Bauoberleitung inklusive örtliche Bauüberwachung im Rahmen des Projekts Qmax-Sammler St. Annental II. Bauabschnitt (ohne Gewässerbau) und III. Bauabschnitt
Das Tal des Rellinghauser Mühlenbaches stellt eine der Hauptvorflutachsen für die Siedlungsentwässerung der Stadt Essen dar. Der Rellinghauser Mühlenbach ist in seinem offenen Abschnitt zwischen der „Birkenstraße“ und „Am Glockenberg“ technisch ausgebaut. Der parallel zum Bach verlaufende Mischwasserkanal entlastet in diesem Abschnitt an vier Stellen in den Rellinghauser Mühlenbach. Derzeit fließt somit bei Regenwasser die Entlastungswassermenge offen durch das technisch ausgebaute Gerinne des Rellinghauser Mühlenbachs bis zur Verrohrung am Glockenberg. Bei Starkregenereignissen ist das Gerinne komplett gefüllt; z. T. kommt es sogar zu Überflutungen der angrenzenden Flächen. Am Glockenberg verhindern die bergbaulichen Relikte der Halde Langenbrahm eine Öffnung des Gewässers. Die Entwässerung entspricht in diesem Bereich nicht den a.a.R.d.T., alle vier Entlastungen sollen durch den Bau eines neuen Qmax-Sammlers geschlossen werden. Alle klärpflichtigen Wassermengen werden dann über den bereits vorhandenen SKU 1 St. Annental zur Kläranlage Essen-Süd abgeleitet. Die Sanierung ist dringend erforderlich und Grundlage für eine zukunftsorientierte städtebauliche Entwicklung.
Durch den Bau des Qmax-Sammlers in zwei Bauabschnitten sowie den Neubau des Nebensammlers Sperberstraße/Stiftsmühlenbrink soll dies realisiert werden. Anschließend erfolgt der Gewässerausbau in nahezu gleicher Trasse.
Das Projekt zeichnet sich durch vielfältige Schwierigkeiten aus. So sind die Baugrundverhältnisse z. B. durch oberflächennahen Bergbau beeinflusst. Weiterhin muss die vorhandene Entwässerungssituation auch während der Bauphase jederzeit berücksichtigt werden, im Starkregenfall müssen bis zu 40 m³/s durch die Baustelle geleitet werden. Der Hochwasserschutz darf während der Bauzeit nicht verschlechtert werden. Ein spezielles Sicherheitskonzept wurde hierfür erstellt.
Die Leistungsphasen 4, 5, 6 und 7 HOAI wurden bereits ganz oder teilweise beauftragt. Ein SiGeKo, die ökologische Bauüberwachung und die örtliche Bauleitung für den Gewässerausbau werden separat beauftragt.
Die mit dieser Ausschreibung zu vergebenden Leistungen beziehen sich auf die örtliche Bauüberwachung und Bauoberleitung zum II. BA ohne Gewässerausbau und III. BA und setzen sich aus Teilen der Leistungsphase 8 HOAI (Grund- und Nebenleistungen) sowie sonstigen Projektsteuerungsmaßnahmen zusammen. Konkret handelt es sich insoweit um:
— aus Leistungsphase 8 die Grundleistungen aus Buchstaben a) (ohne Aufsicht über die örtliche Bauüberwachung), b), c), d), e) (ohne rechtsgeschäftliche Vollmacht), f), g), h), i) und j).
— sowie als Nebenleistungen und sonstige Leistungen: Kostenkontrolle, örtliche Bauüberwachung: Plausibilitätsprüfung der Absteckung, Überwachen der Ausführung der Bauleistungen inklusive der Folgemaßnahmen durch Inverzugsetzen von ausführenden Firmen, Mitwirken beim Einweisen des Auftragnehmers in die Baumaßnahme (Bauanlaufbesprechung), Überwachen der Ausführung des Objektes auf Übereinstimmung mit den zur Ausführung freigegebenen Unterlagen, dem Bauvertrag und den Vorgaben des Auftraggebers, Prüfen und Bewerten der Berechtigung von Nachträgen, Durchführen oder Veranlassen von Kontrollprüfungen, Qualitätskontrollen von Bauwerken und Großrohren inkl. Dokumentation, Koordination der Abnahmen durch den Prüfstatiker, Überwachen der Beseitigung der bei der Abnahme der Leistungen festgestellten Mängel, Dokumentation des Bauablaufs inklusive Fotodokumentation und Bautagebuch, Mitwirken beim Aufmaß mit den ausführenden Unternehmen und Prüfen der Aufmaße, Mitwirken bei behördlichen Abnahmen inkl. Zusammenstellung und Übersendung aller erf. Unterlagen, Überwachung der Einhaltung von Auflagen aus Genehmigungen, Bescheiden, Verträgen, etc. Koordination der daraus erf. Tätigkeiten, Mitwirken bei der Abnahme von Leistungen und Lieferungen, Rechnungsprüfung, Vergleich der Ergebnisse der Rechnungsprüfungen mit der Auftragssumme, Mitwirken beim Überwachen der Prüfung der Funktionsfähigkeit der Anlagenteile und der Gesamtanlage, Koordination, Überwachung und Dokumentation der Kalibrierung von Messeinrichtungen, Überwachen der Ausführung von Tragwerken nach Anlage 14.2 Honorarzone I und II mit sehr geringen und geringen Planungsanforderungen auf Übereinstimmung mit dem Standsicherheitsnachweis, Koordination der geotechnischen Baubegleitung und ggf. erforderlichen Abnahme von Erdbauwerken und Baugruben und Baugrubenverbauen, Anwohnergespräche, Öffentlichkeitsarbeit ausschließlich in Abstimmung mit dem AG, Beschwerdemanagement, Teilnahme an und Protokollierung von Baubesprechungen inklusive schriftliche Freigabe durch alle Teilnehmer, Koordination der Beweissicherung inkl. Objektauswahl, Umwelttechnische Begleitung (Abfall), Koordination der landschaftlichen Bauüberwachung, Schnittstelle zu allen städtischen Ämtern und Koordination entsprechender Termine, Schnittstelle zum Ruhrverband und Koordination aller entsprechenden Termine, Koordination mit IB Beck, Koordination SiGeKo, Koordination der Erstellung von Bestandsplänen: TV-Untersuchung sichten und bewerten, Koordination der erforderlichen Abnahmetermine mit dem Betrieb der Stadtwerke Essen, Koordination der erforderlichen Vermessungsarbeiten inkl. Plausibilitätsprüfung der gelieferten Unterlage).
Für den hiermit bekanntgegebenen Teilnahmewettbewerb hat der Auftraggeber eine Unterlage gefertigt, die aus weiteren Informationen besteht und Formulare enthält, die zur Einreichung des Teilnahmeantrags dienen soll. Auf die zusätzlichen Angaben nach Ziffer VI.3) dieser Bekanntmachung wird daher ausdrücklich verwiesen. Die Unterlage zum Teilnahmewettbewerb ist unentgeltlich und kann ab sofort bei der benannten Kontaktstelle abgerufen werden.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-11-10.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-10-01.
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
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Dokument |
2014-10-01
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Auftragsbekanntmachung
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