktionen, elektrische Energieversorgung sowie ein Rechenzentrum untergebracht.
Das Hans-Busch-Institut verfügt über Hörsäle, Seminarräume und Lernzentren. Außerdem haben verschiedene Fachbereiche Ihren Sitz hier. Die Nutzerstruktur und der Nutzerbedarf sind vielschichtig und heterogen. Die Sanierungsflächen liegen darüber hinaus inmitten der Haupterschließung des Gebäudes.
Grundlage für die Objektplanung ist ein für das Gesamtgebäude vorhandenes und baurechtlich abgestimmtes Brandschutzkonzept sowie eine mit dem Bauaufsichtsamt abgestimmte Genehmigungsplanung. Einige kleine Teilbereich hieraus sind bzw. werden derzeit bereits umgesetzt.
Im Zuge der stark steigenden Studierendenzahlen, der zusätzlichen Anforderungen durch die G8 Jahrgänge sowie die Aussetzung der Wehrpflicht ist eine Verbesserung der Lernsituation an der TU Darmstadt erforderlich. Aus diesem Grund plant die TU Darmstadt den ersten, groß angelegten Sanierungsabschnitt mit der Sanierung der Hörsäle des Hans-Busch-Institutes (Gebäude S3|06).
Der erste Bauabschnitt umfasst im Rahmen der langfristig ausgelegten Generalsanierung die Sanierung der 3 Hörsäle, deren andienende Räume (Technik, WC-Anlagen), den vorgelagerten Flucht- und Rettungsweg (2-geschossiges Foyer) und die energetische Sanierung der Dachfläche oberhalb der Hörsäle mit ca. 730 m². Die Struktur der Räume (Raumaufteilung) soll unverändert bleiben. Die Hörsäle staffeln sich in der Größe wie folgt: Saal 1: 286 Sitzplätze (266,5 m²), Saal 2: 103 Sitzplätze (122,5 m²), Saal 3: 81 Sitzplätze ( 102 m²).
Die gesamte BGF für den zu sanierenden Bereich des ersten Bauabschnittes beträgt ca. 1.500 m². Die Sanierung der Hörsäle wird bei laufendem Institutsbetrieb durchgeführt.
Der Objektplanervertrag umfasst Leistungen der Objektplanung Gebäude für die LP 2-3 und 5-9 und gegebenenfalls Teile der Leistungsphase 4 gem. §33 HOAI 2009 unter besonderer Berücksichtigung der brandschutztechnischen Erfordernisse in der Versammlungsstätte.
Optional behält sich der Auftraggeber vor, die Objektplanungsleistung der Leistungsphasen 2-3 und 5-9 und gegebenenfalls Teile der Leistungsphase 4 auch für weitere Bauabschnitte an den späteren Auftragnehmer zu vergeben.
Besonderen Wert legt der Auftraggeber im weiteren Verfahren darauf, dass das vorgesehene Projektteam/der vorgesehene Projektleiter des Auftragnehmers Kompetenzen bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden aus der Stilepoche "Neue Sachlichkeit" oder der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und bei Vorhaben mit komplexen Nutzerstrukturen hat.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-05-29. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-04-26.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-04-26 Auftragsbekanntmachung