Planung der Öffentlichen Flächen im Umfeld Theater, Planetarium, CongressPark und Schulhofflächen Neue Schule Wolfsburg

Stadt Wolfsburg – Ausschreibungsstelle

Mit der Gründung und Entwicklung der „Neuen Schule Wolfsburg“ ergibt sich am Fuße des Klieversberg die Chance, aus dem sowohl inhaltlichen wie auch räumlichen Verbund sämtlicher Kultur- und Bildungseinrichtungen einen „Bildungscampus“ zu etablieren.
Der Freiraum vernetzt sowohl Stadt und Bildungscampus als auch die einzelnen Standorte selber. Durch eine großzügige Strukturierung entstehen vielfältige Außenräume als Topografische Bänder, Wege, Plätze und Lernfelder, die als öffentlicher Raum das Prinzip der Kooperation und Integration verfolgen. Hierzu ist neben der räumlichen und gestalterischen Optimierung des Areals vor allem die Verbesserung der Anbindung und des Wegesystems unbedingte Voraussetzung.
Orientiert an den Geländehöhen dienen die „Topografischen Bänder“ als längs gerichtete interne Hauptverbindungsstränge in Form von multicodierten Weg-Platz-Flächen. Gemeinsam mit den quer dazu verlaufenden Campuswegen bilden sie ein gut ablesbares Wegesystem und durch die Akzentuierung der Übergänge verknüpfen sie den Klieversberg mit der Stadt.
Die „Lern-Felder“ sind flexibel durch die Kultur- und Bildungseinrichtungen nutzbare und thematisch besetzbare Flächen, welche gleichzeitig als „Schaufenster“ des Bildungscampus im Freiraum dienen.
Im Rahmen des Gesamtprojektes Bildungscampus am Klieversberg sollen in diesem ersten Bauabschnitt öffentliche Grünflächen auf der Grundlage des vom Büro bgmr aus Berlin erarbeiteten Freiraumkonzepts für die spätere Umsetzung entworfen und die Kosten für die Realisierung berechnet werden. Die in diesem Freiraumkonzept enthaltene Wegeführung nördlich und südlich des Theaters entspricht noch nicht den denkmalpflegerischen Kriterien. Sie ist daher lediglich als „Platzhalter“ zu verstehen.
1. Öffentliche Flächen im Umfeld Theater und barrierefreier Campusweg.
Bei dem Theatergebäude, vom Architekten Hans Scharoun Anfang der 1970er Jahre geplant und gebaut, handelt es sich um ein Einzelbaudenkmal gemäß § 3 Abs. 2 Niedersächsisches Denkmalschutzgesetz,, welches ab Mitte 2014 kernsaniert und mit zusätzlichen Nebeneinrichtungen versehen wird. Dementsprechend ist bei der Planung der Freiräume im Umfeld des Theaters dem Erfordernis der barrierefreien Erschließung ebenso, wie dem Denkmalschutz gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang wird auf die ursprüngliche Freiraumplanung Scharouns hingewiesen.
Dieser erste Abschnitt der „Topografischen Bänder“ verläuft auf der Stadtseite des Theaters, vom Haupteingang bis zur Zufahrt zum Bühneneingang und reicht bis an das Gebäude bzw. die vorgelagerten Treppen- und Terrassenanlagen heran. Die Bepflanzung beiderseits der Zufahrt zum Bühneneingang soll ebenfalls überarbeitet werden. (ca. 8 400 qm). Planungsinhalt ist in diesem Zusammenhang ein barrierefrei und denkmalverträglich zu gestaltender Campusweg (Fuß-/Radweg) vom Wegeknotenpunkt östlich des Planetariums über den Haupteingangsbereich des Theaters zum Klieversberg (s. Anlage „Planungsbereiche“). Die Funktionen Fußweg und Radweg sind im Eingangsbereich des Theaters voneinander zu trennen. (ca. 2 250 qm).
Die Beleuchtung in diesem Bereich ist auf der Basis eines bestehenden Beleuchtungskonzepts für den Bildungscampus und in Abstimmung mit der Gebäudeplanung, der Lichtplanung und unter Berücksichtigung der Vorgaben aus dem Bereich des Denkmalschutzes zu integrieren.
Auf dem Hanggelände am Klieversberg ist mit drückendem Hang- und Schichtenwasser zu rechnen.
2. Öffentliche Flächen im Umfeld Planetarium und CongressPark sowie Schulhofflächen im Süden der Neuen Schule Wolfsburg.
Beim zweiten Abschnitt der Topografischen Bänder, vom Wegeknotenpunkt östlich des Planetariums bis zum Parkplatz vor dem CongressPark, (s. Anlage „Planungsbereiche“) handelt es sich um einen Teil des zentralen Bandes, das die öffentliche Haupt-Fuß- und Radwegeerschließung des Bildungscampus darstellt (ca. 8 000 qm).
Im Hinblick auf die Errichtung eines neuen Bildungshauses (VHS, Stadtbibliothek, Sekundarstufe II der Neuen Schule Wolfsburg und Medienzentrum) in absehbarer Zukunft, wird die gestalterische Ordnung der vielfältigen Wege- und Platzsituationen in diesem Bereich notwendig. Zu integrieren sind hierbei die Wegebeziehungen des Planetariums und des Gebäudes des CongressParks auf dessen Nord-Ost-Seite.
Unmittelbar oberhalb dieses Wegeabschnitts befinden sich die südlichen Schulhofflächen der Neuen Schule Wolfsburg, welche in diesem Zusammenhang ebenfalls neu gestaltet werden sollen (ca. 3 700 qm). Diese Schulhofflächen können, im Unterschied zu den nördlich und westlich der Gebäude gelegenen Schulflächen, bei denen Beläge im Vordergrund stehen, einen vegetationsbetonten Schwerpunkt erhalten.
Die genannten Schulhofbereiche sollen vorwiegend Schülern der Primarstufe und Sekundarstufe I zur Verfügung gestellt werden.
Mit diesen Maßnahmen wird beabsichtigt, die öffentlichen Flächen im Umfeld des Theaters im Sinne des Freiraumkonzeptes, unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte, zu entwickeln, die Hauptwegeverbindung in West-Ost-Richtung zu gestalten und zu stärken sowie die Anbindung der Innenstadt an den zukünftigen Bildungscampus und den Klieversberg zu verbessern.
Das Vergabeverfahren ist zweistufig. Zunächst erfolgt ein Bewerbungs-/Auswahlverfahren nach den in der Veröffentlichung und den Teilnahme-/Wettbewerbsunterlagen festgelegten Eignungskriterien (1. Stufe „Teilnahmewettbewerb”). Danach werden in der 2. Stufe alle ausgewählten Bewerber, max. 5, zur Angebotsabgabe (Erarbeitung von Konzeptskizzen, parallele Direktbeauftragung nach § 20(3) VOF mit Honorierung) aufgefordert und schriftlich zu den Verhandlungsgesprächen eingeladen. Die Bewertung erfolgt nach den in der Einladung genannten Zuschlagskriterien. Der Auftraggeber behält sich mehrere Verhandlungsrunden vor.
Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Beauftragt werden sollen die Arbeiten von der Vorplanung bis einschließlich der Objektüberwachung (LPH 2-8 § 39 HOAI 2013).
In einem ersten Schritt werden, vorbehaltlich der Zustimmung des Rats der Stadt Wolfsburg im 9.2013, die Leistungsphasen 2 und 3 für eine Gesamtbetrachtung beider Abschnitte beauftragt. Die Grundlagenermittlung (LPH 1) wird aufgrund der vorliegenden und für den Bewerber bzw. Bieter einzusehenden Rahmenplanung nicht beauftragt.
In einem zweiten Schritt werden die Leistungsphasen 4-8 separat für beide Abschnitte zu beauftragen sein. Hierfür gibt es derzeit keine politischen Beschlüsse, da diese von den Planungsergebnissen des ersten Schrittes abhängig sind. Insofern stehen diese Aufträge unter dem Vorbehalt der Zustimmung der politischen Gremien, ein Rechtsanspruch für teilnehmende Bieter auf Beauftragung dieser Leistungen oder Ersatz von Angebotskosten/Kosten der Teilnahme am Verfahren besteht deshalb nicht.
Ausführungszeitraum: Beginn: 1.2014, Ende: 12.2015

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-10-01. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-08-29.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-08-29 Auftragsbekanntmachung
2014-04-07 Bekanntmachung über vergebene Aufträge