Automationssystem der Hämatologie (ASH) zur Neuausstattung des Zentrallabors des Universitätsklinikums Halle (Saale)
Das Universitätsklinikum Halle (UKH) versorgt mit ca. 1 100 Betten in 25 Kliniken und 3 zahnärztlichen Polikliniken jährlich etwa 38 500 stationäre und 120 000 ambulante Patienten.
Das Zentrallabor als diagnostischer Dienstleister des UKH ist das einzige Labor am Klinikum mit einem 24 h-Betrieb an 365 Tagen im Jahr.
Jährlich werden ca. 2 500 000 Analysen aus den Bereichen klinische Chemie mit spezieller Proteinanalytik, Immunchemie, Hämostaseologie und Hämatologie erbracht.
Das Zentrallabor des UKH bezieht im Jahr 2014 ein neu erbautes Funktionsgebäude und strebt in diesem Zusammenhang die Modernisierung der Laborausstattung an.
Das Zentrallabor erbringt sämtliche automatisierbaren hämatologischen Analysen für Patienten aller Altersstufen am Universitätsklinikum einschließlich der Analysen für die Pädiatrie (hier ist auch bei Früh- und Neugeborenen eine zuverlässige Erkennung von Erythroblasten notwendig). Darin inbegriffen sind auch die Leistungen für Patienten der Hämatologie/Onkologie und des Landeszentrums für Zell- und Gentherapie mit einem ausgeprägt hohen Aufkommen an pathologischen hämatologischen Merkmalen. Ziel ist ein optimaler Automations- und höchstmöglicher Konsolidierungsgrad für die ausgeschriebene Leistung mit optimierter Gesamtwirtschaftlichkeit.
Die Neuausstattung beinhaltet für die Bearbeitung von ca. 220 000 Analysen pro Jahr die Etablierung eines Automationssystems der Hämatologie (ASH) mit Komponenten für die automatisierte Probeneingangserfassung, den Probenausgang, einem Probensorter, mindestens drei volldifferenzierenden hämatologischen Analysensystemen, einem Ausstrich- und Färbeautomaten und einer Probentransfereinheit, die sämtliche Einzelkomponenten verbindet. Bestandteil der Ausschreibung ist auch die automatisierte Zählung von Zellen in Liquor und extravasalen Körperflüssigkeiten sowie ein IT-gestütztes Bildschirmvalidations- und Archivierungssystem mit Prozesssteuerfunktion und ein Reagenzienmanagementsystem.
Die Ausschreibung beinhaltet die IT-Anbindung des Automationssystems der Hämatologie (ASH) an das Laborinformationssystem (LIS).
Der Bieter sichert die Funktion aller Elemente des ASH, die Kompatibilität aller Komponenten des Systems und das technische Zusammenwirken aller Systembestandteile auf Grundlage des neuesten Stands der Technologie.
Kann der Bieter die geforderten Leistungen nicht ausschließlich mit eigenen Geräten erbringen, kann er alternativ Fremdgeräte anbieten. Ansprüche auf Serviceleistungen/Garantieleistungen gegen den Drittanbieter tritt das Universitätsklinikum Halle (Saale) an den Bieter ab.
Weiterhin gehören zum Leistungsumfang die Ausstattung des Zentrallabors mit den benötigten Reagenzien, Kontrollen, Kalibratoren und sonstigen gerätegebundenen Verbrauchsmaterialien, die Chargenverwaltung über ein IT-gestütztes System sowie die Installation der erforderlichen Hard- und Software.
Der Bieter hat die Betriebsbereitschaft der Geräte und die Durchführung von Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen eines Vollservice-Wartungs-Vertrages sicherzustellen.
Es wird erwartet, dass der Bieter für folgende Bereiche Konzepte erarbeitet und eingehend darlegt:
— Geräte- und Workflowkonzept inkl. Backup-Konzept für den Ausfall einzelner Teilkomponenten des ASH,
— Servicekonzept,
— Migrationskonzept,
— IT-Konzept,
— Medienkonzept,
— Personalkonzept,
— Logistikkonzept.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-07-28.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-06-25.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-06-25
|
Auftragsbekanntmachung
|
2015-03-18
|
Bekanntmachung über vergebene Aufträge
|