Bauleistungen für die Hafenerweiterung Spelle-Venhaus, 3. Bauabschnitt: Errichtung von Gleisanlagen und Anbindung dieser an die Strecke Rheine/ Spelle

Hafen Spelle-Venhaus GmbH

Die vorliegenden Ausschreibungsunterlagen behandeln den Bau von Gleisanlagen (überwiegend Geländegleich bzw. leichte Dammlage), die neben den bereits ausgeführten Straßenbaumaßnahmen errichtet werden sollen. Die Streckenlänge der geplanten Gleisanlage beträgt rund 4 500 m (davon ca. 2 700 m mit Schotteroberbau und ca. 1 800 m auf Gleistragplatten) und bindet sowohl den bestehenden Stichhafen als auch den derzeit im Bau befindlichen Parallelhafen an das übergeordnete Streckennetz an.
Die neue Gleisanbindung zum Hafen Spelle-Venhaus schließt mit einer Anschlussweiche bei km 113,4 an die vorhandene eingleisige, nicht elektrifizierte Bahnstrecke Duisburg – Quakenbrück an.
Nach 430 m überquert die geplante Schienenanbindung höhengleich den Feld- und Wirtschaftsweg Brookweg (Sicherung für Radfahrer und Fußgänger durch Umlaufsperren). Weitere 556 m in westlicher Richtung quert die Bahntrasse dann die vorhandene Haarstraße (Ausstattung BÜ-Sicherung wird separat vergeben). Nach der plangleichen Kreuzung mit der Haarstraße wird das Industriestammgleis 1 bis zur neuen Kaianlage weitergeführt. Das Gleis wird mit einem Bremsprellbock abgeschlossen.
Im 2. Drittel der Kaianlage wird das Industriestammgleis 2 über eine Weiche an das Industriestammgleis 1 angebunden. Das Industriestammgleis 2 wird nach Norden geführt. Im weiteren Verlauf wird das Industriestammgleis westlich zur Planstraße A in paralleler Seitenlage geführt. Nach dem Erreichen der vorhandenen Hafeneinfahrt an der Rheiner Straße wird die Bahntrasse in einem 180 Grad-Bogen entlang des vorhandenen Hafenbeckens an den Dortmund-Ems-Kanals zurückgeführt und endet im Bereich der vorhandenen Kranbahn. Die Nutzlänge beträgt 689,5 m. Der Gleisabschluss erfolgt durch einen Bremsprellbock.
Parallel zur neuen Kaianlage wird ein Rangiergleis angeordnet. Das Rangiergleis wird parallel zum Industriestammgleis 1 und 2 nach Norden geführt und endet vor dem Regenrückhaltebecken an der Planstraße A. Der Abzweig aus dem Industriestammgleis 1 sowie die Anbindung an das Industriestammgleis 2 erfolgt über 2 Weichen. Die Nutzlänge des Rangiergleises beträgt 600 m.
Es werden 49 E 1 (S 49) Schienen auf Betonschwellen zum Einsatz kommen, die auf 25 cm Schotter unter Schwelle und einer 10 cm starken PSS aufliegen. Im Bereich der Umschlagflächen des neuen Parallelhafens und des Bestandshafens kommen die o.g. Gleistragplatten zum Einsatz. Es werden fast ausschließlich Weichen der Geometrie EW 49 190 1:9 zum Einsatz kommen.
Die Anlage von Durchlässen (i.d.R. DN 600) bei Fließgewässern und Anpassungsarbeiten an Straßenverkehrsanlagen (Asphalt- und Pflaster) sind Bestandteil der Leistung.
Die bestehenden Regenwasserkanäle entlang des Hafenbeckens (DN 300–900; Gesamtlänge 490 m; Tiefe 1,00–2,20 m) werden renoviert, um den statischen Anforderungen im Bereich der Kreuzungspunkte mit der Bahntrasse zu genügen. Dazu gehört ebenfalls das Versetzen zweier Schächte (Tiefe bis 2,00). Anlagen zur Schmutzwasserentsorgung müssen im Vorlauf zur Gleisverlegung angepasst werden. Diverse Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom, Telekommunikation) müssen in den Kreuzungsbereichen mit Schutzrohren versehen werden.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-03-28. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-02-14.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-02-14 Auftragsbekanntmachung
2015-05-18 Bekanntmachung über vergebene Aufträge