Teilnahmewettbewerb „Multiperspektivische Analyse von kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ – Forschungs-rahmenkonzept zur Vertiefungsstudie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen

Deutsches Jugendinstitut e. V.

Das Deutsche Jugendinstitut e.V. beabsichtigt im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen die Vergabe einer Studie zur multiperspektivischen und mehrdimensionalen Erforschung von kommunalen Netzwerken im Bereich Früher Hilfen. Ziel der Studie ist die Identifizierung von Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen für Netz¬werkarbeit.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-09-17. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-08-16.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2013-08-16 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2013-08-16)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Sozialforschung
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Unbestimmt
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Sozialforschung 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Sonstiges
Name des öffentlichen Auftraggebers: Deutsches Jugendinstitut e. V.
Postanschrift: Nockherstr. 2
Postleitzahl: 81541
Postort: München
Kontakt
Internetadresse: http://www.dji.de 🌏
E-Mail: kiessling@dji.de 📧
Telefon: +49 62306152 📞
Fax: +49 62306162 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2013-08-16 📅
Einreichungsfrist: 2013-09-17 📅
Veröffentlichungsdatum: 2013-08-20 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2013/S 160-279544
ABl. S-Ausgabe: 160
Zusätzliche Informationen
EU-Teilnahmewettbewerb „Multiperspektivische Analyse von kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ – Forschungs-rahmenkonzept zur Vertiefungsstudie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen 1. Auftraggeber: Deutsches Jugendinstitut e.V., Zentrale Verwaltung, Nockherstraße 2, 81541 München Herr Wolfgang Müller, Verwaltungsdirektor, stellvertretender Vorstandsvorsitzender www.dji.de 2. Kontakt für fachliche Auskünfte: Deutsches Jugendinstitut e.V., Nockherstraße 2, 81541 München Herr Ernst-Uwe Küster, Tel. +49 8962306361, kuester@dji.de 3. Art des Unternehmens: Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut 4. Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit vorheriger öffentlicher Aufforderung zur Teilnahme (EU-Teilnahmewettbewerb) gem. § 3 EG VOL/A. 5. Art und Umfang der Leistung: Das Deutsche Jugendinstitut e.V. beabsichtigt im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen die Vergabe einer Studie zur multiperspektivischen und mehrdimensionalen Erforschung von kommunalen Netzwerken im Bereich Früher Hilfen. Ziel der Studie ist die Identifizierung von Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen für Netz¬werkarbeit. 6. Lieferort ist München 7. Ausführungsfrist: 1.1.2014 bis 31.12.2015 8. Frist für den Eingang der Anträge auf Teilnahme: 17.9.2013 Die Anträge auf Teilnahme in zweifacher Ausfertigung sind an folgende Adresse zu senden: Deutsches Jugendinstitut e.V. Zentrale Verwaltung Teilnahmebekundung „Netzwerkanalyse Frühe Hilfen“ Nockherstraße 2 81541 München „Multiperspektivische Analyse von kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ – Forschungsrahmenkonzept zur Vertiefungsstudie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen I. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat u.a. die Aufgabe, den Auf- und Ausbau von Unterstützungssystemen der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens für werdende Eltern sowie Eltern von Säuglingen und Kleinkindern zu fördern. Ziel ist es, den Schutz von Kindern vor Vernachlässigung und Misshandlung möglichst frühzeitig durch Prävention zu verbessern. Durch Frühe Hilfen, schon in der Schwangerschaft beginnend, sollen die Entwicklungsmöglichkeiten und das gesunde Aufwachsen von Kindern durch die Stärkung der Erziehungskompetenz von (werdenden) Eltern verbes¬sert werden. Träger des NZFH sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln und das Deutsche Jugendinstitut e.V. (DJI) in München. Der Sitz des NZFH befindet sich bei der BZgA, Köln. Die BZgA ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Seit ihrer Gründung im Jahr 1967 verfolgt sie das Ziel, Gesundheitsrisiken bei Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern vorzubeugen und bei ihnen gesundheitsfördernde Lebensweisen zu unter¬stützen. Das DJI untersucht seit 1963 in praxisnahen Projekten die Lebenslagen und Entwicklungen von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Männern und Familien sowie darauf bezogene Leistungssysteme zu ihrer Unterstützung und Förderung. Das DJI ist ein außeruniversitäres sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut, das im Wesentlichen vom BMFSFJ gefördert wird. II. Die Begleitforschung zur Bundesinitiative Frühe Hilfen Im Rahmen der „Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen 2012–2015“ wurde das NZFH mit der wissenschaftlichen Begleitung der Bundesinitiative beauftragt. Diese umfasst sowohl die modellhafte Erprobung und Evaluation der Praxis wie auch die Dokumentation und Evaluation des Strukturaufbaus in Ländern und Kommunen. Ziel ist die Ermittlung der Versorgungsqualität der Familien und ihrer Kinder im Rahmen der Bundesinitiative und die Erarbeitung von Empfehlungen für die Ausgestaltung der dauerhaften Fondslösung ab 2016. Die Ergebnisse der Begleitfor-schung bilden u.a. die Grundlage für zwei Berichte von Bund und Ländern zur Bundes-initiative an den Deutschen Bundestag zur Jahresmitte 2014 und zum Jahresende 2015. Im Rahmen der gemeinsamen Trägerschaft des NZFH führt das DJI die vorgesehenen Forschungsarbeiten durch und beabsichtigt, auch externe Auftragnehmer mit einzube-ziehen. Dies umfasst sowohl die Dokumentation und Evaluation des Strukturaufbaus in Ländern und Kommunen durch die Bundesinitiative Frühe Hilfen als auch die Durchfüh-rung einer Studie zur Prävalenz von psychosozialen Belastungen sowie zur Inanspruch-nahme von Unterstützungsangeboten. Diese Ausschreibung bezieht sich auf eine Teil-studie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen. III. Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen – Strukturaufbau in Ländern und Kommunen Schwerpunkt des Gesamtvorhabens ist die Dokumentation, Analyse und Berichterstat¬tung der mit der Bundesinitiative verbundenen Struktur- und Angebotsentwicklung in Ländern und Kommunen. Zentrale Fragestellungen des Vorhabens sind: Gelingt es im Rahmen der Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen, das Gesundheitswesen systematischer als bislang in die Netzwerke mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen einzu¬beziehen? Kommt es im Rahmen der Bundesinitiative zu einer Ausweitung des Einsatzes von Familienhebammen? Welche Modelle des Einsatzes von Familienhebammen in den Netzwerken Frühe Hilfen haben sich etabliert und wie bewähren sie sich? Welche Bedeutung haben Angebote mit Ehrenamtlichen in den Netzwerken Frühe Hilfen und wie können sie fachlich abgesichert werden? Welche weiteren sonstigen Maßnahmen werden in den Kommunen realisiert und welches fachliche Profil lassen sie erkennen? Das Gesamtvorhaben ist als formative Implementierungsforschung angelegt und erfolgt in enger Abstimmung mit den Koordinierungsstellen der Länder, die verpflichtet sind, die wissenschaftliche Begleitung zu unterstützen und im Rahmen ihrer Fördergrund¬sätze sicherzustellen, dass Daten auf kommunaler Ebene erhoben werden können. Das gesamte Forschungsvorhaben (2013–2015) umfasst mehrere Teilstudien, die unter-schiedliche Teilfragestellungen zum Gegenstand haben und sich wie folgt gliedern: 1. Standardisierte Befragung zum Strukturaufbau in den von der Bundesinitiative geförderten Kommunen Im Fokus der jährlichen Onlinebefragung steht die Strukturqualität der Maßnahmen und ihrer institutionellen Einbettung. Die Datenerhebung erfolgt entlang der drei zentralen Förderbereiche der Bundesinitiative: zu den kommunalen Netzwerken mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen (Netzwerkkonfigurationen, Steuerungsmodelle, Kooperationsqualität), zum Einsatz und zur Qualifizierung von Familienhebammen und vergleichbaren Gesundheitsberufen (Vergleich von Beschäftigungs- und Einsatz-modellen), zu Maßnahmen im Bereich Ehrenamtlichen Engagements sowie zu weiteren zusätzlichen Maßnahmen. 2. Kommunale Vertiefungsstudie Im Fokus der Vertiefungsstudie steht die Prozessqualität des Strukturaufbaus in den Kommunen im Hinblick auf fallübergreifende und insbesondere einzelfallspezifische Kooperationen in mindestens sechs kommunalen Netzwerken im Bereich Früher Hilfen. Die Studie soll mit einem Mixed-methods-Ansatz operationalisiert werden, bei dem sowohl unterschiedliche qualitative wie quantitative Zugänge miteinander kombiniert werden. Leitfrage für die prozessorientierte Auswertung ist die Identifi-zierung von Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen für Netzwerkarbeit im Bereich Früher Hilfen im Rahmen der Bundesinitiative, insbesondere mit Blick auf die Fallar-beit mit unterschiedlichen Adressatengruppen. 3. Zusatzerhebung zur amtlichen Statistik Kindeswohlgefährdungsmeldungen Um die Bedeutung des Gesundheitswesens und insbesondere von (Familien-) Hebammen für den institutionellen Kinderschutz differenzierter quantifizieren zu können, als es die gegenwärtig erstmals laufende amtliche Bundesstatistik zu Kindeswohlgefährdungsmeldungen (nach § 8a SGB VIII) erlaubt, soll in ausgewählten Kommunen modellhaft eine Zusatzerhebung umgesetzt werden. Dieses Teilprojekt wird in Kooperation mit der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik in Dortmund durchgeführt. 4. Synoptische Auswertung von Dokumenten der Länder Die Dokumentation und Auswertung des Strukturaufbaus auf Länderebene erfolgt zusätzlich über sekundäranalytische Synopsen der Anträge, Maßnahmenpläne und (Teil-)Berichte der Länder. Ziel ist der Abgleich zwischen den konzeptionellen Zielen und jeweils erreichten Entwicklungsständen sowie die Herausarbeitung von strukturellen Schwerpunktsetzungen und ländertypischen Profilen. IV. „Multiperspektivische Analyse von kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ – Vertiefungsstudie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Mitwirkung bei der konzeptionellen Ausarbei-tung sowie die verantwortliche Durchführung der Kommunalen Vertiefungsstudie (Teilstudie 2). Die Entwicklung des Studiendesigns sowie die Auswertung der Daten sollen in enger Kooperation mit dem Forschungsteam des DJI erfolgen. Folgende Teilfragestellungen sollen im Rahmen dieser Studie untersucht werden: a) Wie verändert der Auf- und Ausbau Früher Hilfen die kommunale Hilfelandschaft, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, im Bereich der biopsycho-sozialen Beratung und Betreuung von Familien in belastenden Lebenslagen mit Säuglingen und Kleinkindern und speziell im Bereich des institutionellen Kinder-schutzes? Wird eine Stärkung präventiver Maßnahmen erreicht? b) Welche Rolle spielen unterschiedliche, bereits vor dem Start der Bundesinitiative etablierte bundesländer- und kommunalspezifische gesetzliche Rahmenbedin-gungen und fachliche Schwerpunktsetzungen? c) Wie wird die fallübergreifende Kooperation von den jeweiligen Akteuren – insbesondere den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und unterschiedlichen Diensten und Einrichtungen des Gesundheitswesens – wahrgenommen und bewertet? d) Welche Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen sind für Netzwerkarbeit im Bereich Früher Hilfen relevant, was hemmt sie? Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Modi der Steuerung und Koordination von Netzwerken sowie unterschiedliche Qualifikationsprofile der beteiligten Fachkräfte? Welche Empfehlungen für verbindliche Standards können aus den Erkenntnissen gewon-nen werden? e) Wie gestaltet sich die Verweis- und Vermittlungspraxis von Beratungs- und Betreuungsanliegen von Familien zwischen den Netzwerkteilnehmern, insbeson-dere mit Blick auf die Fallarbeit mit unterschiedlichen Adressatengruppen? Welche Rolle haben in diesem Zusammenhang insbesondere (Familien-)Hebam¬men und vergleichbare Gesundheitsberufe, der Einsatz von bürgerschaftlich Engagierten und Formen der Beteiligung für Familien? Wird bei den Fachkräften eine höhere Handlungs- und Rechtssicherheit erreicht? Die Präzisierung der Teilfragestellungen, die Auswahl der Erhebungsinstrumente und der zu beforschenden Kommunen sollen ebenfalls in Abstimmung mit dem Forschungs¬team des DJI erfolgen. Die Vertiefungsstudie soll prinzipiell mit einem Mixed-methods-Ansatz operationalisiert werden, bei dem sowohl unterschiedliche qualitative (wie bspw. Experteninterviews, Dokumentenanalyse, teilnehmende Beobachtung, Methoden zur Abbildung und Auswertung von Netzwerkstrukturen) wie auch quantitative Zugänge (amtliche und kommunale Statistiken zu Frühen Hilfen, Kinder- und Jugendhilfe, Kindes-wohlgefährdungsmeldungen sowie Sozialplanungsdaten und Daten aus der kommuna-len Gesundheitsberichterstattung) miteinander kombiniert werden. V. Aufgaben und Leistungsumfang a) Aufgaben des Auftraggebers: — Mitarbeit bei der Auswahl der Kommunen, Beratung bei der Entwicklung der Forschungsfragen im Detail und des methodischen Designs sowie bei der Interpretation der Daten — Bereitstellung von amtlichen Daten aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik und der amtlichen Statistik Kindeswohlgefährdungsmeldungen — Bestätigung des öffentlichen Forschungsinteresses b) Aufgaben des Auftragnehmers: — Kontaktaufnahme mit den Kommunen, Erwirkung der Einwilligungserklärung zur Teilnahme an der Vertiefungsstudie, Erarbeitung einer Datenschutzerklärung; Information über die Studie und Vereinbarung von Erhebungszeiträumen für die Durchführung der Einzelerhebungen vor Ort — Durchführung und Dokumentation von Auftaktveranstaltungen mit Verantwort-lichen aus den Kommunen und Vertretern der kommunalen Netzwerke. Die Durchführung von nur einer zentralen Veranstaltung ist nach Absprache mit dem NZFH und den beteiligten Kommunen möglich — Entwicklung eines Forschungsdesigns in Kooperation mit dem Forschungsteam des DJI — Sukzessive Durchführung der Untersuchung zu mindestens zwei Erhebungszeit-punkten, wobei das Follow-up weniger umfangreich ausfallen kann — Dokumentation und Auswertung der Daten sowie Aufbereitung für eine gemein-same Interpretation mit dem Forschungsteam des DJI — Durchführung und Dokumentation von Abschlussveranstaltungen mit Verant-wortlichen aus den Kommunen und Vertretern der kommunalen Netzwerke. Die Durchführung von nur einer zentralen Veranstaltung ist nach Absprache mit dem DJI und den beteiligten Kommunen möglich — Erstellung eines umfangreichen Zwischenberichts über die Ergebnisse der ersten Erhebung bis Dezember 2014; dieser bildet eine der empirischen Grundlagen für den Bericht des NZFH an den Dt. Bundestag zur Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen; Erstellung einer Publikation zu ausgewählten Zwischenergebnissen in der NZFH-Reihe KOMPAKT bis spätestens Ende 2014 — Erstellung eines Endberichts bis Oktober 2015 — Mitwirkung bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation des NZFH zur Gesamtstudie bis Ende 2015 c) Leistungsumfang — Laufzeit der Studie: 24 Monate (1.1.2014 bis 31.12.2015) — Mengengerüst: sozialwissenschaftliche Rekonstruktionen und Portraits von mind. 6 kommunalen Netzwerken auf Basis jeweils zu erhebender umfangreicher quali-tativer Daten zu zwei Erhebungszeitpunkten und zusätzlicher sekundäranalyti¬scher Auswertung statistischer Kommunaldaten VI. Einzureichende Bewerbungsunterlagen Potentielle Auftragnehmer werden aufgefordert, ein maximal fünfseitiges Exposé einzureichen mit einer Skizze zum vorgeschlagenen Studiendesign, insbesondere mit Hinweisen zur Operationalisierung der Forschungsfragen, zum methodischen Design der Datenerhebung und -auswertung sowie zur Auswahl des Samples. Teilnahmebedingungen 1. Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers a) Name bzw. Firmenname, Adresse (Sitz und Verwaltungsanschrift), Telefon- und Telefax¬nummer, E-Mail-Adresse, b) Angaben über die sozialwissenschaftliche Qualifikation des einzusetzenden Personals für die Ausführung des Auftrags, c) Angaben über bisherige Forschungs- und Projekterfahrung sowie berufliche Erfahrungen im Themenfeld, d) Erfahrung mit der Ausführung von vergleichbaren Projekten, e) Angaben zum wissenschaftlichen Renommee (Veröffentlichungen sowie ggf. Vorträge), sowie Referenzen f) Ggf. USt-Identifikationsnummer, g) Kontonummer, Name und Anschrift der Bank, BLZ, IBAN-Code, h) Ggf. Bestätigung der Eintragung im Berufs- oder Handelsregister nach dem Recht des Mitgliedstaats, in dem der Bieter seinen Sitz hat, i) Ansprechpartner/in bei diesem Angebot (Name, Vorname, Funktion, Telefonnummer, Telefaxnummer, E-Mail-Adresse, Dienstanschrift), j) Bei juristischen Personen außerdem: Rechtsform, Kopie der Satzung, Name und Funktion der Mitglieder der Unternehmensleitung. k) Unterauftragnehmer, deren Qualifikationen und Erfahrungen sind bekannt zu geben und die Unterauftragnehmerschaft ist durch diese zu bestätigen. 2. Ausschlusskriterien (fehlende Unterlagen führen zum Ausschluss vom weiteren Verfahren!) a) Von der Auftragsvergabe ausgeschlossen werden Bieter, — die sich im Konkursverfahren, in Liquidation oder im gerichtlichen Vergleichs-verfahren befinden oder ihre gewerbliche Tätigkeit eingestellt haben oder sich aufgrund eines in den einzelstaatlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften vorgesehenen gleichartigen Verfahrens in einer vergleichbaren Lage befinden, — die rechtskräftig wegen eines Tatbestands verurteilt wurden, der ihre berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt, — die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit eine schwere Verfehlung begangen haben, die von der Vergabestelle nachweislich festgestellt wurde, — die ihrer Pflicht zur Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen, Steuern oder sonstigen Abgaben nach den Rechtsvorschriften des Landes ihrer Niederlassung, des Landes des öffentlichen Auftraggebers oder des Landes der Auftragserfüllung nicht nachgekommen sind, — die rechtskräftig wegen Betrug, Korruption, Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung oder einer anderen gegen die finanziellen Interessen der Gemein¬schaften gerichteten Handlung verurteilt worden sind. b) Die Bieter müssen nachweisen, dass keiner der unter Ziffer 1 genannten Sachverhalte auf sie zutrifft. Die Bieter reichen eine ordnungsgemäß unterzeichnete und mit Datum versehene ehrenwörtliche Erklärung ein, in der sie versichern, dass sie sich nicht in einer der oben genannten Situationen befinden. 3. Technische Leistungsfähigkeit a) Übersicht über die in den letzten 3 bis 5 Jahren geleisteten wesentlichen Arbei¬ten auf dem Gebiet des Auftragsgegenstandes mit Angaben des Auftragswertes, der Leistungszeit und der Angabe der öffentlichen und privaten Auftraggeber b) Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich qualitativ-rekonstruktiver Forschung zu kommunalen Netzwerken, der Evaluation von Programmen der Frühen Hilfen und/oder der Kinder- und Jugendhilfe mittels qualitativer und quantitativer sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden sowie im Bereich der kommunalen Sozialdatenanalysen (Nachweis durch Listung einschlägiger Publikationen) c) Erfahrungen in der Durchführung von multiperspektivischen Evaluationen von kommunalen Netzwerken mit Einsatz multipler Erhebungsverfahren (bspw. qualitative Interviews und Gruppendiskussionen, teilnehmende Beobachtung, Netzwerkkarten), bei der Analyse sozialstatistischer Daten auf kommunaler Ebene und in triangulativen Auswertungsmethoden (qualitative und quantitative Daten) d) Erfahrung in der kooperativen Umsetzung eines solchen Vorhabens mit Koopera-tionspartnern e) Bei Forschungsverbünden: Welche Partner übernehmen welche Aufgaben und Themenstellungen? Wer fungiert als zentraler Ansprechpartner/Vertragspartner? f) Kompetenz in der Ansprache und Motivierung von Verantwortlichen und Fachkräften in kommunalen Ämtern und bei freien Trägern sowohl der Kinder- und Jugendhilfe als auch des Gesundheitswesens g) Bestätigung, dass das Angebot, die Präsentation, die Auftragsdurchführung und Dokumentation in deutscher Sprache erfolgt h) Sicherheit und Kompetenz im Umgang mit deutschen Datenschutzbestimmungen i) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin muss eine juristische Person sein oder kann von der Vergabestelle aufgefordert werden, nach Zuschlagserteilung eine juristische Person zu bilden j) Berücksichtigung der Vorgaben des Gender Mainstreamings, Nachweis von Genderkompetenz k) Angabe des Namens und die berufliche Qualifikation der Personen, die im Falle eines Zuschlags für den Auftrag zuständig sein werden. VII. Sonstige Informationen a) Bietergemeinschaften haben in dem Antrag sämtliche Mitglieder der Bieter-gemeinschaft zu benennen sowie einen Vertreter/eine Vertreterin zu bevoll-mächtigen, der/die die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt und insgesamt verantwortlich ist. Der Auftraggeber erwartet auch im Fall einer Bietergemeinschaft die geschlossene Erbringung der Leistung aus einer Hand. Die unter Punkt VI. geforderten Nachweise sind für jedes Mitglied der Bieter¬gemeinschaft zu erbringen. b) Die Interessensbekundung ist ausschließlich auf dem Post- bzw. Botenweg einzureichen. c) Kosten für die Bewerbung, Angebotserstellung und Präsentation werden nicht erstattet. d) Der Teilnahmeantrag ist rechtsverbindlich zu unterschreiben (keine digitale Unterschrift). e) Zusätzliche Informationen zum Teilnahmeantrag sind nicht vorhanden. f) Die Anträge auf Teilnahme in zweifacher Ausfertigung sind an folgende Adresse zu senden: Deutsches Jugendinstitut e.V. Zentrale Verwaltung Teilnahmebekundung „Netzwerkanalyse Frühe Hilfen“ Nockherstraße 2 81541 München g) Maßgeblich ist der Eingangsstempel der Poststelle des Deutschen Jugendinstituts e.V. bzw. die Eingangsbestätigung VIII. Auswahlkriterien 1. Auswahlkriterien für Stufe I: — Qualität des Exposés —Einschlägigkeit und wissenschaftliches Renommee des Bieters / der Bietergemeinschaft — Wirtschaftliche, finanzielle und technische Leistungsfähigkeit des Bieters / der Bietergemeinschaft — Erfüllung der formalen Voraussetzungen für das Gebot 2. Auswahlkriterien für Stufe II: — Qualität des Angebots — Machbarkeit des Angebots — Wirtschaftlichkeit des Angebots Diese Angaben finden Sie auch unter www.dji.de
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Das Deutsche Jugendinstitut e.V. beabsichtigt im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen die Vergabe einer Studie zur multiperspektivischen und mehrdimensionalen Erforschung von kommunalen Netzwerken im Bereich Früher Hilfen. Ziel der Studie ist die Identifizierung von Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen für Netz¬werkarbeit.
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Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung: siehe zusätzliche Angaben
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: siehe zusätzliche Angaben
Technische und berufliche Fähigkeiten: siehe zusätzliche Angaben

Verfahren
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Andere Art des öffentlichen Auftraggebers: Other
Kontakt
Kontaktperson: Silvia Kießling

Referenz
Zusätzliche Informationen
EU-Teilnahmewettbewerb
„Multiperspektivische Analyse von kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ – Forschungs-rahmenkonzept zur Vertiefungsstudie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen
1. Auftraggeber:
Deutsches Jugendinstitut e.V., Zentrale Verwaltung, Nockherstraße 2, 81541 München
Herr Wolfgang Müller, Verwaltungsdirektor, stellvertretender Vorstandsvorsitzender
2. Kontakt für fachliche Auskünfte:
Deutsches Jugendinstitut e.V., Nockherstraße 2, 81541 München
Herr Ernst-Uwe Küster, Tel. +49 8962306361, kuester@dji.de
3. Art des Unternehmens:
Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut
4. Verfahrensart:
Verhandlungsverfahren mit vorheriger öffentlicher Aufforderung zur Teilnahme (EU-Teilnahmewettbewerb) gem. § 3 EG VOL/A.
5. Art und Umfang der Leistung:
Das Deutsche Jugendinstitut e.V. beabsichtigt im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen die Vergabe einer Studie zur multiperspektivischen und mehrdimensionalen Erforschung von kommunalen Netzwerken im Bereich Früher Hilfen. Ziel der Studie ist die Identifizierung von Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen für Netz¬werkarbeit.
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6. Lieferort ist München
7. Ausführungsfrist:
1.1.2014 bis 31.12.2015
8. Frist für den Eingang der Anträge auf Teilnahme:
17.9.2013
Die Anträge auf Teilnahme in zweifacher Ausfertigung sind an folgende Adresse zu senden:
Deutsches Jugendinstitut e.V.
Zentrale Verwaltung
Teilnahmebekundung „Netzwerkanalyse Frühe Hilfen“
Nockherstraße 2
81541 München
„Multiperspektivische Analyse von kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ – Forschungsrahmenkonzept zur Vertiefungsstudie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen
I. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat u.a. die Aufgabe, den Auf- und Ausbau von Unterstützungssystemen der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens für werdende Eltern sowie Eltern von Säuglingen und Kleinkindern zu fördern. Ziel ist es, den Schutz von Kindern vor Vernachlässigung und Misshandlung möglichst frühzeitig durch Prävention zu verbessern. Durch Frühe Hilfen, schon in der Schwangerschaft beginnend, sollen die Entwicklungsmöglichkeiten und das gesunde Aufwachsen von Kindern durch die Stärkung der Erziehungskompetenz von (werdenden) Eltern verbes¬sert werden. Träger des NZFH sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln und das Deutsche Jugendinstitut e.V. (DJI) in München. Der Sitz des NZFH befindet sich bei der BZgA, Köln. Die BZgA ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Seit ihrer Gründung im Jahr 1967 verfolgt sie das Ziel, Gesundheitsrisiken bei Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern vorzubeugen und bei ihnen gesundheitsfördernde Lebensweisen zu unter¬stützen. Das DJI untersucht seit 1963 in praxisnahen Projekten die Lebenslagen und Entwicklungen von Kindern, Jugendlichen, Frauen, Männern und Familien sowie darauf bezogene Leistungssysteme zu ihrer Unterstützung und Förderung. Das DJI ist ein außeruniversitäres sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut, das im Wesentlichen vom BMFSFJ gefördert wird.
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II. Die Begleitforschung zur Bundesinitiative Frühe Hilfen
Im Rahmen der „Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen 2012–2015“ wurde das NZFH mit der wissenschaftlichen Begleitung der Bundesinitiative beauftragt. Diese umfasst sowohl die modellhafte Erprobung und Evaluation der Praxis wie auch die Dokumentation und Evaluation des Strukturaufbaus in Ländern und Kommunen. Ziel ist die Ermittlung der Versorgungsqualität der Familien und ihrer Kinder im Rahmen der Bundesinitiative und die Erarbeitung von Empfehlungen für die Ausgestaltung der dauerhaften Fondslösung ab 2016. Die Ergebnisse der Begleitfor-schung bilden u.a. die Grundlage für zwei Berichte von Bund und Ländern zur Bundes-initiative an den Deutschen Bundestag zur Jahresmitte 2014 und zum Jahresende 2015.
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Im Rahmen der gemeinsamen Trägerschaft des NZFH führt das DJI die vorgesehenen Forschungsarbeiten durch und beabsichtigt, auch externe Auftragnehmer mit einzube-ziehen. Dies umfasst sowohl die Dokumentation und Evaluation des Strukturaufbaus in Ländern und Kommunen durch die Bundesinitiative Frühe Hilfen als auch die Durchfüh-rung einer Studie zur Prävalenz von psychosozialen Belastungen sowie zur Inanspruch-nahme von Unterstützungsangeboten. Diese Ausschreibung bezieht sich auf eine Teil-studie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen.
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III. Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen – Strukturaufbau in Ländern und Kommunen
Schwerpunkt des Gesamtvorhabens ist die Dokumentation, Analyse und Berichterstat¬tung der mit der Bundesinitiative verbundenen Struktur- und Angebotsentwicklung in Ländern und Kommunen. Zentrale Fragestellungen des Vorhabens sind: Gelingt es im Rahmen der Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen, das Gesundheitswesen systematischer als bislang in die Netzwerke mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen einzu¬beziehen? Kommt es im Rahmen der Bundesinitiative zu einer Ausweitung des Einsatzes von Familienhebammen? Welche Modelle des Einsatzes von Familienhebammen in den Netzwerken Frühe Hilfen haben sich etabliert und wie bewähren sie sich? Welche Bedeutung haben Angebote mit Ehrenamtlichen in den Netzwerken Frühe Hilfen und wie können sie fachlich abgesichert werden? Welche weiteren sonstigen Maßnahmen werden in den Kommunen realisiert und welches fachliche Profil lassen sie erkennen?
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Das Gesamtvorhaben ist als formative Implementierungsforschung angelegt und erfolgt in enger Abstimmung mit den Koordinierungsstellen der Länder, die verpflichtet sind, die wissenschaftliche Begleitung zu unterstützen und im Rahmen ihrer Fördergrund¬sätze sicherzustellen, dass Daten auf kommunaler Ebene erhoben werden können.
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Das gesamte Forschungsvorhaben (2013–2015) umfasst mehrere Teilstudien, die unter-schiedliche Teilfragestellungen zum Gegenstand haben und sich wie folgt gliedern:
1. Standardisierte Befragung zum Strukturaufbau in den von der Bundesinitiative geförderten Kommunen
Im Fokus der jährlichen Onlinebefragung steht die Strukturqualität der Maßnahmen und ihrer institutionellen Einbettung. Die Datenerhebung erfolgt entlang der drei zentralen Förderbereiche der Bundesinitiative: zu den kommunalen Netzwerken mit Zuständigkeit für Frühe Hilfen (Netzwerkkonfigurationen, Steuerungsmodelle, Kooperationsqualität), zum Einsatz und zur Qualifizierung von Familienhebammen und vergleichbaren Gesundheitsberufen (Vergleich von Beschäftigungs- und Einsatz-modellen), zu Maßnahmen im Bereich Ehrenamtlichen Engagements sowie zu weiteren zusätzlichen Maßnahmen.
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2. Kommunale Vertiefungsstudie
Im Fokus der Vertiefungsstudie steht die Prozessqualität des Strukturaufbaus in den Kommunen im Hinblick auf fallübergreifende und insbesondere einzelfallspezifische Kooperationen in mindestens sechs kommunalen Netzwerken im Bereich Früher Hilfen. Die Studie soll mit einem Mixed-methods-Ansatz operationalisiert werden, bei dem sowohl unterschiedliche qualitative wie quantitative Zugänge miteinander kombiniert werden. Leitfrage für die prozessorientierte Auswertung ist die Identifi-zierung von Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen für Netzwerkarbeit im Bereich Früher Hilfen im Rahmen der Bundesinitiative, insbesondere mit Blick auf die Fallar-beit mit unterschiedlichen Adressatengruppen.
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3. Zusatzerhebung zur amtlichen Statistik Kindeswohlgefährdungsmeldungen
Um die Bedeutung des Gesundheitswesens und insbesondere von (Familien-) Hebammen für den institutionellen Kinderschutz differenzierter quantifizieren zu können, als es die gegenwärtig erstmals laufende amtliche Bundesstatistik zu Kindeswohlgefährdungsmeldungen (nach § 8a SGB VIII) erlaubt, soll in ausgewählten Kommunen modellhaft eine Zusatzerhebung umgesetzt werden. Dieses Teilprojekt wird in Kooperation mit der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik in Dortmund durchgeführt.
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4. Synoptische Auswertung von Dokumenten der Länder
Die Dokumentation und Auswertung des Strukturaufbaus auf Länderebene erfolgt zusätzlich über sekundäranalytische Synopsen der Anträge, Maßnahmenpläne und (Teil-)Berichte der Länder. Ziel ist der Abgleich zwischen den konzeptionellen Zielen und jeweils erreichten Entwicklungsständen sowie die Herausarbeitung von strukturellen Schwerpunktsetzungen und ländertypischen Profilen.
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IV. „Multiperspektivische Analyse von kommunalen Netzwerken Frühe Hilfen“ – Vertiefungsstudie im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen
Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Mitwirkung bei der konzeptionellen Ausarbei-tung sowie die verantwortliche Durchführung der Kommunalen Vertiefungsstudie (Teilstudie 2). Die Entwicklung des Studiendesigns sowie die Auswertung der Daten sollen in enger Kooperation mit dem Forschungsteam des DJI erfolgen. Folgende Teilfragestellungen sollen im Rahmen dieser Studie untersucht werden:
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a) Wie verändert der Auf- und Ausbau Früher Hilfen die kommunale Hilfelandschaft, insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, im Bereich der biopsycho-sozialen Beratung und Betreuung von Familien in belastenden Lebenslagen mit Säuglingen und Kleinkindern und speziell im Bereich des institutionellen Kinder-schutzes? Wird eine Stärkung präventiver Maßnahmen erreicht?
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b) Welche Rolle spielen unterschiedliche, bereits vor dem Start der Bundesinitiative etablierte bundesländer- und kommunalspezifische gesetzliche Rahmenbedin-gungen und fachliche Schwerpunktsetzungen?
c) Wie wird die fallübergreifende Kooperation von den jeweiligen Akteuren – insbesondere den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und unterschiedlichen Diensten und Einrichtungen des Gesundheitswesens – wahrgenommen und bewertet?
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d) Welche Wirkfaktoren und Gelingensbedingungen sind für Netzwerkarbeit im Bereich Früher Hilfen relevant, was hemmt sie? Welche Bedeutung haben in diesem Zusammenhang Modi der Steuerung und Koordination von Netzwerken sowie unterschiedliche Qualifikationsprofile der beteiligten Fachkräfte? Welche Empfehlungen für verbindliche Standards können aus den Erkenntnissen gewon-nen werden?
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e) Wie gestaltet sich die Verweis- und Vermittlungspraxis von Beratungs- und Betreuungsanliegen von Familien zwischen den Netzwerkteilnehmern, insbeson-dere mit Blick auf die Fallarbeit mit unterschiedlichen Adressatengruppen? Welche Rolle haben in diesem Zusammenhang insbesondere (Familien-)Hebam¬men und vergleichbare Gesundheitsberufe, der Einsatz von bürgerschaftlich Engagierten und Formen der Beteiligung für Familien? Wird bei den Fachkräften eine höhere Handlungs- und Rechtssicherheit erreicht?
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Die Präzisierung der Teilfragestellungen, die Auswahl der Erhebungsinstrumente und der zu beforschenden Kommunen sollen ebenfalls in Abstimmung mit dem Forschungs¬team des DJI erfolgen. Die Vertiefungsstudie soll prinzipiell mit einem Mixed-methods-Ansatz operationalisiert werden, bei dem sowohl unterschiedliche qualitative (wie bspw. Experteninterviews, Dokumentenanalyse, teilnehmende Beobachtung, Methoden zur Abbildung und Auswertung von Netzwerkstrukturen) wie auch quantitative Zugänge (amtliche und kommunale Statistiken zu Frühen Hilfen, Kinder- und Jugendhilfe, Kindes-wohlgefährdungsmeldungen sowie Sozialplanungsdaten und Daten aus der kommuna-len Gesundheitsberichterstattung) miteinander kombiniert werden.
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V. Aufgaben und Leistungsumfang
a) Aufgaben des Auftraggebers:
— Mitarbeit bei der Auswahl der Kommunen, Beratung bei der Entwicklung der Forschungsfragen im Detail und des methodischen Designs sowie bei der Interpretation der Daten
— Bereitstellung von amtlichen Daten aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik und der amtlichen Statistik Kindeswohlgefährdungsmeldungen
— Bestätigung des öffentlichen Forschungsinteresses
b) Aufgaben des Auftragnehmers:
— Kontaktaufnahme mit den Kommunen, Erwirkung der Einwilligungserklärung zur Teilnahme an der Vertiefungsstudie, Erarbeitung einer Datenschutzerklärung; Information über die Studie und Vereinbarung von Erhebungszeiträumen für die Durchführung der Einzelerhebungen vor Ort
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— Durchführung und Dokumentation von Auftaktveranstaltungen mit Verantwort-lichen aus den Kommunen und Vertretern der kommunalen Netzwerke. Die Durchführung von nur einer zentralen Veranstaltung ist nach Absprache mit dem NZFH und den beteiligten Kommunen möglich
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— Entwicklung eines Forschungsdesigns in Kooperation mit dem Forschungsteam des DJI
— Sukzessive Durchführung der Untersuchung zu mindestens zwei Erhebungszeit-punkten, wobei das Follow-up weniger umfangreich ausfallen kann
— Dokumentation und Auswertung der Daten sowie Aufbereitung für eine gemein-same Interpretation mit dem Forschungsteam des DJI
— Durchführung und Dokumentation von Abschlussveranstaltungen mit Verant-wortlichen aus den Kommunen und Vertretern der kommunalen Netzwerke. Die Durchführung von nur einer zentralen Veranstaltung ist nach Absprache mit dem DJI und den beteiligten Kommunen möglich
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— Erstellung eines umfangreichen Zwischenberichts über die Ergebnisse der ersten Erhebung bis Dezember 2014; dieser bildet eine der empirischen Grundlagen für den Bericht des NZFH an den Dt. Bundestag zur Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen; Erstellung einer Publikation zu ausgewählten Zwischenergebnissen in der NZFH-Reihe KOMPAKT bis spätestens Ende 2014
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— Erstellung eines Endberichts bis Oktober 2015
— Mitwirkung bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation des NZFH zur Gesamtstudie bis Ende 2015
c) Leistungsumfang
— Laufzeit der Studie: 24 Monate (1.1.2014 bis 31.12.2015)
— Mengengerüst: sozialwissenschaftliche Rekonstruktionen und Portraits von mind. 6 kommunalen Netzwerken auf Basis jeweils zu erhebender umfangreicher quali-tativer Daten zu zwei Erhebungszeitpunkten und zusätzlicher sekundäranalyti¬scher Auswertung statistischer Kommunaldaten
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VI. Einzureichende Bewerbungsunterlagen
Potentielle Auftragnehmer werden aufgefordert, ein maximal fünfseitiges Exposé einzureichen mit einer Skizze zum vorgeschlagenen Studiendesign, insbesondere mit Hinweisen zur Operationalisierung der Forschungsfragen, zum methodischen Design der Datenerhebung und -auswertung sowie zur Auswahl des Samples.
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Teilnahmebedingungen
1. Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers
a) Name bzw. Firmenname, Adresse (Sitz und Verwaltungsanschrift), Telefon- und Telefax¬nummer, E-Mail-Adresse,
b) Angaben über die sozialwissenschaftliche Qualifikation des einzusetzenden Personals für die Ausführung des Auftrags,
c) Angaben über bisherige Forschungs- und Projekterfahrung sowie berufliche Erfahrungen im Themenfeld,
d) Erfahrung mit der Ausführung von vergleichbaren Projekten,
e) Angaben zum wissenschaftlichen Renommee (Veröffentlichungen sowie ggf. Vorträge),
sowie Referenzen
f) Ggf. USt-Identifikationsnummer,
g) Kontonummer, Name und Anschrift der Bank, BLZ, IBAN-Code,
h) Ggf. Bestätigung der Eintragung im Berufs- oder Handelsregister nach dem Recht des Mitgliedstaats, in dem der Bieter seinen Sitz hat,
i) Ansprechpartner/in bei diesem Angebot (Name, Vorname, Funktion, Telefonnummer, Telefaxnummer, E-Mail-Adresse, Dienstanschrift),
j) Bei juristischen Personen außerdem: Rechtsform, Kopie der Satzung, Name und Funktion der Mitglieder der Unternehmensleitung.
k) Unterauftragnehmer, deren Qualifikationen und Erfahrungen sind bekannt zu geben und die Unterauftragnehmerschaft ist durch diese zu bestätigen.
2. Ausschlusskriterien (fehlende Unterlagen führen zum Ausschluss vom weiteren Verfahren!)
a) Von der Auftragsvergabe ausgeschlossen werden Bieter,
— die sich im Konkursverfahren, in Liquidation oder im gerichtlichen Vergleichs-verfahren befinden oder ihre gewerbliche Tätigkeit eingestellt haben oder sich aufgrund eines in den einzelstaatlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften vorgesehenen gleichartigen Verfahrens in einer vergleichbaren Lage befinden,
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— die rechtskräftig wegen eines Tatbestands verurteilt wurden, der ihre berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt,
— die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit eine schwere Verfehlung begangen haben, die von der Vergabestelle nachweislich festgestellt wurde,
— die ihrer Pflicht zur Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen, Steuern oder sonstigen Abgaben nach den Rechtsvorschriften des Landes ihrer Niederlassung, des Landes des öffentlichen Auftraggebers oder des Landes der Auftragserfüllung nicht nachgekommen sind,
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— die rechtskräftig wegen Betrug, Korruption, Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung oder einer anderen gegen die finanziellen Interessen der Gemein¬schaften gerichteten Handlung verurteilt worden sind.
b) Die Bieter müssen nachweisen, dass keiner der unter Ziffer 1 genannten Sachverhalte auf sie zutrifft. Die Bieter reichen eine ordnungsgemäß unterzeichnete und mit Datum versehene ehrenwörtliche Erklärung ein, in der sie versichern, dass sie sich nicht in einer der oben genannten Situationen befinden.
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3. Technische Leistungsfähigkeit
a) Übersicht über die in den letzten 3 bis 5 Jahren geleisteten wesentlichen Arbei¬ten auf dem Gebiet des Auftragsgegenstandes mit Angaben des Auftragswertes, der Leistungszeit und der Angabe der öffentlichen und privaten Auftraggeber
b) Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich qualitativ-rekonstruktiver Forschung zu kommunalen Netzwerken, der Evaluation von Programmen der Frühen Hilfen und/oder der Kinder- und Jugendhilfe mittels qualitativer und quantitativer sozialwissenschaftlicher Forschungsmethoden sowie im Bereich der kommunalen Sozialdatenanalysen (Nachweis durch Listung einschlägiger Publikationen)
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c) Erfahrungen in der Durchführung von multiperspektivischen Evaluationen von kommunalen Netzwerken mit Einsatz multipler Erhebungsverfahren (bspw. qualitative Interviews und Gruppendiskussionen, teilnehmende Beobachtung, Netzwerkkarten), bei der Analyse sozialstatistischer Daten auf kommunaler Ebene und in triangulativen Auswertungsmethoden (qualitative und quantitative Daten)
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d) Erfahrung in der kooperativen Umsetzung eines solchen Vorhabens mit Koopera-tionspartnern
e) Bei Forschungsverbünden: Welche Partner übernehmen welche Aufgaben und Themenstellungen? Wer fungiert als zentraler Ansprechpartner/Vertragspartner?
f) Kompetenz in der Ansprache und Motivierung von Verantwortlichen und Fachkräften in kommunalen Ämtern und bei freien Trägern sowohl der Kinder- und Jugendhilfe als auch des Gesundheitswesens
g) Bestätigung, dass das Angebot, die Präsentation, die Auftragsdurchführung und Dokumentation in deutscher Sprache erfolgt
h) Sicherheit und Kompetenz im Umgang mit deutschen Datenschutzbestimmungen
i) Der Teilnehmer/die Teilnehmerin muss eine juristische Person sein oder kann von der Vergabestelle aufgefordert werden, nach Zuschlagserteilung eine juristische Person zu bilden
j) Berücksichtigung der Vorgaben des Gender Mainstreamings, Nachweis von Genderkompetenz
k) Angabe des Namens und die berufliche Qualifikation der Personen, die im Falle eines Zuschlags für den Auftrag zuständig sein werden.
VII. Sonstige Informationen
a) Bietergemeinschaften haben in dem Antrag sämtliche Mitglieder der Bieter-gemeinschaft zu benennen sowie einen Vertreter/eine Vertreterin zu bevoll-mächtigen, der/die die Bietergemeinschaft rechtsverbindlich vertritt und insgesamt verantwortlich ist. Der Auftraggeber erwartet auch im Fall einer Bietergemeinschaft die geschlossene Erbringung der Leistung aus einer Hand. Die unter Punkt VI. geforderten Nachweise sind für jedes Mitglied der Bieter¬gemeinschaft zu erbringen.
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b) Die Interessensbekundung ist ausschließlich auf dem Post- bzw. Botenweg einzureichen.
c) Kosten für die Bewerbung, Angebotserstellung und Präsentation werden nicht erstattet.
d) Der Teilnahmeantrag ist rechtsverbindlich zu unterschreiben (keine digitale Unterschrift).
e) Zusätzliche Informationen zum Teilnahmeantrag sind nicht vorhanden.
f) Die Anträge auf Teilnahme in zweifacher Ausfertigung sind an folgende Adresse zu senden:
g) Maßgeblich ist der Eingangsstempel der Poststelle des Deutschen Jugendinstituts e.V. bzw. die Eingangsbestätigung
VIII. Auswahlkriterien
1. Auswahlkriterien für Stufe I:
— Qualität des Exposés
—Einschlägigkeit und wissenschaftliches Renommee des Bieters / der Bietergemeinschaft
— Wirtschaftliche, finanzielle und technische Leistungsfähigkeit des Bieters / der Bietergemeinschaft
— Erfüllung der formalen Voraussetzungen für das Gebot
2. Auswahlkriterien für Stufe II:
— Qualität des Angebots
— Machbarkeit des Angebots
— Wirtschaftlichkeit des Angebots
Diese Angaben finden Sie auch unter www.dji.de
Quelle: OJS 2013/S 160-279544 (2013-08-16)