00713_VOF_FKF_HKLS; Sanierung technische Infrastruktur (SBTI III); Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, Leistung für die Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung (HLSK)

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. – Generalverwaltung – Bauabteilung

Gegenstand der zu vergebenden Leistungen sind Leistungsphasen nach § 55 ff HOAI 2013 für das Bauvorhaben „Sanierung technische Infrastruktur (SBTI III) am MPI für Festkörperforschung“ in Stuttgart. Die Maßnahme umfasst dabei den Campus Festkörperforschung und Intelligente Systeme.
Mit dem gesuchten Auftragnehmer wird zunächst ein Vertrag über die Leistungsphasen 2 bis 4 geschlossen; dieser Vertrag beinhaltet die Option der weiteren Beauftragung der Leistungsphasen 5-9 (Phase 9 teilweise) für den Auftraggeber. Es wird eine stufenweise Beauftragung einzelner oder mehrerer Leistungsphasenvorgesehen. Die Honorierung erfolgt nach der HOAI 2013.
Die Gebäude der MPI's wurden in einem 1.Bauabschnitt (BA) 1975 und 2000 in einem 2. BA errichtet. Die Stockwerke dieser Gebäudeteile werden Ebenen genannt und sind vom Keller nach oben mit Ebene 1 bis 7 gekennzeichnet.
Die Gebäude sind in der Ebene O (unterhalb Ebene 1) teilweise durch einen Kriechkeller, welcher als Installationsebene dient, miteinander verbunden.
Bei den MPI Institutsgebäuden handelt es sich um hoch installierte chemisch- physikalische Laborflächen.
Die zu bearbeitenden Gebäudeteile haben ca. einen Umfang 65.000qm (BGF).
Die Sanierungsmaßnahmen umfassen hauptsächlich die Erneuerung von Anlagenteilen auf Grund ihres Alters.
Um die energieeffiziente Betriebsweise der Institute zu verbessern, sind u.a. folgende Maßnahmen umzusetzen:
— neues BHKW aufstellen,
— vorhandenes Kältenetz hinsichtlich Hydraulik optimieren,
— vorhandenes Lüftungssystem überarbeiten,
— Erneuerung und Optimierung der Luftverteilung;….
Alle auszuführenden Maßnahmen erfolgen bei laufendem Betrieb des Institutes. Bei der Planung sind nicht nur die speziellen Anforderungen im Hinblick auf die technischen Anlagen, sondern auch die bei solchen Objekten üblichen Arbeitsabläufe zu berücksichtigen. Insoweit legt die Max-Planck-Gesellschaft bei diesem Vergabeverfahren nicht nur Wert darauf, dass die Bewerber profunde Kenntnisse im Bereich der Planung von Laboren nachweisen können, sondern ebenso auf Erfahrungen bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen im laufenden Betrieb zurückgreifen können.
Die Maßnahmen stehen funktional, technisch und zeitlich in sehr engem Zusammenhang.
Die Planung der Leistungsphasen 2-4 für die verschiedenen Bereiche erfolgt teilweise parallel, bei den Leistungsphasen 5-8, insbesondere bei der Baudurchführung und Bauüberwachung, werden voraussichtlich die Maßnahmen zeitlich versetzt durchgeführt, um den laufenden Betrieb nicht mehr als notwendig einzuschränken.
Die Planung hat entsprechend der gültigen deutschen Regeln und dem Stand der Technik zu erfolgen. Die Einhaltung der Brandschutzvorschriften hat immer oberste Priorität.
Die Planung muss ebenso wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Gesichtspunkte einbeziehen. Dabei sind auch Bewertungen für die Anlagenoptimierung zu erstellen.
Die Leistungen umfassen die Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8 gemäß der HOAI § 53.
Der voraussichtliche Planungsbeginn ist für Mitte September 2014 und die Baudurchführung ist fürs III. Quartal 2015 bis Ende 2017 vorgesehen.
Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des v.g. Zeitraumes zu erbringen und insbesondere, dass sie über die hierfür notwendigen fachlichen, personellen, sachlichen und zeitlichen Mittel verfügen.
Die voraussichtlichen anrechenbaren Kosten (netto) liegen nach einer ersten Kostenannahme bei ca. 5,7 Mio. EUR.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig und kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort zur Verfügung zu stehen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-04-07. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-03-07.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-03-07 Auftragsbekanntmachung
2014-07-17 Bekanntmachung über vergebene Aufträge