Projekt: Neue Schule Wolfsburg - Neubau zur Erweiterung der Sekundarstufe I; Auftrag: Objektplanungsleistungen Lph 5-9 gemäß HOAI 2009 § 33

Stadt Wolfsburg

Siehe Ziff. II.1.1 sowie:
Die Stadt Wolfsburg beabsichtigt am Standort der ehemaligen Herrmann-Löns-Schule in der Heinrich-Heine-Straße 36 einen Neubau zur Erweiterung für die Sekundarstufe I der Neuen Schule Wolfsburg zu errichten. Das Bestandsgebäude besteht aus drei kammartig angeordneten Bestandsflügeln (A, B und C) aus den 1950er Jahren, welche über einen Verbindungsflur verbunden werden. Die Neue Schule Wolfsburg nutzt seit ihrer Eröffnung 2009 den Trakt C für den Primarbereich, der 2010 um einen kleinen Anbau in Verlängerung des Verbindungsgangs im Westen erweitert wurde. Außerdem wurden 2011 für die Sekundarstufe I bereits die Trakte A und B im Inneren umgebaut.
Die Sekundarstufe I ist für den 4-zügigen Schulzweig der Neuen Schule ausgelegt. Der Neubau wird die allgemeinen Unterrichtsräume der Jahrgänge 7 bis 10, Fachräume für Natur/Technik/Kunst/Musik, Bereiche für Schulleitung/Lehrer/Verwaltung sowie den neuen Hauptversammlungs- und Veranstaltungsort der Schule, den zentralen Raum der „Gemeinsamen Mitte“ aufnehmen. Das pädagogische Konzept der Neuen Schule sieht u.a. fächer- und jahrgangsübergreifende Lehre, Interaktion zwischen den einzelnen Funktionsbereichen, Vernetzung mit den umliegenden Bildungs- und Kultureinrichtungen vor.
Der geplante Neubau für die Sekundarstufe I soll auf dem heutigen Parkplatz direkt an der Heinrich-Heine-Straße im Norden errichtet und über den Verbindungsflur mit dem Bestand verbunden werden. Er orientiert sich in Geschossigkeit (2 Geschosse plus UG) und Höhe an den straßenraumprägenden, denkmalgeschützten Wohngebäuden an der Heinrich-Heine-Straße und an den Bestandsgebäuden der Schule. Im Untergeschoss (unter dem derzeitigen Grundwasserstand) sind Werkhöfe vorgesehen. Das Gebäude ist in Massivbauweise als Stahlbetonkonstruktion geplant. Die Fassadenkonzeption orientiert sich an den unterschiedlichen Nutzungen, im Unter- und Erdgeschoss ist eine Pfosten-Riegel-Konstruktion, im Obergeschoss eine Lochfassade vorgesehen. Folgender Energiestandard wird verbindlich: EnEV 2009 minus 30 %. Die bestehenden Raumstrukturen des Bestandes sollen im Wesentlichen beibehalten werden, Eingriffe in die Tragstruktur sind nur in geringem Umfang durch die Anbindung des Neubaus an den bestehenden Ver-bindungsflur und durch den Rückbau des Eingangsbaus erforderlich.
Die vom Trägerverein Neue Schule e.V. beauftragte Planung befindet sich in der Genehmigungsplanung (LPh 4 HOAI §33) und wird mit erteilter Baugenehmigung (voraussichtlich Ende 3.013) abgeschlossen. Die Stadt Wolfsburg beabsichtigt diese Planung zu realisieren.
Die geplante Baumaßnahme zeichnet sich zusammenfassend wie folgt aus: 1. Gebäudetyp: Schulgebäude; 2. Art der Baumaßnahme: überwiegend Neubau; 3. Größenordnung: rd. 7 500 m² BGF (davon ca. 430 m² BGF Umbau/Rückbau im Bestand). Geschätzte Baukosten nach DIN 276 Neu: Kostengruppe 300 ca. 9 000 000 EUR netto, Kostengruppe 400 ca. 2 500 000 EUR netto.
Die vorgesehene Vergabe umfasst, vorbehaltlich der Zustimmung des Rats der Stadt Wolfsburg zur Objektvorlage für die Erweiterung der Neuen Schule, die Objektplanungsleistungen gem. §33 HOAI für die vorstehend beschriebenen Baumaßnahmen: nahezu alle Leistungen der Leistungsphasen 5-9 (Lph 7 ggf. nur teilweise, siehe Ziff. III.1.2).
Zur Einarbeitung in die Aufgabenstellung ist eine intensive Auseinandersetzung mit der vorliegenden Planung erforderlich. Eventuell werden zusätzlich auch Teilleistungen der Leistungsphasen 3 und 4 gem. HOAI §33 erforderlich und beauftragt.
Die darüber hinaus erforderlichen und in die Gesamtplanung zu integrierenden Fachplanungs-/Beraterleistungen werden separat beauftragt (insb. Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung, Thermische Bauphysik, Schallschutz und Raumakustik, Brandschutz, Bodenmechanik, Erd- und Grundbau, Freianlagen).
Eine losweise Vergabe der Planungsleistungen ist aufgrund der Komplexität der Bauaufgabe nicht beabsichtigt.
Optionale Leistungen: s. Ziff. II.2.2.
Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen.
Zeitrahmen: 1. Beauftragung der Planungsleistungen: voraussichtlich 7.2013; 2. Geplante Baudurchführung: 2014 bis Sommer 2015; 3. Projektabschluss: im Nachgang.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-04-30. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-03-26.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-03-26 Auftragsbekanntmachung
2014-03-13 Bekanntmachung über vergebene Aufträge