Transformation des ehemaligen Magazingebäudes der Staatsoper Unter den Linden zur Barenboim-Said Akademie Berlin Leistungen der LPH 5 und 6 für Tragwerksplanung gemäß § 49 und Anlage 13 HOAI, Besondere Leistungen der LPH 8 und 9 für Tragwerksplanung gemäß Anlage 2 Abs. 2.10 HOAI und optional die Leistungen der LPH 1 – 9 für Ingenieurbauwerke gemäß § 42 und Anlage 12 HOAI
Das übergreifende Planungsziel ist die Errichtung einer Bildungseinrichtung, der Barenboim-Said Akademie (BSA), die drei programmatische Schwerpunkte integriert: Musikpädagogik, Geisteswissenschaften mit einem Lehrplan für Musik und Weltwahrnehmung und Internationale Beziehungen und Projekte. Diese drei Bereiche sollen zu einem anregenden Arbeitsund Lebensumfeld verbunden werden. Die BSA soll eine Musikakademie sein, an der Studenten aus der ganzen Welt eine klassische Musikausbildung erhalten. Die BSA entsteht im südlichen Gebäudeteil des ehemaligen Magazingebäudes der Staatsoper Unter den Linden. Es befindet sich direkt an der Französischen Straße zwischen Oberwallstraße und Hinter der Katholischen Kirche. Das Magazingebäude wurde 1952 – 1955 von dem Architekten Richard Paulick errichtet. Es steht unter Denkmalschutz und ist in der Denkmalliste unter der Nummer 090959644 geführt. Es gehört zu dem denkmalgeschützten Ensemble Unter den Linden/Dorotheenstadt (Nummer 09095937).
Im Zuge der Sanierung der Staatsoper wurde der nördliche Teil des Magazingebäudes abgerissen und wird durch das neue Probenzentrum der Staatsoper Unter den Linden ersetzt. Dabei werden die denkmalgeschützten Fassaden wieder aufgebaut.
Das Grundstück wird entlang der Brandwand geteilt. Die Teilung des Grundstücks wurde im Januar 2013 beim Vermessungsamt eingereicht. Es besteht kein rechtlicher, wirtschaftlicher oder technischer Zusammenhang zwischen der Baumaßnahme der Sanierung der Staatsoper und der BSA. Der zu planende Gebäudeteil, das „Restmagazingebäude“, ist 3-geschossig zuzüglich des Dachgeschosses und steht auf einer Grundfläche von ca. 1 960 m². Das Gebäude ist vollständig unterkellert. Daraus ergibt sich eine BGF von ca. 8 300 m². Der BRI umfasst 44 165 m³. Das Gebäude ist in drei wesentliche Bereiche gegliedert: Akademie, Konzert- und Probesaal und Foyer Die Akademie wird den westlichen Teil belegen und hier so integriert, dass die ehemalige Raumstruktur ablesbar bleibt. Der Konzertsaal nimmt den östlichen Teil des Gebäudes bis zum 2. Obergeschoss ein. Dieser Gebäudeteil wird bis auf die Außenwände komplett entkernt. Hier werden nur die Fassaden erhalten bleiben. Der Rauminhalt des Konzertsaals umfasst ca. 8 100 m³. Das Foyer wird in das Atrium integriert, das als herausragendes Zeugnis der vormaligen Nutzung als Lagergebäude mit seinen großformatigen Toren und der industriellen Anmutung als Industriebau der 1950er Jahre als verbindendes Zentrum weitgehend erhalten bleibt. Zudem erhält das Atrium als Foyernutzung eine Treppenanlage sowie eine Aufzugsanlage als funktionale und architektonische Ergänzung. Das Projekt wird als Zuwendungsmaßnahme des Bundes durchgeführt und vom BKM unterstützt. Der Zuwendungsbescheid liegt noch nicht vor. Die Projektziele können sich gegebenenfalls nach Vorliegen des Zuwendungsbescheids ändern. Kosten: Die Kostenobergrenze für das Projekt wurde nach der Kostenschätzung auf 21,6 Mio. EUR brutto (KG 200 – 600) festgelegt. Darin enthalten sind für die Kostengruppe 300 = 14,7 Mio. EUR brutto und für die Kostengruppe 400 = 5,9 Mio. EUR brutto. Termine: Das Projekt befindet sich bereits im Planungsprozess. Die Entwurfsplanung sämtlicher Fachdisziplinen wird voraussichtlich bis Mitte Juli 2013 abgeschlossen sein. Der Bauantrag soll Mitte September 2013 eingereicht werden. Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird im Februar 2014 gerechnet. Der Baubeginn soll spätestens im August 2014 erfolgen. Die Fertigstellung ist im April 2016 geplant. Der Eröffnungstermin der Akademie ist nach der Inbetriebnahme auf den 31.8.2016 festgesetzt. Leistungen: Anzubieten ist die Erbringung der Leistungen im Sinne der Leistungsphasen 5 und 6 für die Tragwerksplanung gemäß § 49 und Anlage 13 HOAI und Besonderer Leistungen im Sinne der Leistungsphasen 8 und 9 gemäß Anlage 2 Absatz 2.10 HOAI. Da es sich bei dem Projekt BSA um ein Konversionsvorhaben im denkmalgeschützten Bestand mit Entkernung handelt, werden im weiteren Projektverlauf gegebenenfalls weitere und zum jetzigen Stand der Planung unvorhersehbare Leistungen im Bereich der Ingenieurbauwerke, wie Baubehelfe, notwendig werden. Für diesen Bedarfsfall sind optional die Leistungen im Sinne der LPH 1 – 9 für die Ingenieurbauwerke gemäß § 42 und Anlage 12 HOAI anzubieten. Die Leistungsaufnahme im Bereich der Tragwerksplanung muss direkt nach Auftragsvergabe erfolgen. Die Planung in den Leistungsphasen 1 – 4 der Tragwerksplanung gemäß § 49 und Anlage 13 HOAI und der Ingenieurbauwerke gemäß § 42 und Anlage 12 HOAI wurde von GSE Ingenieurgesellschaft mbH Saar, Enseleit und Partner, Berlin erbracht. Die Objektplanung und der raumbildende Ausbau in den Leistungsphasen 1 – 4 gemäß § 33 und Anlage 11 HOAI wurde von der Werkgemeinschaft HG Merz und BAL Berlin erbracht. Der Konzertsaal wurde durch das Büro Gehry Partners, LLP entworfen und in die Gesamtplanung integriert. Die Planer für die Objektplanung und die technischen Planer werden in den weiteren Leistungsphasen teilweise als künstlerische und technische Oberleitung die Integration der planerischen Vorgaben prüfen und bewerten. Deren Vorgaben sind zwingend in die Planung zu integrieren.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-23.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-18.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-06-18
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Auftragsbekanntmachung
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2013-07-01
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Berichtigung
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2013-07-03
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Ergänzende Angaben
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2013-10-09
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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2013-10-09
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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