Architektenleistungen (LP 1-8) gem. HOAI § 34 „Objektplanung Architekten und Ingenieurleistungen – Gebäude“ für die energetische Gesamtsanierung und Umstrukturierung bzw. Umbau der Räume des „Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums“ in Wuppertal in Bezug auf ein neues pädagigisches Konzept
Objektplanerleistungen gemäß HOAI 2013, Teil 3, Objektplanung Gebäude und Innenräume im Rahmen der energetischen Gesamtsanierung und Umstrukturierung bzw. Umbau der Räume des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums im Zentrum von Wuppertal-Elberfeld in Bezug auf ein neues pädagogisches Konzept. Umfang: Leistungsphasen 1-8, HOAI (2013) § 34
Das Gymnasium setzt sich aus 3 zentral verknüpften Gebäudeteilen (BGF ca. 9 000 m²), mit unterschiedlicher Bauzeit, zusammen. Es ist in der Hauptsache aus Stahlbetonskelettbau konstruiert. Das Gelände der Schule befindet sich angrenzend an die Elberfelder City in einer Art „Insellage“, abgeschnitten von der nächsten Wohnbebauung aufgrund der umliegenden Straßenführung.
Zur Vorbereitung der energetischen Gesamtsanierung haben die beteiligten Entscheidungsträger, Schule, Stadtbetrieb Schulen und Gebäudemanagement eine „Phase Null“ durchgeführt. Diese wurde, als Gewinn eines Wettbewerbs „Schulen planen und bauen“ durch die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft begleitet. Ergebnis der Phase Null ist ein gemeinschaftlich abgestimmtes Umbaukonzept. Im Ergebnisbericht der Phase Null ist die grundsätzliche Konzeption für den Schulumbau beschrieben. Er enthält die grobe räumliche Umsetzung des aktuell präzisierten pädagogischen Konzeptes der Schule, abgestimmt mit dem Schulträger und dem Gebäudewirtschafter. Er zeichnet keinen Vorentwurf.
Der räumliche Zusammenhang von Funktionsbereichen, die grundsätzliche Anordnung der Klassencluster-Struktur, das Verhältnis von öffentlichem zu rein-schulischem Bereich, die grobe Anordnung der zentralen Mitte („Herzstück“) der Schule, den naturwissenschaftlichen Bereichen, dem Creativ-Cluster und der Verwaltung, sind dort beschrieben.
Die Bereitschaft, dieses Grundkonzept für die Bauaufgabe anzuerkennen und sich mit den differenziert geschilderten Grundlagen gestalterisch auseinanderzusetzen, ist zwingende Voraussetzung für die Übernahme der in diesem Verfahren abgefragten Leistung. Erfahrung mit der Umsetzung von Beteiligungsprojekten (Einbeziehen von Bürgern/Nutzern an der Erarbeitung der Grundlagen für die spätere Ausführung von Maßnahmen) ist daher von Vorteil.
Desweiteren ist Bestandteil der Beauftragung, dass die in der Lenkungsgruppe der Phase Null beteiligten Akteure (GMW, Schule und Stadtbetrieb Schulen) in allen Planungs- und Umsetzungsphasen die Umsetzung des Phase-Null-Konzeptes kontrollieren, um das Ergebnis im Sinne der Beteiligten sicherzustellen.
Die auszuführenden Aufgaben im Rahmen der Gesamtsanierung (hiervon ausgenommen ist die neu errichtete Aula):
— Wiederherstellung der durch die Schadstoffsanierung betroffenen Flächen im Innenbereich (die Schadstoffsanierung wird vor Projektbeginn von einem Dritten durchgeführt);
— Feuchtesanierung im erdberührten Bereich des Südflügels;
— energetische Optimierung der Fassaden- und Dachflächen, angestrebt werden Werte der aktuellen EnEV 2014 -30 % und damit nahezu Passivhausqualität;
— Herstellen von Barrierefreiheit gem. Barrierefrei-Richtlinie GMW sowie Forderungen aus der Inklusion;
— Veränderung der inneren Grundrißstruktur gemäß Ergebnisbericht der Phase Null;
— Umsetzung des Brandschutzkonzeptes;
— neue Heizungsinstallation einschl. Heizkörper, neue Ver- und Entsorgungsleitungen einschl. Objekte;
— neue Elektroinstallation und strukturierte PC-Vernetzung, Einbau BMA und MSR sowie geregelte Lüftungsanlage, neue NW-Einrichtungen;
— Neugestaltung der Außenanlagen.
Die Gebäudesanierung soll in einem Zuge durchgeführt werden, die Schule wird ausgelagert.
Der aktuelle Kostenrahmen schließt mit einer Summe von ca. 17 000 000 EUR brutto für die Kostengruppen 300-700 ab. Die Kosten wurden im Rahmen eines groben Kostenrahmens ermittelt und stellen nur einen Anhaltswert zum Versendezeitpunkt dar. In Planung und Ausführung ist ein hohes Maß von Kosten- und Terminsicherheit zu gewährleisten.
Die Gesamtbauzeit wird sich auf ca. 3 Jahre belaufen, der Baubeginn soll Mitte 2015 mit der Schadstoffsanierung beginnen und die Gesamtmaßnahme Mitte 2018 abgeschlossen werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-08-28.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-07-24.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-07-24
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Auftragsbekanntmachung
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2014-08-22
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Ergänzende Angaben
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2014-12-11
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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