Architektenleistungen für den Neubau eines Laborgebäudes für das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. in Leipzig, LPH 4–9 HOAI
Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS), das sich mit der Grundlagenforschung zu Aerosolen und Wolken sowie deren Wechselwirkung untereinander beschäftigt, plant an seinem Standort im „Wissenschaftspark Permoser Straße“ in Leipzig die Erweiterung seiner Baulichkeiten für Forschungszwecke durch den Neubau eines Laborgebäudes. Der Neubau mit 1.645 m2 NF soll die räumlichen Kapazitäten des Instituts vergrößern und sich architektonisch in das vorhandene Ensemble aus dem 2005 fertig gestellten und mehrfach ausgezeichneten „Wolkenlabor“ und dem Rechen- und Logistikzentrum aus dem Jahr 2011 einfügen. Um die Machbarkeit des Vorhabens am Standort zu prüfen, wurde bereits eine Objektplanung bis zur abgeschlossenen LPH 3, Entwurfsplanung, nach HOAI erarbeitet. Der Auftrag beinhaltet die Weiterführung der vorliegenden Entwurfsplanung in den Leistungsphasen
LPH 4: Genehmigungsplanung
LPH 5: Ausführungsplanung
LPH 6: Vorbereitung der Vergabe
LPH 7: Mitwirkung bei der Vergabe
LPH 8: Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation
LPH 9: Objektbetreuung
gemäß der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI 2013, Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume § 34, die phasenweise beauftragt werden sollen.
Für die Baumaßnahme ist eine Kostenobergrenze von 8 400 000 EUR Brutto für die KG 100–700 einschl. BNK einzuhalten.
Die Fertigstellung muss bis Dezember 2016 erfolgen.
Für die Planung der technischen Anlagen und der Laborausstattung sind bereits Planer gebunden.
Kurzbeschreibung des Gebäudes: Der Laborneubau mit Außenabmessungen von 51 x 30 m soll unmittelbar neben dem Rechen- und Logistikzentrum errichtet werden. Er wird nicht unterkellert und besteht aus zwei oberirdischen Geschossen und einer Aufstockung auf drei Geschosse als Aufgang zum Dachgeschoss. Auf dem Dach werden wechselnde Versuchsanordnungen ermöglicht. Außerdem sind dort die lüftungs- und kältetechnischen Anlagen untergebracht. Die Gebäudetechnik befindet sich im Erd- und Obergeschoss. Insgesamt machen die technischen Anlagen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an den Bauwerkskosten aus. Der inneren Struktur liegt ein im Laborbau übliches, wirtschaftliches Raster von 1,20 m x 1,20 m (Hauptraster 3,60 m) zugrunde.
Die modulartig aufgebauten Labore sind ca. 20 bis 40 qm groß und unterliegen als reine Analytik- und Messlabore keiner Schutzstufen. In einer Mittelzone sind Sonderräume und eine sich über beide Geschossebenen erstreckende Aerosolkammer für besondere Versuche angeordnet. Die räumliche Anordnung der Labore wurde umfänglich mit den Nutzern abgestimmt und steht nicht zur Disposition. Die tragenden Außenwände bestehen aus Stahlbeton-Halbfertigteilen und Fertigteilen mit mineralischer Dämmung. Die Gestaltung knüpft mit den Materialien Beton, Glas und Aluminium an die vorhandenen Gebäude an.
Die Außenwandbekleidung an den Giebelseiten besteht aus Aluminium-Klemmpaneele.
Zum sommerlichen Wärmeschutz werden Außenraffstoreanlagen nicht sichtbar in die Dämmebene integriert. Auch die tragenden Innenwände sollen aus Stahlbeton-Halbfertigteilen erstellt werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-07-15.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-06-13.
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2014-06-13
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Auftragsbekanntmachung
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