Vergabe von Transportleistungen
Das LANUV entnimmt und bearbeitet Umweltproben, an derzeit 11 Standorten in NRW (8 Labore mit Probenahme plus 3 reine Probenahmestützpunke). Über den Transport von Proben und Leergut zwischen den Laborstandorten und den Probenahmestützpunkten soll eine Rahmenvereinbarung getroffen werden.
Die Erbringung der Leistung soll zunächst (voraussichtlich in den ersten sechs Monaten des Vertrags) in den Morgenstunden (Lieferung bis 11 Uhr) erfolgen bis die gebäudetechnischen und logistischen Rahmenbedingungen optimiert sind. Anschließend soll der Transport über Nacht erfolgen (Lieferung bis 07 Uhr).
Die Proben sind abgefüllt in verschlossenen Gebinden (i.d.R. Flaschen aus Glas oder Kunststoff mit unterschiedlichen Volumina und Formen, zum Teil mit Zusatz von Konservierungsmitteln, z.B. verdünnte Säuren). Sie werden am Abholort in für den Dienstleister zugänglichen Kühllagern nach Zielort sortiert zur Abholung bereitgestellt. Am Zielort müssen die Flaschen ebenfalls in für den Dienstleister zugängliche Kühllager eingestellt werden.
Die Probenbehälter müssen vor Bruch, Erwärmung, Verunreinigung und Verwechslung geschützt werden. Die Probenbehälter müssen stehend transportiert werden und dürfen nicht geworfen werden.
Während des Transports und einer eventuell notwendigen Zwischenlagerung müssen die zu kühlenden Proben in einer Kühleinrichtung aufbewahrt werden, die geeignet ist zur Aufrechterhaltung einer Temperatur zwischen (5 ± 3) °C. Diese Proben sind am Zielort wieder in Kühlschränke einzustellen.
Einzelne Proben sind gefroren (< - 4 °C) zu transportieren und am Zielort wieder in Gefrierschränke einzustellen.
Der Transport kann erfolgen in geeigneten Kühlboxen mit Kühlelementen oder in sonstigen Transportboxen, wenn das Transportfahrzeug mit Kühl- bzw. Gefriereinrichtungen ausgestattet ist und auch bei längerer Fahr-/Standzeit die Kühlkette nicht unterbrochen wird.
Zur Überprüfung der Einhaltung der Kühlkette werden vom Auftraggeber Datalogger bereitgestellt, den Transporten mitgegeben und beim Eingang im Labor kontrolliert.
Die Transportbehältnisse sind in ausreichender Zahl vom Auftragnehmer zu stellen.
Das zu transportierende Volumen beläuft sich voraussichtlich pro Abholort auf bis zu 20 Kühlboxen bzw. Transportboxen im Format ca. 80 * 40 * 60 cm.
Neben Proben sind auch Materialien wie Leergut, Verbrauchsmaterial und Akten zu transportieren. Leergut ist gleichem Umfang wie für die Proben benötigt, an die Probenahmestützpunkte zu bringen. Verbrauchsmaterial und Akten fallen nur in geringem Umfang an, max. 1 Transportbox.
Der konkrete Transportbedarf kann arbeitstäglich variieren. Der Auftraggeber wird die Fahrten, die in der Nacht zum bzw. am Morgen (in der Anfangsphase) des Folgetag/es durchzuführen sind, im web-basierten Buchungssystem, das der Auftragnehmer stellt, bis 12:00 Uhr eingetragen haben. Der Auftragnehmer stellt die Durchführung dieser Fahrten sicher. Soweit Buchungen nach 12:00 Uhr gemacht werden, sollen diese nach Möglichkeit ebenfalls in der Nacht bzw. bis am Morgen durchgeführt werden. Sie sind spätestens in der nächsten Nacht durchzuführen. (Bsp.: Fahrt wird eingetragen am Montag um 13:00 Uhr, dann ist die Fahrt bis spätestens Mittwoch früh durchzuführen).
Für die Auftragsabwicklung ist ein für andere Nutzer nicht-zugänglicher Webservice bereitzustellen, über das die konkrete Beauftragung und Auftragsabwicklung erfolgt. Dies dient dazu, seitens des Auftraggebers die erforderlichen Fahrten, ggf. Reklamationen etc. einzutragen und seitens des Auftragnehmers Fahrtrouten, Transportgüter, An- und Ablieferung, dort festgestellte Mängel nachvollziehbar zu dokumentieren. Die Nutzerpflege obliegt dem Anbieter, es ist mit ca. 30 Nutzern zu rechnen.
Seitens des LANUV wird pro Ort ein Ansprechpartner (und Vertretung) benannt. Der Auftragnehmer benennt einen zentralen Ansprechpartner und stellt die Kontaktdaten der eingesetzten Fahrer zur Verfügung. Das eingesetzte Personal muss sich in deutscher Sprache verständigen können. Eine weitgehende Kontinuität ist erforderlich, d.h. es soll möglichst Stammpersonal eingesetzt werden. Alle Personen werden an allen Standorten hinsichtlich Arbeitssicherheit unterwiesen und zur Vertraulichkeit verpflichtet.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-02-04.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-12-18.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-12-18
|
Auftragsbekanntmachung
|