Ausstellungsbau Historische Ausstellung Endlager Morsleben
Das ehemalige Salzbergwerk und heutige Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben hat eine wechselvolle Vergangenheit: Kali- und Steinsalzförderung, Rüstungsproduktion mit KZ-Häftlingen während des Nationalsozialismus, später Geflügelproduktion und Giftmülldeponie.
1971 hat die ehemalige DDR in diesem Bergwerk ein Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingerichtet. Die Bundesrepublik hat dieses Endlager bis 1998 weiter genutzt. Insgesamt wurden über 36.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert.
Als Betreiber des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben gibt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) offen und aktuell Einblick in alle Arbeiten, die es für den sicheren Betrieb und die Stilllegung des Endlagers Morsleben durchführt. Es unterhält vor Ort die Infostelle Info Morsleben, in der interessierte Bürgerinnen und Bürger umfassend über das Endlager und seine Stilllegung informiert werden.
Das BfS plant als Betreiber des Endlagers, die Geschichte des ehemaligen Salzbergwerks und späteren Endlagers in Morsleben in Form einer Dauerausstellung der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die geplante historische Ausstellung soll die Informationsangebote der bestehenden Dauerausstellung inhaltlich ergänzen und auf sie Bezug nehmen. Als Teil der Öffentlichkeitsarbeit zum Endlager ergänzt die geplante Ausstellung die bestehenden Informationsangebote in der Infostelle.
Die geplante Ausstellung soll als Erweiterung der bestehenden Ausstellung zum Endlager Morsleben in einem Raum von ca. 120 m² in die Infostelle Morsleben integriert werden.
Die geplante Ausstellung ist in vier Zeitabschnitte bzw. Phasen gegliedert:
1. Kali- und Steinsalzbergbau in Beendorf und Morsleben.
2. Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus.
3. Nutzung nach Kriegsende und in der DDR.
4. Nutzung und Stilllegung – Morsleben als Gesamtdeutsches Endlager.
Die 4 Phasen werden derzeit inhaltlich für die Ausstellung erschlossen und aufbereitet. Die entwickelten Inhalte werden von einem Gestalter in ein gestalterisches Gesamtkonzept umgesetzt, welches die Ausstellungserweiterung in die vorhandenen Räumlichkeiten der Infostelle Morsleben integriert und an die vorhandene Ausstellung anpasst.
Informationen zum BfS finden sich unter www.bfs.de; Informationen zum Endlager Morsleben unter
www.endlager-morsleben.de.
Die geplante Ausstellung über die Historie des Endlagers soll in einem Raum mit ca. 120 m² gebaut werden. Ein Ausstellungsgestalter entwickelt das Konzept, den Ausstellungsgrundriss, Wandabwicklungen und notwendige Konstruktionsskizzen. Die bauliche Umsetzung soll sich – soweit möglich – an der bestehenden Ausstellung in der Infostelle orientieren. Eine Innenansicht der Infostelle findet sich unter
www.bfs.de/de/endlager/endlager_morsleben/service/infostelle_innenansicht_ausstellung
Ort der Leistungserbringung ist BfS INFO MORSLEBEN, Amalienweg 1, 39343 Ingersleben OT Morsleben, Deutschland.
Die bauliche Umsetzung erfolgt in mehreren Schritten. In einem ersten Schritt werden Phasen 1-3 der Ausstellung realisiert, später Phase 4.
Der Leistungsumfang beinhaltet u. a. folgende Aufgaben:
— Planung, Werkplanung und Regie,
— Bau und Beschaffung der Ausstellungsmöbel und -technik inkl. Beleuchtung,
— Druck von Grafiken, Abbildungen, Fotos und Ausstellungstexten,
— Transport,
— Baustellenüberwachung in der Info Morsleben,
— Montage und Installation der Ausstellungsmöbel und -technik inklusive nötiger Elektroarbeiten und raumbildender Maßnahmen,
— Abnahme und gegebenenfalls Nachbesserung, technische Einweisung des Personals,
— Übergabe sämtlicher Konstruktionspläne und -daten,
— Weitere Aufgaben in Absprache mit dem Auftragnehmer (AN).
Die bauliche Umsetzung der Ausstellung soll zeitnah nach Zuschlagserteilung begonnen werden. In den Monaten September, Oktober und November 2014 ist eine intensive Planungs- und Bautätigkeit erforderlich. Der Auftragnehmer hat über entsprechende Kapazitäten zur direkten Leistungserbringung nach Zuschlagserteilung zu verfügen.
Bauliche Umsetzung von Phasen 1-3 der Ausstellung:
— voraussichtlich 09/2014-11/2014 40 %,
— voraussichtlich 12/2014-04/2015 60 %.
Bauliche Umsetzung von Phase 4 der Ausstellung:
— voraussichtlich in einem noch festzulegenden Zeitraum in den Jahren 2015 bis 2017, gegebenenfalls schrittweise.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-09-01.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-07-07.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-07-07
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Auftragsbekanntmachung
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2014-10-16
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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