A136_2014: Hochfluss-Röntgenquellen + Optiken (Kauf)
Als eines von 18 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft beschäftigt das HZB rund 1.100 Mitarbeiter - davon zirka 800 in Berlin-Wannsee und 300 in Berlin-Adlershof.
Das HZB arbeitet eng mit den Universitäten und Fachhochschulen in Berlin-Brandenburg zusammen.
Für Forschungsarbeiten zur Struktur und Funktion der Materie betreibt das HZB zwei wissenschaftliche Großgeräte: den Forschungsreaktor BER II für Experimente mit Neutronen und den Elektronenspeicherring BESSY II, der hochbrillante Synchrotronstrahlung vom Terahertz- bis in den Röntgenbereich erzeugt. Beide Anlagen dienen der Erforschung der Materie und verfügen über hoch spezialisierte Probenumgebungen. Das heißt, hier lassen sich Experimente unter anspruchsvollsten Bedingungen durchführen (hohe Magnetfelder, tiefe Temperaturen, hohe Drücke). Die Weiterentwicklung dieser einzigartigen Instrumente gehört zu den wesentlichen Aufgaben des Zentrums. Mit seinem Nutzerservice ermöglicht das HZB jährlich rund 3 000 externen Wissenschaftlern (aus bislang 35 Ländern) den Zugang zu den zum Teil einzigartigen Messmethoden. Erklärtes Ziel ist es, die komplementäre Nutzung von Neutronen und Photonen zu fördern, denn mit beiden erhält man ein vollständigeres Bild der Materie.
Die Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung ist eine zentrale, drängende Fragestellung dieses Jahrzehnts. Die Forschung steht vor der Herausforderung, zukunftsfähige Ansätze für die Lösung der Energiefrage zu entwickeln.
Die Aktivitäten in der Abteilung Mikrostruktur- und Eigenspannungsanalyse sind auf den Betrieb von Synchrotron- und Neutronengroßgeräten an den Quellen BESSY II und BER II ausgerichtet. Sie zielen auf die Charakterisierung der Struktur und Eigenschaften von Materie auf unterschiedlichen Längenskalen ab, die sich von nano- bis hin zu makroskopischen Dimensionen erstrecken. Flankiert durch Laborröntgeneinrichtungen werden für Materialforscher an Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie in der Industrie hochentwickelte Diffraktions- und Streumethoden angeboten. Die Eigenforschung konzentriert sich auf die Entwicklung und Verbesserung von Methoden zur Nano- und Mikrostruktur-, Eigenspannungs- und Texturanalyse sowie deren Anwendung auf ein breites Spektrum von Materialen, das von der Photovoltaik über Protonen- und Sauerstoffleiter und Batteriematerialien bis hin zu (nicht)metallischen Gläsern reicht.
Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie plant die Beschaffung von zwei Hochfluss-Laborröntgenquellen im mittleren und hohen Energiebereich für den Einsatz in der Energie- und industrienahen Materialforschung. Mit Hilfe dieser Quellen soll ein breites Spektrum an Analysemöglichkeiten auf den Gebieten der Diffraktion, Streuung und bildgebenden Verfahren sowie für kombinierte Experimente geschaffen und schwerpunktmäßig für zeit- und ortsaufgelöste Untersuchungen eingesetzt werden. Die Quellen sollen die Forschungsaktivitäten an den 7T-Multipolwiggler-Messplätzen bei BESSY II mittelfristig ergänzen und in der Perspektive unter den gegebenen Randbedingungen ersetzen. Insbesondere wird damit auch die Zielstellung verfolgt, die im Rahmen des EMIL Projektes verfügbare, synchrotronbasierte Diffraktionsanalytik für den Energiebereich >10 keV zu erweitern, um auf diese Weise die bislang am energiedispersiven Materialforschungsmessplatz EDDI angesiedelten Aktivitäten auf dem Gebiet der in-situ Analytik von Chalkopyrit-Dünnschichtstrukturen fortführen zu können.
Beschafft werden sollen zwei Hochfluss-Röntgenquellen (Los 1) und dazu passende Optiken (Los 2).
Leistungs- und Lieferumfang gemäß Leistungsverzeichnis und Vergabeunterlagen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-10-28.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-08-25.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-08-25
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Auftragsbekanntmachung
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2015-04-07
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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