Stadthaus am Markt / Fassadenarbeiten (Naturstein) einschl. Dämm- und Gerüstbauarbeiten

DomRömer GmbH

Das Gebäude Stadthaus am Markt (= SAM) ist konzipiert als multifunktionale Begegnungsstätte und stadtgeschichtlicher Ausstellungsraum im archäologischen Garten. Es besteht aus drei Bauteilen (Bauteile 1, 2 und 3) und einem zwischen diesen Bauteilen aufgehängten Multifunktionssaal (Bauteil 4), der zusammen mit einem Glasdach als Bewitterungsschutz den archäologischen Garten in Teilbereichen freitragend überspannt. Der Saal nimmt mit einer Außenkante die Flucht der erhaltenen Begrenzungsmauern der Aula Regia auf und macht durch seine metallische Oberfläche und das steile Giebeldach den historischen Ort im Stadtbild weithin sichtbar. Das Glasdach lässt Tageslicht in den archäologischen Garten einfallen. Der archäologische Garten bleibt als frei zugänglicher Außenraum Teil des Stadtraumes. Unter den Kolonnaden der Bauteile 1 (Osten, Haupteingang SAM) und Bauteil 5 (Westen, am Roten Haus) gelangt man über Passerellen in den archäologischen Garten. Der barrierefreie, behindertengerechte Zugang erfolgt über eine entsprechende Hebeeinrichtung bei Bauteil 1.
Zusätzliche Fassadenausschnitte im Erdgeschoss des Gebäudeensembles ermöglichen immer wieder Einblicke in den archäologischen Garten und von dort aus in den Stadtraum. Ein separates Bauteil (Bauteil 5) auf dem Schirnplateau, soll als Wohngebäude mit einer Wohnung genutzt werden. Dieses Bauteil hat keine räumliche Verbindung zu den übrigen Bauteilen.
Baukonstruktion/Tragstruktur:
Alle tragenden Bauteile bestehen aus Stahlbeton. Der Deckenaufbau besteht aus 15 cm Hohlraumboden, 25-30 cm Stahlbetondecke und ca. 50 cm abgehängter Decke. Die einzelnen Bauteile erhalten eine Tiefengründung und steifen sich gegenseitig aus. Die Dächer werden zum Großteil als konventionelle Zimmermannskonstruktionen in Holz hergestellt.
Fassaden/Materialität:
Die Fassadengestaltung des Stadthauses hat sich an den Festlegungen der Gestaltungssatzung für die Bebauung des DomRömer-Areals zu orientieren, die vorsieht, dass als Natursteinmaterialien nur roter Mainsandstein und Basalt (Sockelbereich) verwendet werden sollen. Die aufgehenden Wänden der Bauteile 1, 2 und 3 sowie das Sockelgeschoss und die Fenstergewände von Bauteil 5 und die Untersichten von Unterzügen und Randbalken werden beim Stadthaus mit Sandstein bekleidet.
Die Dächer werden allesamt mit Schiefer eingedeckt (Schuppendeckung). Bauteil 5 erhält eine der Altstadtsatzung entsprechende Fassadengestaltung aus Basalt (Sockel), rotem Mainsandstein (Fassade EG und Fensterleibungen bis DG) sowie Putz (OG 1 bis DG).
Der Saal erhält eine umlaufende Hülle aus Blechsschindeln aus einer Kupfer-Aluminiumlegierung. An seiner Unterseite werden Leuchtmittel eingelassen, die nicht nur verschiedene Lichtstimmungen erzeugen, sondern auch die historischen Funde mit szenischem Licht akzentuieren kann.
Um den Charakter eines städtischen Außenraums zu unterstreichen, werden die Fassaden des Stadthauses zum archäologischen Garten genauso behandelt wie die zum umgebenden Stadtraum.
Die Untersichten der Überbauungen in Bauteil 1, 2, 3 und 5 werden in Trockenbauweise mit einer Rippendecke verkleidet, die auch alle technischen Installationen aufnimmt.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-04-25. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-03-26.

Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-03-26 Auftragsbekanntmachung
2013-04-19 Ergänzende Angaben