Sanierungsmaßnahmen im Haus der Kunst in München, 80333 München, DEUTSCHLAND/ Fachplanung Technische Ausrüstung § 51 Nr.4 und 5 HOAI
Allgemeines:
Das Haus der Kunst wurde in den Jahren 1933 – 1937 nach Plänen von Paul Ludwig Troost gebaut.
1945 wurde das Gebäude von der US-Militärverwaltung beschlagnahmt und ein Offizierscasino eingerichtet. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zogen 1948 mit Werken der ausgebombten Neuen Pinakothek in den Westteil ein. Schließlich wurde das Haus der Kunst 1955 vollständig von der Militärverwaltung zurückgegeben und wird seither für Ausstellungen genutzt.
In den Jahren bis 1991 erfolgten verschiedene Um- und Einbauten, z.B. zog ein Lokal im Erdgeschoss und im Untergeschoss ein.
Schließlich wurde 1991-1994 der Ostflügel saniert und der Haupteingang erfolgte wieder, wie zur Erbauungszeit, vom Südfoyer an der Prinzregentenstraße aus.
Nach Auszug der Staatsgalerie Moderner Kunst in die Pinakothek der Moderne wurde von 2001 bis 2008 im Westflügel eine Ausweichspielstätte des Bayerischen Staatschauspiels untergebracht. Als weitere Interimsnutzung bis zur Sanierung werden die Räume für Veranstaltungen vermietet und vom Haus genutzt.
Sanierungsmaßnahmen:
Die wesentliche Bausubstanz des Hauses der Kunst kann aufgrund der soliden Bauweise aus der Entstehungszeit (Stahlkonstruktion mit massiven Außenwänden) als sehr gut bezeichnet werden.
Aufgrund des Gebäudealters und der Abnutzung sind jedoch die gebäudetechnischen Anlagen und Installationen dringend sanierungsbedürftig. Die Anlagen, die den Brandschutz, die Sicherheit und die museumsgerechten Lichtverhältnisse gewährleisten sollen, entsprechen bei weitem nicht dem aktuellen technischen Standard, wie er gerade von Leihgebern vorausgesetzt wird.
Bei den Planungen für eine umfassende Sanierung ist neben den baulichen Mängeln zu berücksichtigen, dass das Haus der Kunst seit vielen Jahren neben der Museumsnutzung für verschiedenste Veranstaltungen wie Kongresse und Messen zur Verfügung steht und dafür künftig noch in verstärktem Maß genutzt werden soll. Außerdem soll zukünftig auf einem Teil der vorhandenen Flächen ein Auditorium, Seminarräume, eine Bibliothek geschaffen werden.
Die Sanierung wird in Abschnitten erfolgen, um einen kontinuierlichen Ausstellungsbetrieb - wenn auch teilweise eingeschränkt - gewährleisten zu können. Dabei sind die strengen Vorgaben der Denkmalpflege zu berücksichtigen.
Die Sanierung soll durch umfangreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung (energiesparende Beleuchtungstechnik, technische Anlagen etc.) die Betriebskosten des Gebäudes erheblich senken.
Die Entwurfsplanung sollte das gesamte Gebäude umfassen, um danach festzulegen, wie sich die Bauabschnitte genau abgrenzen lassen.
Fachspezifische Baubeschreibung:
Bei der Planung des Umbaus wird ein besonderer Anspruch auf wirtschaftliche, funktionale und nachhaltige Kriterien gestellt. Eine wesentliche Rolle spielt die nachgewiesene fachliche Kenntnis über die Sanierung von musealen Gebäuden mit intelligenter Verbesserung in energetischer Hinsicht, sowie der Einbau von technischen Anlage (SBL, BMA, EMA). Darüber hinaus sollte der Planer vertraut sein mit Bauen im Bestand unter strengen Denkmalschutzauflagen (idealerweise bei Bauten aus dem 20er und 30er Jahrendes 20. Jahrhunderts).
Der Auftrag beinhaltet die Fachplanung Technische Ausrüstung nach Abschnitt 2, §51 Nr. 4 und 5 HOAI,
Leistungsphasen 2 - 5 und optional, stufenweise Beauftragung Leistungsphasen 6 - 8 §53 HOAI.
Leistungsumfang siehe II.2.1 bzw. II.2.2
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-06-07.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-05-06.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2013-05-06
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Auftragsbekanntmachung
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