VOF-Verfahren mit intergriertem Planungswettbewerb. Sanierung und Teilersatzneubau oder Neubau des Berufsbildungszentrums Völklingen (BBZ-VK)
Der Regionalverband Saarbrücken beabsichtigt die Sanierung und den Teilersatzneubau oder. den Neubau des Berufsbildungszentrums Am Bachberg 1, in Völklingen.
Das in Bauabschnitten von 1972 bis 1978 realisierte BBZ-VK umfasst insgesamt ca. 22 500 m² BGF, I. BA mit den Gebäudetrakten „A, B, C, D“, II. BA mit den Gebäudetrakten „E, F, G, H,J“ und III. BA mit den Gebäudetrakten „K, L, M“, ist auf Grund der langen Nutzungsdauer in einem Zustand, der eine Generalsanierung zwingend notwendig macht. Die heute gültigen Vorschriften und Gesetze erfordern zwingend Verbesserungen im Brand-, Unfall-, Wärme- und Schallschutz. Die gesamte haustechnische Anlage ist erneuerungsbedürftig. Verbesserungen der räumlichen Organisation, der Grundrissgestaltung und der Erschließung sollen die zeitgemäße Nutzung der Berufsschule nebst Landesseminar ermöglichen, geänderten Lehrinhalten neuen Raum geben und die Zukunftsfähigkeit der gesamten Einrichtung sichern. Die Berufsschule wird funktional neu strukturiert. Dabei sollen die ausstattungs- und versorgungstechnisch aufwändigsten Bereiche und Werkstätten konzentriert, um einerseits die Leitungs- und Medienstränge zu bündeln, die Versorgungstechnik effizienter anordnen zu können und die emissionsstarken von den ruhigen Bereichen zu separieren.
Der Auslober legt daher im Rahmen des Realisierungswettbewerbs besonders großen Wert auf eine wirtschaftliche Lösung hinsichtlich Bau und Betrieb, sowie auf die Einhaltung von Energiestandards, wobei dabei auch die mitverwendeten Bestandsgebäude durch Ertüchtigung - wie die Neubauten - generell den Anforderungen nach EnEV 2009 Abschnitt 2 für zu errichtende Gebäude anzupassen sind. Hochtechnisierte Fachräume, wie z. B. Hörsäle, Labore, Werkstätten, können hinsichtlich ihres hochgradig technischen Ausbaus in einem Teilersatzneubau oder Neubau realisiert werden. Aufgabe des Wettbewerbs wird es sein, für die Entscheidungsfindung „Sanierung und Teilersatzneubau“ oder „Neubau“, die Zentralfunktionen formal wie funktional optimal einzugliedern. Dafür ist ein schlüssiges Gesamtkonzept zu entwickeln, das städtebaulich-architektonischen, funktionalen, wie auch wirtschaftlichen und energetischen Anforderungen gleichermaßen gerecht wird und im laufenden Schulbetrieb umsetzbar ist.
Auch der Zusammenlegung von „Kaufmännischem BBZ und Technischem-BBZ“ zu einer Verwaltungseinheit, dem BBZ-VK, soll in seinem Erscheinungsbild Rechnung getragen werden. Hinsichtlich der Haupterschließung, die aktuell noch über das angrenzende Wohngebiet „Heidstock“ im Süden erfolgt, soll zukünftig die Haupterschließung über die im Norden liegende Moselstraße erfolgen. Das neue reduzierte Raumprogramm umfasst ca. 14 400 m² BGF und soll rund 1 900 SchülerInnen (entspricht ca. 1 000 bis 1 100 Vollzeitschülern) im Jahr 2020 Platz bieten. Die nach Rückbau von Bestandsmassen nicht mehr benötigten Flächen sind in die Außenanlage einzupassen.
Aufgabe des Wettbewerbs wird es sein, die geforderten Funktionen formal, funktional und wirtschaftlich zu einer Gesamtlösung zu führen. Dabei wird es den zum nichtoffenen Planungswettbewerb eingeladenen Teilnehmern freigestellt, ob oder in welchem Umfang sie durch eine Mitverwendung von vorhandenen Bausubstanzen ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickeln, das städtebaulich-architektonischen, funktionalen, wie auch wirtschaftlichen und energetischen Anforderungen gleichermaßen gerecht wird um im laufenden Schulbetrieb umsetzbar ist. Der Nachweis des "Nachhaltigen Bauens" ist anhand einer Lebenszyklusbetrachtung nach den fesgelegtenKostenkennwerten und Berechnungsparametern nach BNB (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen) zu führen.
Die unterbreiteten Lösungsvorachläge dienen dem Auslober zur Entscheidungsfindung nach welcher Variante "Sanierung und Teilersatzneubau" oder "Neubau" eine Realisierung erfolgen wird.
Den zum nichtoffenen Planungswettbewerb eingeladenen Teilnehmern wird dabei freigestellt, welche Variante als Lösungsvorschlag dem Auslober unterbreitet wird.
Die Vergabe der Planungsleistungen (HOAI, Objektplanung, § 33 Leistungsbild Gebäude und raumbildende Ausbauten) soll im Rahmen eines 2-stufigen VOF-Vergabeverfahrens durchgeführt werden. In Stufe 1 erfolgt die Auswahl der Teilnehmer für den Planungswettbewerb auf Grundlage eines vorgeschalteten Teilnahmewettbewerbs nach VOF. Im anschließenden nichtoffenen Planungswettbewerb nach GRW-Saar erfolgt die Bewertung der Wettbewerbsbeiträge durch ein Preisgericht und eine Rangfolge wird festgelegt. Das in Stufe 2 anschließende Verhandlungsverfahren erfolgt mit den Preisträgern des Planungswettbewerbs. Nach Abschluss der Verhandlungsgespräche beabsichtigt der Auftraggeber einen Vertrag mit dem Bewerber zu schließen, der im Hinblick auf die gestellte Aufgabe am ehesten die Gewähr für eine sachgerechte und qualitätsvolle Leistungserfüllung bietet (§20 VOF).
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-05.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-04.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2013-06-04
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Auftragsbekanntmachung
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