Zubau und Sanierung des Gymnasiums Altona an den Standorten Hohenzollernring 57-61 und Bleickenallee 5, Hamburg
Die Freie und Hansestadt Hamburg hat zum 01.01.2013 gemäß §26 (1) Landeshaushaltsordnung den Landesbetrieb SBH | Schulbau Hamburg (nachstehend SBH genannt) gegründet. Dieser Landesbetrieb hat die Aufgabe, die Schulimmobilien unter Berücksichtigung der schulischen Belange nach wirtschaftlichen Grundsätzen zu planen, zu bauen, zu unterhalten und zu bewirtschaften und die mehr als 400 Schulen an die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) zu vermieten. Die Schulimmobilien umfassen sämtliche für schulische Zwecke genutzten Grundstücke und Gebäude der staatlichen und beruflichen Schulen. Die Grundstücksfläche beträgt etwa 9,1 Mio. m² und die Hauptnutzungsfläche etwa 3,1 Mio. m².
In dieser Tätigkeit wurde Schulbau Hamburg beauftragt, das Gymnasium Altona zu sanieren und aufgrund steigender Schülerzahlen von 4 auf 6 Züge zu erweitern.
Die Schule verteilt sich über mehrere Gebäude auf drei Grundstücken:
- Auf dem Schulgelände am Hohenzollernring 57-61 (im Folgenden Standort A genannt) befindet sich ein denkmalgeschützter Altbau mit Sporthalle aus dem Jahr 1910, der zusammen mit dem davorliegenden Park und einigen benachbarten Gebäuden unter Denkmalschutz (Ensembleschutz) steht. Auf diesem Gelände befindet sich zusätzlich noch eine Sporthalle aus den 70er Jahren.
- Etwa zweihundert Meter entfernt, in der Bleickenallee 5 (im Folgenden Standort B genannt), befindet sich ein denkmalgeschützter Altbau. Der vordere Teil stammt aus der Gründerzeit, während der hintere Teil 1928 von dem Architekten und Bausenator in Altona, Gustav Oelsner, im Stil der Neuen Sachlichkeit gebaut wurde. Auf diesem Grundstück befindet sich noch eine separate Sporthalle aus der Gründerzeit, die ebenfalls unter Denkmalschutz steht.
- In der Bülowstraße befindet sich ein Neubau aus dem Jahr 2004, in dem Fachräume und ein Mehrzweckbereich mit Kantine untergebracht sind.
Die denkmalgeschützten Altbauten und Sporthallen an den Stadtorten A und B sollen im Zuge der Gesamtmaßnahme saniert werden. Es sollen Sanierungsmaßnahmen u. A: in den Bereichen Brandschutz, Schallschutz, WC-Anlagen und Mauerwerksschäden durchgeführt werden.
Weiterhin sollen neue Klassenräume zugebaut und drei neue Sporthallen bzw. Sporthallenflächen errichtet werden.
2012 wurde von Schulbau Hamburg eine Machbarkeitsstudie erarbeitet. Diese Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das nötige Neu- und Zubauvolumen auf den vorhandenen Schulgrundstücken nicht komplett abgebildet werden kann. Für die drei neu zu errichtenden Sporthallen bzw. Sporthallenflächen müssen in der Nähe der Liegenschaft (5-10 Gehminuten Entfernung) geeignete Grundstücke gefunden werden. Denkbar wäre die Errichtung mehrerer solitärer oder kombinierter Sporthallen / Sporthallenflächen.
Insgesamt ist von einem derzeitigen Sanierungsbedarf von etwa 12.100² NGF und von einem Zubaubedarf von etwa 4.600m² NGF auszugehen. Die von Schulbau Hamburg erarbeitete Machbarkeitsstudie wird den Bietern im Rahmen der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
Teil der Beauftragung ist es, im Rahmen der Sanierungs- und Zubaumaßnahmen ein tragfähiges und nachhaltiges Gesamtkonzept für die Schule zu erstellen. Dies führt ggf. zu einer umfangreichen Planungsphase.
Es werden mit der Bearbeitung der Leistungsphase 2 planerische Lösungsvorschläge erwartet, die ein möglichst optimales Verhältnis zwischen langlebigen Baukonstruktionen, hoher Energieeffizienz, niedrigen Betriebskosten, anspruchsvoller Gestaltung und wirtschaftlicher Erstellung vorweisen.
Die Baumaßnahmen sind in Abstimmung mit der Schule zum Teil bei laufendem Betrieb durchzuführen und bis Ende 2016 fertigzustellen.
Für die Umsetzung der Gesamtmaßnahme ist ein Budget von ca. 20 Millionen EURO brutto gem. DIN 276 Kostengruppen 200 - 700 vorgesehen.
Die genannten Teilprojektmaßnahmen sind unter der Prämisse der standortspezifischen Anforderungen im Rahmen des Gesamtkonzeptes zu entwickeln. Im Zuge der Gesamtplanung sind Vorschläge für die zeitliche Staffelung der Bauphasen zu erbringen.
Die zu vergebenen Leistungen bestehen aus:
LOS 1:
- Leistungsphasen 1 bis 2 Objektplanung gem. §33 HOAI;
- Leistungsphasen 3 bis 9 Objektplanung gem. §33 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
LOS 2:
- Leistungsphasen 1 bis 2 Technische Ausrüstung gem. §53 HOAI, Anlagegruppen 1-8 gem. §51 (2) HOAI und Ingenieurbauwerke (Entwässerung) gem. §42 HOAI;
- Leistungsphasen 3 bis 9 Technische Ausrüstung gem. §53 HOAI, Anlagegruppen 1-8 gem. §51 (2) HOAI und Ingenieurbauwerke (Entwässerung) gem. §42 HOAI, als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
LOS 3:
- Leistungsphasen 1 bis 2 Tragwerksplanung gem. §49 HOAI;
- Leistungsphasen 3 bis 6 Tragwerksplanung gem. §49 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen)
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2013-07-29.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2013-06-27.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2013-06-27
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Auftragsbekanntmachung
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2014-08-22
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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