Um das Klimaschutzpotenzial der Elektromobilität auszuschöpfen, hat sich die Bundesregierung in Übereinstimmung mit der Nationalen Plattform Elektromobilität dafür ausgesprochen, dass für den Betrieb der Fahrzeuge zusätzlicher Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt werden soll. Durch Bereitstellung zusätzlicher EE kann der Anspruch nach CO2-Minderung und auch Vermarktungsfähigkeit der Fahrzeuge am besten erfüllt werden. Für eine Bereitstellung zusätzlicher EE sprechen vor allem die Glaubwürdigkeit gegenüber den Käufern von Elektrofahrzeugen und die damit verbundene positive Wertung durch Öffentlichkeit und Multiplikatoren sowie die zweifelsfreie Hinterlegung des CO2-Vorteils.
Ziel des Vorhabens ist zum einen (1) die Analyse, ob und inwieweit für den Betrieb von Elektrofahrzeugen zusätzlicher EE-Strom zum Einsatz kommt und zum anderen (2) die Erarbeitung von Empfehlungen für eine zweckmäßige Erfüllung des im Regierungsprogramm Elektromobilität bzw. im zweiten NPE-Bericht formulierten oben genannten Anspruchs durch Entwicklung und Bewertung verschiedener denkbarer Modelle. Die Empfehlungen sollen im Rahmen eines Stakeholderdialogs unter Einbeziehung der maßgeblichen Interessenvertreter entwickelt und abgestimmt werden.
Für (1) ist dabei zu erfassen, in welchem Umfang Automobilhersteller oder Dritte in EE-Anlagen, für die keine EEG-Förderung in Anspruch genommen wird, investieren und diese Investitionen für die CO2-Bilanz von Elektrofahrzeugen anrechnen . Ferner ist zu erfassen, inwieweit Nutzer von Elektrofahrzeugen Stromangebote nutzen, die eine Errichtung zusätzlicher EE-Anlagen (entsprechend ebenfalls außerhalb EEG) herbeiführen, und in welchem Umfang der Zubau von Anlagen vollzogen wird. Darüber hinaus soll ermittelt werden, in welchem Umfang zusätzlicher EE-Strom für den Betrieb der Elektrofahrzeuge genutzt werden kann, indem durch intelligentes Lademanagement die Abregelung von EE-Anlagen vermieden wird. Zur Ermittlung des EE-Einspeisepotenzials durch Laststeuerung ist voraussichtlich eine Simulation von Nachfrageverhalten und Stromerzeugung mittels eines Strommarktmodells erforderlich. Hierbei soll eine möglichst realitätsgetreue Simulation bis zum Jahr 2030 erfolgen.
Für (2) wird erwartet, dass die Empfehlungen dem Anspruch einer klimafreundlichen Elektromobilität durch Kopplung an Strom aus erneuerbaren Quellen möglichst praxisnah gerecht werden. Erwägungsgründe sollen dabei auch Umsetzbarkeit und Kosten umfassen. Wesentlich ist die Erarbeitung verschiedener Optionen (gegebenenfalls auch eines Bündels) unter Darstellung der jeweiligen Vor- und Nachteile, unter anderem im Hinblick auf Wirksamkeit und nachvollziehbarer Kostenverteilung. Die Empfehlungen sollen dabei im Rahmen eines kontinuierlich begleitenden Stakeholderdialogs erarbeitet werden, wobei Erfahrungen und Sichtweisen der Interessenvertreter einzubeziehen sind. Durch die Einbeziehung der Stakeholder ist ferner zu gewährleisten, dass berührende Prozesse – zum Beispiel Diskussionsprozesse innerhalb der NPE – abgedeckt werden. Zu den maßgeblichen Interessenvertretern zählen mindestens die Automobilhersteller, die Energieversorger und Stromanbieter sowie Verbraucher- und Umweltverbände.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-11-04.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-09-12.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2013-09-12) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Beratung im Bereich Forschung und Entwicklung
Menge oder Umfang:
“Das Konzept basiert auf 2 Arbeitspaketen:1. Leistungen zur Analyse des Fahrstroms.2. Leistungen zur Erarbeitung von Empfehlungen und zur Durchführung des...”
Menge oder Umfang
Das Konzept basiert auf 2 Arbeitspaketen:1. Leistungen zur Analyse des Fahrstroms.2. Leistungen zur Erarbeitung von Empfehlungen und zur Durchführung des Stakeholderdialogs.Weitere Aufgaben sind:— Auftaktbesprechung, wo der Arbeitsplan und generelle methodische Aspekte abgestimmt werden,— mindestens 6 Arbeitsbesprechungen im BMU— Teilnahme an wichtigen Besprechungen im BMU,— halbjährliche Zwischenberichte,— Abschlussbericht mit Kurzversion.
Mehr anzeigen Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Beratung im Bereich Forschung und Entwicklung📦
Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Postanschrift: Stresemannstraße 128-130
Postleitzahl: 10117
Postort: Berlin
Kontakt
Internetadresse: http://www.bmu.de🌏
E-Mail: annette.brueckner@vdivde-it.de📧
Telefon: +49 30310078235📞
Fax: +49 30310078225 📠
“Mit der Abgabe seines Angebotes unterliegt der Bieter auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote gemäß § 22 EG VOL/A. Weitere Bedingungen...”
Mit der Abgabe seines Angebotes unterliegt der Bieter auch den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote gemäß § 22 EG VOL/A. Weitere Bedingungen insbesondere Vorgaben zur Einreichung von Angeboten, sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen, die bei der Vergabestelle elektronisch per E-Mail angefordert werden können. Die Vergabestelle versendet die Vergabeunterlagen per Mail und auf Wunsch per Post innerhalb von sechs Tagen nach Eingang der Anforderung. Zusätzliche Auskünfte über die Vergabeunterlagen und das Anschreiben sind schriftlich per E-Mail an die Vergabestelle unter Angabe der Absenderadresse (E-Mail), zurichten. Die Vergabestelle wird allen bekannten Interessenten die Auskünfte schnellstmöglich, spätestens sechs Kalendertage vor Ablauf der Angebotsfrist per E-Mail erteilen. Nach diesem Termin ist die Möglichkeit der Auskunftserteilung nicht mehr gegeben. Daher bitten wir darum, die Nachfragen spätestens bis zum 29.10.2013 zu stellen.
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Quelle: OJS 2013/S 179-309076 (2013-09-12)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2014-01-30) Objekt Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 450 935 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Verfahren
Angebotsart: Entfällt
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit