Planung der Oberflächenabdichtung der Hausmülldeponie des AZV
Der Abfallwirtschafts-Zweckverband Landkreis Hersfeld-Rotenburg (AZV) ist Pächter eines Grundstücks der Hessen-Forst und betreibt hierauf im Rahmen eines Entsorgungszentrums eine Hausmülldeponie der Deponieklasse II. Der ältere Teil der Hausmülldeponie (Bauabschnitte 1 und 2 alt) soll mit einer endgültigen Oberflächenabdichtung versehen werden. Dieser Deponieabschnitt ist mit einer ca. 1 m mächtigen Zwischenabdichtung versehen, die abzutragen und später als Rekultivierungsschicht zu verwenden ist. Der abzudichtende Deponieabschnitt hat eine Fläche von ca. 8 ha. Eine Untergrundabdichtung nach heutigem Stand der Technik ist nicht vorhanden. Der Abschnitt ist mit einer Gasfassung versehen und wird zum großen Teil aktiv entgast. Berechnungen und Messungen haben ein noch nicht ausgeschöpftes Gaspotential in größerem Umfang ergeben, das allerdings nicht erschlossen werden soll. Die genehmigte Deponieplanung aus dem Jahr 1991 beruht auf einem Endvolumen von ca. 4 Millionen Kubikmeter Abfall auf der gesamten Fläche. Die Kubatur der zur Abdichtung vorgesehenen Teilfläche ist auf diesen Ausbauzustand hin ausgelegt. Nach heutigem Abfallaufkommen werden die 4 Millionen Kubikmeter nicht in vollem Umfang benötigt. Das Volumen des derzeitigen Ausbaustandes wird mit Mengen zwischen 10.000 und 25.000 Kubikmetern pro anno genutzt. Die zu erstellende Oberflächenabdichtung der Teilbereiche I und II alt soll an eine Zwischenabdichtung im oberen (nördlichen) Bereich der Deponie zu den neueren Abschnitten anschließen. Diese Verbindung ist zu planen und später herzustellen. Bei der Erstellung der Oberflächenabdichtung ist insbesondere die Ableitung des Oberflächenwassers am östlichen Deponierand zu beachten. Das Oberflächenwasser der Deponie ist getrennt vom Oberflächenwasser der angrenzenden Flächen zu fassen. Der Genehmigungsbescheid sieht eine Oberflächenabdichtung als Kombination von Kunststoffdichtungsbahn und mineralischer Dichtungsbahn vor. Das zu beauftragende Planungsbüro soll ggf. wirtschaftlich tragfähige, genehmigungsfähige Alternativen hierzu entwickeln. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei Abweichungen von der ursprünglichen genehmigten Oberflächenabdichtung eine Änderungsgenehmigung erforderlich wird.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-02-11.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-01-10.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-01-10
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Auftragsbekanntmachung
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2013-06-24
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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