Transformation des ehemaligen Magazingebäudes der Staatsoper Unter den Linden zur Barenboim-Said Akademie Berlin Leistungen der Technischen Ausrüstung LPH 5 – 9 gemäß § 53 und Anlage 14 HOAI
Das übergreifende Planungsziel ist die Errichtung einer Bildungseinrichtung, der Barenboim-Said Akademie (BSA), die drei programmatische Schwerpunkte integriert:
Musikpädagogik, Geisteswissenschaften mit einem Lehrplan für Musik und Weltwahrnehmung und Internationale Beziehungen und Projekte.
Diese drei Bereiche sollen zu einem anregenden Arbeitsund Lebensumfeld verbunden werden. Die BSA soll eine Musikakademie sein, an der Studenten aus der ganzen Welt eine klassische Musikausbildung erhalten.
Die BSA entsteht im südlichen Gebäudeteil des ehemaligen Magazingebäudes der Staatsoper Unter den Linden. Es befindet sich direkt an der Französischen Straße zwischen Oberwallstraße und Hinter der Katholischen Kirche. Das Magazingebäude wurde 1952 – 1955 von dem Architekten Richard Paulick errichtet. Es steht unter Denkmalschutz und ist in der Denkmalliste unter der Nummer 090959644 geführt. Es gehört zu dem denkmalgeschützten Ensemble Unter den Linden/Dorotheenstadt (Nummer 09095937).
Im Zuge der Sanierung der Staatsoper wurde der nördliche Teil des Magazingebäudes abgerissen und wird durch das neue Probenzentrum der Staatsoper Unter den Linden ersetzt. Dabei werden die denkmalgeschützten Fassaden wieder aufgebaut.
Das Grundstück wird entlang der Brandwand geteilt. Die Teilung des Grundstücks wurde im Januar 2013 beim Vermessungsamt eingereicht.
Es besteht kein rechtlicher, wirtschaftlicher oder technischer Zusammenhang zwischen der Baumaßnahme der Sanierung der Staatsoper und der BSA.
Der zu planende Gebäudeteil, das „Restmagazingebäude“, ist 3-geschossig zuzüglich des Dachgeschosses und steht auf einer Grundfläche von ca. 1 960 m². Das Gebäude ist vollständig unterkellert. Daraus ergibt sich eine BGF von ca. 8 300 m². Der BRI umfasst 44 165 m³.
Das Gebäude ist in drei wesentliche Bereiche gegliedert: Akademie, Konzert- und Probesaal und Foyer Die Akademie wird den westlichen Teil belegen und hier so integriert, dass die ehemalige Raumstruktur ablesbar bleibt.
Der Konzertsaal nimmt den östlichen Teil des Gebäudes bis zum 2. Obergeschoss ein. Dieser Gebäudeteil wird bis auf die Außenwände komplett entkernt. Hier werden nur die Fassaden erhalten bleiben. Der Rauminhalt des Konzertsaals umfasst ca. 8 100 m³.
Das Foyer wird in das Atrium integriert, das als herausragendes Zeugnis der vormaligen Nutzung als Lagergebäude mit seinen großformatigen Toren und der industriellen Anmutung als Industriebau der 1950er Jahre als verbindendes Zentrum weitgehend erhalten bleibt. Zudem erhält das Atrium als Foyernutzung eine Treppenanlage sowie eine Aufzugsanlage als funktionale und architektonische Ergänzung.
Es ist vorgesehen, die Gebäudetechnik im UG und im DG unterzubringen. Über dem Konzertsaal ist ein Zwischengeschoss für Bühnentechnik und Beleuchtung eingeplant.
Innen liegende Räume, das Foyer und der Konzertsaal werden teilklimatisiert. Die Zuluft für den Konzertsaal erfolgt über Quellluft.
Das Brandschutzkonzept sieht eine Teilsprinklerung des Gebäudes vor.
Innen liegende Räume werden kalt entraucht. Der Konzertsaal erhält eine mechanische Rauchabzugsanlage.
Das Gebäude wird mit einer flächendeckenden Brandmeldeanlage ausgerüstet.
Im Foyer ist ein Personen-/Lastenaufzug geplant. Außerdem ist ein Müllaufzug und ein Hubpodest über eine Etage zur Belieferung der Bühne vorgesehen.
Das Projekt wird als Zuwendungsmaßnahme des Bundes durchgeführt und vom BKM unterstützt. Der Zuwendungsbescheid liegt noch nicht vor. Die Projektziele können sich gegebenenfalls nach Vorliegen des Zuwendungsbescheidsändern.
Kosten:
Die Kostenobergrenze für das Projekt wurde nach der Kostenschätzung auf 21,6 Mio. € brutto (KG 200 – 600) festgelegt.
Darin enthalten sind für die Kostengruppe 300 = 14,7 Mio. € brutto und für die Kostengruppe 400 = 5,9 Mio. € brutto. Termine:
Das Projekt befindet sich bereits im Planungsprozess. Die Entwurfsplanung sämtlicher Fachdisziplinen wird voraussichtlich bis Mitte Juli 2013 abgeschlossen sein. Der Bauantrag soll Mitte September 2013 eingereicht werden. Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird im Februar 2014 gerechnet. Der Baubeginn soll spätestens im August 2014 erfolgen. Die Fertigstellung ist im April 2016 geplant. Der Eröffnungstermin der Akademie ist nach der Inbetriebnahme auf den 31.08.2016 festgesetzt.
Leistungen:
Anzubieten ist die Erbringung der Leistungen im Sinne der Leistungsphasen 5 – 9 für die Technische Ausrüstung gemäß § 53 und Anlage 14 HOAI.
Die Leistungsaufnahme muss direkt nach Auftragsvergabe erfolgen.
Die Planung der Technischen Ausrüstung in den Leistungsphasen 1 – 4 § 53 HOAI wurde von ZWP Ingenieur- AG, Berlin, in Zusammenarbeit mit anderen Fachplanern, erbracht.
Die Objektplanung und der raumbildende Ausbau in den Leistungsphasen 1 – 4 § 33 und Anlage 11 HOAI wurde von der Werkgemeinschaft HG Merz und BAL Berlin erbracht. Der Konzertsaal wurde durch das Büro Gehry Partners, LLP entworfen und in die Gesamtplanung integriert.
Die Planer für die Objektplanung und die technischen Planer werden in den weiteren Leistungsphasen teilweise als künstlerische und technische Oberleitung die Integration der planerischen Vorgaben prüfen und bewerten. Deren Vorgaben sind zwingend in die Planung zu integrieren.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-16.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-12.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-06-12
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Auftragsbekanntmachung
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2013-06-24
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Ergänzende Angaben
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2013-07-03
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Ergänzende Angaben
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2013-10-09
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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2013-10-09
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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