Dekontamination und Schadstoffentsorgung in den Trockengasreinigungsanlagen I-III des Weltkulturerbe Völklinger Hütte unter Bestandserhaltung

Weltkulturerbe Völklinger Hütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur GmbH; Generaldirektor Prof. Dr. Meinrad Maria

Die Völklinger Hütte wurde 1994 als erstes Denkmal des Industriezeitalters von der UNESCO als Weltkulturerbe klassifiziert. Seitdem sind viele Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung sowie zur Inwertsetzung und Erschließung für Besucher auf dem Hüttenareal umgesetzt worden.
Dieser Auftrag bezieht sich auf die Trockengasreinigungsanlagen I, II und III (TGR I, 1911; TGR II, 1913; TGR III, 1922 – die mit Umbauten, Erweiterungen [letzte große Erweiterung TGR III 1956] und den dazugehörigen Nebenanlagen), die nach 75 Jahren Betriebszeit und der Stilllegung vor 25 Jahren der Witterung ausgesetzt sind und nun dringend einer Gebäude- und Anlagensicherung sowie einer Dekontamination bedürfen. Die Gebäude bestehen aus Stahlfachwerkkonstruktionen, die Außenwände sind mit Schlackesteinen ausgefacht, die Dachflächen bestehen aus Braschebetonplatten, die Zwischendecken aus Stahlbeton, Stahlgitter, Blechen. Eine Besonderheit ist dabei, dass die 3 Trockengasreinigungsanlagen erst in 7 m bzw. 14 m Höhe beginnen und darunter auf offenen Stahlkonstruktionen aufgeständert sind. Zahlreiche Großrohre verbinden die Gebäude mit anderen Anlagen der Hütte.
In den Trockengasreinigungen befinden sich größere Mengen von Schad- und Gefahrstoffen (wie z.B. asbesthaltige Leichtputze, asbesthaltige Dichtungen, KMF-haltige Dämmungen, schwermetallhaltige Beschichtungen sowie Produktions- und Filterrückständen (Gicht- und Filterstäube mit Asbest, Schwermetallen, PAK und polychlorierten Dioxinen/Furanen) – die Trockengasreinigungsanlagen sind daher als kontaminierte Bereiche ausgewiesen.
Anhand einer ersten Pilotsanierung in einem kleinen Teilbereich der TGR II konnte die technische und praktische Machbarkeit einer Reinigung und Entsorgung der Trockengasreinigungsanlagen nachgewiesen werden.
Bei dem Auftrag handelt es sich um eine umfangreiche und anspruchsvolle Schadstoffentsorgung und Dekontamination von technischen Anlagen mit hohen Anforderungen an den Arbeitsschutz und die Durchführungsqualität. Gegenstand des Auftrages ist die Erstellung aller erforderlichen Gerüste, der Hebe- und Fördertechnik, die Erstellung des technischen Sanierungsschutzes sowie alle Tätigkeiten an Schad- und Gefahrstoffen gemäß TRGS 505, TRGS 519, TRGS 521, TRGS 524 und TRGS 557.
Für einen schnellen, zeitsparenden Ablauf sind parallele und überlappend getaktete Ausführungen in den 3 Trockengasreinigungsanlagen erforderlich. Als Ausführungszeitraum ist zwingend vorgesehen September 2014 bis März 2015.
Parallel zu den Schadstoffentsorgungsarbeiten werden (auch teilweise in den kontaminierten Bereichen) Konstruktionsarbeiten am Stahlbau durchgeführt. Diese Leistungen sind Bestandteil einer separaten parallelen Ausschreibung, haben jedoch unmittelbaren Einfluss auf die Baustellenabwicklung der Schadstoffentsorgung und Dekontaminationsarbeiten.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-06-02. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-04-24.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-04-24 Auftragsbekanntmachung
2014-10-30 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2014-04-24)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Asbestbeseitigungsarbeiten
Menge oder Umfang:
Herstellung von ca. 20 000 m³ Raumgerüsten in kontaminierten BereichenHerstellung von ca. 600 000 m³ Luftwechsel pro Stunde in kontaminierten BereichenStaubdichte und unterdruckfeste Abdichtung von ca. 15 000 m² Bauteil- und Anlagenoberflächen zur Herstellung eines kontrollierten Unterdruckes in kontaminierten BereichenDemontage und Entsorgung von ca. 2 500 m² Blech- und Gitterbelagsbühnen in kontaminierten BereichenDemontage von ca. 4 500 m² Blechbekleidungen in kontaminierten Bereichen mit Dekontamination und Lagerung für eine spätere WiederherstellungAufnahme und Entsorgung von ca. 300 to schad- und gefahrstoffhaltigen Stäuben und Ablagerungen als gefährliche AbfälleDemontage und Entsorgung von ca. 1 000 m² asbesthaltigen LeichtputzenDemontage und Entsorgung von ca. 5 000 m² KMF-haltigen DämmungenDekontaminationsarbeiten an ca. 25 000 m² Stahl-, Putz- und Mauerwerksoberflächen durch Trockenstrahlarbeiten mit festen StrahlmittelnSicherung, Transport und Dekontamination von ca. 200 m³ Inventargegenständen.6 000 0008 000 000
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Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Bauleistung
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Asbestbeseitigungsarbeiten 📦

Verfahren
Verfahrensart: Nicht offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Name des öffentlichen Auftraggebers: Weltkulturerbe Völklinger Hütte Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur GmbH; Generaldirektor Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig
Postanschrift: Rathausstraße 75-79
Postleitzahl: 66333
Postort: Völklingen
Kontakt
Internetadresse: http://www.voelklinger-huette.org 🌏
E-Mail: mira.anna-weigand@voelklinger-huette.org 📧
Telefon: +49 68989100126 📞
Fax: +49 68989100128 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2014-04-24 📅
Einreichungsfrist: 2014-06-02 📅
Veröffentlichungsdatum: 2014-04-26 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2014/S 082-142136
ABl. S-Ausgabe: 82
Zusätzliche Informationen
Die Bewerbung erfolgt formlos. Eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen erfolgt nicht. Für die Ausarbeitung der Bewerbungsunterlagen werden Kosten nicht erstattet. Es gibt im Rahmen der Bewerbungsphase keine zusätzlichen Unterlagen, die angefordert werden können. Die vorliegenden Unterlagen werden erst mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe an diejenigen Bewerber ausgegeben, die nach Auswertung der Teilnahmeanträge als qualifizierte Bewerber festgestellt wurden. Die Teilnahmeanträge einschließlich der Bewerbungsunterlagen müssen auf dem Postweg oder persönlich eingereicht werden. Der Umschlag ist außen mit dem Hinweis „Teilnahmeantrag Dekontamination TGR I-III“ zu kennzeichnen. Nach Ablauf der Eingangsfrist eingehende Bewerbungen werden nicht berücksichtigt. Maßgeblich ist der rechtzeitige Eingang bei der unter I.1) genannten Stelle, für den der Bewerber selbst verantwortlich ist. Bewerbungen, die ausschließlich per E-Mail oder per Fax eingereicht werden, werden nicht berücksichtigt. Ein zusätzliches Einsenden per Fax oder E-Mail ist nicht erforderlich, jedoch zulässig, wenn der Bewerber auf diese Weise sicherstellen will, dass seine Bewerbung fristgerecht vorliegt. Voraussetzung ist jedoch, dass die per E- Mail oder Fax versandten Unterlagen mit den per Post versandten Unterlagen identisch sind. Die Bewerbungen werden erst nach Ablauf der Eingangsfrist geprüft.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Die Völklinger Hütte wurde 1994 als erstes Denkmal des Industriezeitalters von der UNESCO als Weltkulturerbe klassifiziert. Seitdem sind viele Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung sowie zur Inwertsetzung und Erschließung für Besucher auf dem Hüttenareal umgesetzt worden.
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Dieser Auftrag bezieht sich auf die Trockengasreinigungsanlagen I, II und III (TGR I, 1911; TGR II, 1913; TGR III, 1922 – die mit Umbauten, Erweiterungen [letzte große Erweiterung TGR III 1956] und den dazugehörigen Nebenanlagen), die nach 75 Jahren Betriebszeit und der Stilllegung vor 25 Jahren der Witterung ausgesetzt sind und nun dringend einer Gebäude- und Anlagensicherung sowie einer Dekontamination bedürfen. Die Gebäude bestehen aus Stahlfachwerkkonstruktionen, die Außenwände sind mit Schlackesteinen ausgefacht, die Dachflächen bestehen aus Braschebetonplatten, die Zwischendecken aus Stahlbeton, Stahlgitter, Blechen. Eine Besonderheit ist dabei, dass die 3 Trockengasreinigungsanlagen erst in 7 m bzw. 14 m Höhe beginnen und darunter auf offenen Stahlkonstruktionen aufgeständert sind. Zahlreiche Großrohre verbinden die Gebäude mit anderen Anlagen der Hütte.
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In den Trockengasreinigungen befinden sich größere Mengen von Schad- und Gefahrstoffen (wie z.B. asbesthaltige Leichtputze, asbesthaltige Dichtungen, KMF-haltige Dämmungen, schwermetallhaltige Beschichtungen sowie Produktions- und Filterrückständen (Gicht- und Filterstäube mit Asbest, Schwermetallen, PAK und polychlorierten Dioxinen/Furanen) – die Trockengasreinigungsanlagen sind daher als kontaminierte Bereiche ausgewiesen.
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Anhand einer ersten Pilotsanierung in einem kleinen Teilbereich der TGR II konnte die technische und praktische Machbarkeit einer Reinigung und Entsorgung der Trockengasreinigungsanlagen nachgewiesen werden.
Bei dem Auftrag handelt es sich um eine umfangreiche und anspruchsvolle Schadstoffentsorgung und Dekontamination von technischen Anlagen mit hohen Anforderungen an den Arbeitsschutz und die Durchführungsqualität. Gegenstand des Auftrages ist die Erstellung aller erforderlichen Gerüste, der Hebe- und Fördertechnik, die Erstellung des technischen Sanierungsschutzes sowie alle Tätigkeiten an Schad- und Gefahrstoffen gemäß TRGS 505, TRGS 519, TRGS 521, TRGS 524 und TRGS 557.
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Für einen schnellen, zeitsparenden Ablauf sind parallele und überlappend getaktete Ausführungen in den 3 Trockengasreinigungsanlagen erforderlich. Als Ausführungszeitraum ist zwingend vorgesehen September 2014 bis März 2015.
Parallel zu den Schadstoffentsorgungsarbeiten werden (auch teilweise in den kontaminierten Bereichen) Konstruktionsarbeiten am Stahlbau durchgeführt. Diese Leistungen sind Bestandteil einer separaten parallelen Ausschreibung, haben jedoch unmittelbaren Einfluss auf die Baustellenabwicklung der Schadstoffentsorgung und Dekontaminationsarbeiten.
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Menge oder Umfang:
Herstellung von ca. 20 000 m³ Raumgerüsten in kontaminierten Bereichen
Herstellung von ca. 600 000 m³ Luftwechsel pro Stunde in kontaminierten Bereichen
Staubdichte und unterdruckfeste Abdichtung von ca. 15 000 m² Bauteil- und Anlagenoberflächen zur Herstellung eines kontrollierten Unterdruckes in kontaminierten Bereichen
Demontage und Entsorgung von ca. 2 500 m² Blech- und Gitterbelagsbühnen in kontaminierten Bereichen
Demontage von ca. 4 500 m² Blechbekleidungen in kontaminierten Bereichen mit Dekontamination und Lagerung für eine spätere Wiederherstellung
Aufnahme und Entsorgung von ca. 300 to schad- und gefahrstoffhaltigen Stäuben und Ablagerungen als gefährliche Abfälle
Demontage und Entsorgung von ca. 1 000 m² asbesthaltigen Leichtputzen
Demontage und Entsorgung von ca. 5 000 m² KMF-haltigen Dämmungen
Dekontaminationsarbeiten an ca. 25 000 m² Stahl-, Putz- und Mauerwerksoberflächen durch Trockenstrahlarbeiten mit festen Strahlmitteln
Sicherung, Transport und Dekontamination von ca. 200 m³ Inventargegenständen.
Geschätzter Wert ohne MwSt: 6 000 000 💰
8 000 000 💰
Dauer: 6 Monate
Bezeichnung des von der EU finanzierten Projekts oder Programms:
Operationelles Programm EFRE Saarland „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ 2007-2013: Herrichtung und touristische Erschließung des Hüttenensembles in Völklingen.
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Völklingen.

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Im Falle von Bewerber-/Bietergemeinschaften oder bei einer Zusammenarbeit mit Nachunternehmern sind für jeden Bewerber, jedes Mitglied der Bietergemeinschaft, jeden Nachunternehmer gesondert, der Leistungsbereich, der Name und die Anschrift sowie die bearbeitende Niederlassung des Unternehmens anzugeben.
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Von benannten Nachunternehmern ist eine Verpflichtungserklärung (mit der Bewerbung!) abzugeben, dass im Fall der Auftragsvergabe an den Bewerber/Bietergemeinschaft der Nachunternehmer die notwendigen Mittel und Kapazitäten zur Aufgabenerfüllung im seinem Leistungsbereich zur Verfügung stellt.
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Die nachfolgend (III.2.1), III.2.2), III.2.3)) genannten Nachweise sind daher im Rahmen der Bewerbungsphase – soweit nichts anderes gefordert wird – von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft/der ARGE (sowie falls deren Einsatz beabsichtigt ist auch von allen Nachunternehmen) zu erbringen. Die folgenden Nachweise und Erklärungen sind mit der Bewerbung vollständig vorzulegen (nicht vollständige Bewerbungsunterlagen führen zum Ausschluss vom weiteren Verfahren):
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Angaben 1.1: Angaben zum Bewerber/zur Bietergemeinschaft unter Benennung des federführenden Unternehmens und der Mitglieder der Bewerbergemeinschaft, jeweils mit Unternehmensname, Adresse, Telefon/Fax/E-Mail-Adresse, Anzahl der Mitarbeiter (zu erbringen jeweils von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft).
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Angaben 1.2: Eine Vollmachterklärung der Bewerber-/Bietergemeinschaft für das federführende Unternehmen ist beizufügen.
Angaben 1.3: Nachweis über die Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister
Angaben 1.4: Nachweis Eintrag in Handwerksrolle
Angaben 1.5: Nachweis Gewerbeanmeldung
Angaben 1.6: Nachweis (nicht älter als 3 Monate) der zuständigen Finanzbehörde, Krankenkasse und Berufsgenossenschaft über regelmäßige Zahlungen von Steuern bzw. Beiträgen (Unbedenklichkeitsbescheinigungen)
Angaben 1.7: Auskunft aus dem Gewerbezentralregister
Angaben 1.8: Erklärung, dass kein Insolvenzverfahren oder Liquidationsverfahren anhängig ist.
Angaben 1.9: Darstellung der Projektorganisation
Der Auftraggeber behält sich vor, alle vorgelegten Dokumente im Original nachzufordern und eigene Prüfungen des Bewerbers bzw. der Bietergemeinschaft zu veranlassen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Alle geforderten Angaben sind vom Bewerber bzw. der Bietergemeinschaft und allen Nachunternehmern zu machen:
Angaben 2.1: Angaben zum Gesamtumsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, pro Jahr einzeln ausgewiesen
Angaben 2.2: Angaben zum Umsatz im Bereich der Schad-/Gefahrstoffsanierung in baulichen und technischen Anlagen (keine Altlasten-/Bodensanierungen) in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, pro Jahr einzeln ausgewiesen
Der Auftraggeber behält sich vor, alle vorgelegten Dokumente im Original nachzufordern und eigene Prüfungen des Bewerbers bzw. der Bietergemeinschaft zu veranlassen.
Mindeststandards:
Mindestumsatz im Bereich der Schad-/Gefahrstoffsanierung in baulichen und technischen Anlagen (keine Altlasten-/Bodensanierungen) in den letzten 3 Jahren im Durchschnitt 20 000 000 EUR netto.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
Alle geforderten Angaben sind vom Bewerber bzw. der Bietergemeinschaft und allen Nachunternehmern zu machen:
Angaben 3.1: Personalstand der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte im Bereich der Schad-/Gefahrstoffsanierung in baulichen und technischen Anlagen (keine Altlasten-/Bodensanierungen) in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, pro Jahr einzeln ausgewiesen
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Angaben 3.2: Zulassung nach Gefahrstoff-Verordnung für Tätigkeiten an schwach gebundenem Asbest (für die Baustelle Dekontamination TGR I-III ist eine Zulassung erforderlich für alle Dekontaminationsarbeiten, für die Asbestentsorgungsarbeiten und die Strahlarbeiten)
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Angaben 3.3.1: Nachweis über Beschäftigte mit Sachkundenachweis TRGS 519 Anlage 3
Angaben 3.3.2: Nachweis über Beschäftigte mit Sachkundenachweis TRGS 519 Anlage 4
Angaben 3.4: Nachweis über Beschäftigte mit Sachkundenachweis BGR 128/TRGS 524
Angaben 3.5: Nachweis über Beschäftigte mit arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen gemäß den Grundsätzen G1.2, G2, G26, G40
Angaben 3.6: Erläuterungen zum Qualitätsmanagement
Angaben 3.7: Erläuterungen zur Arbeitsschutzorganisation
Angaben 3.8: maximal 2 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte aus dem Bereich Schad-/Gefahrstoffsanierung (keine Altlasten-/Bodensanierungen) in Gebäuden von Eisenhüttenwerken und deren Begleittechnologien (es können Referenzen des aus dem Zeitraum 2000 bis 2013 benannt werden)
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Angaben 3.9: maximal 2 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte aus dem Bereich Schad-/Gefahrstoffsanierung (keine Altlasten-/Bodensanierungen) in denkmalgeschützten baulichen und technischen Anlagen (es können Referenzen des aus dem Zeitraum 2000 bis 2013 benannt werden)
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Angaben 3.10: maximal 2 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte aus dem Bereich Strahlarbeiten mit festen Strahlmitteln in kontaminierten Bereichen (es können Referenzen des aus dem Zeitraum 2005 bis 2013 benannt werden)
Angaben 3.11: maximal 2 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte mit differenzierten Projektangaben (Projektort, Projektlaufzeit, Auftraggeber, Projektleiter Auftragnehmer, Ansprechpartner Auftraggeber, Umsatz pro Monat, Mitarbeiter pro Monat, etc.) aus dem Bereich Gerüstbau in kontaminierten Bereichen (es können Referenzen des aus dem Zeitraum 2000 bis 2013 benannt werden)
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Angaben 3.12: maximal 2 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte mit einem Personaleinsatz von mindestens 80 Beschäftigten/Tag (es können Referenzen des aus dem Zeitraum 2000 bis 2013 benannt werden)
Angaben 3.13: maximal 2 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte mit einem Umsatz von mindestens 500 000 EUR/Monat über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten (es können Referenzen des aus dem Zeitraum 2000 bis 2013 benannt werden)
Angabe von Referenzprojekten gemäß 3.8 bis 3.13:
Die Referenzprojekte müssen auf 1 DIN A4-Seite (zzgl. Fotos) je Referenz (Referenzblatt) jeweils die folgenden, vollständigen Angaben enthalten, um gewertet zu werden (Vergleichbarkeit vorausgesetzt):
a) Bezeichnung des Projektes und Objektbeschreibung mit Fotos, aus der die Vergleichbarkeit mit der vorliegenden Aufgabenstellung hervorgeht, insbesondere Angaben zu Entsorgungsumfang, Schadstoffgebieten, Art der Anlage,
b) Gesamtbaukosten,
c) Leistungsumfang,
d) Leistungszeit,
e) Auftraggeber mit Ansprechpartner und dessen Kontaktdaten,
f) Projektleiter beim Bewerber.
Projektinformationen, die über die je Referenz geforderte 1 DIN A4-Seite hinausgehen sind nicht erwünscht und werden in der Wertung nicht berücksichtigt.
Mehrfachnennungen von Referenzen sind zugelassen. Der Auftraggeber behält sich vor, alle vorgelegten Dokumente im Original nachzufordern und eigene Prüfungen des Bewerbers bzw. der Bietergemeinschaft zu veranlassen.
Angaben 3.14: Nachweis über eine frei verfügbare Personalkapazität von mindestens 100 Mitarbeitern (incl. Nachunternehmer) für Schad-/Gefahrstoffentsorgung, Schad-/ Gefahrstoffdekontaminationsarbeiten, Gerüstbau und Strahlarbeiten
Angaben 3.15: Eingeführtes Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 (der Nachweis kann durch eine Zertifizierung erbracht werden)
Angaben 3.16: Eingeführtes Arbeitsschutzmanagement nach BS OSHAS 18001 oder SCC (der Nachweis kann durch eine Zertifizierung erbracht werden)
Angaben 3.17: Angabe der Anzahl der Sachkundigen gemäß TRGS 519 Anlage 3, die auf der Baustelle eingesetzt werden sollen: mindestens 10 % der Gesamtbeschäftigten auf der Baustelle
Angaben 3.18: Angabe der Anzahl der Sachkundigen nach BGR 128/TRGS 524, die auf der Baustelle eingesetzt werden sollen: mindestens 10 % der Gesamtbeschäftigten auf der Baustelle
Angaben 3.19: Angabe der Beschäftigen des Bewerbers/der Bietergemeinschaft die auf der Baustelle eingesetzt werden sollen: Quote der Mitarbeiter des Bewerbers/der Bietergemeinschaft/Gesamtbeschäftigte auf der Baustelle mindestens 20 %
Angaben 3.20: Falls ein Nachunternehmer die Gerüstbauarbeiten im kontaminierten Bereich durchführt (Nebenarbeiten gemäß TRGS 519) – Angabe der Anzahl der Sachkundigen gemäß TRGS 519 Anlage 4, die auf der Baustelle eingesetzt werden sollen: mindestens 3 Sachkundige
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Angaben 3.21: Falls ein Nachunternehmer die Gerüstbauarbeiten im kontaminierten Bereich durchführt (Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen gemäß BGR 128/TRGS 524) – Angabe der Sachkundigen gemäß BGR128/TRGS 524, die auf der Baustelle eingesetzt werden sollen: mindestens 3 Sachkundige
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Angaben 3.22: Falls ein Nachunternehmer die Gerüstbauarbeiten im kontaminierten Bereich durchführen soll (Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen gemäß TRGS 519/BGR 128/TRGS 524) – Angabe zur Anzahl der Beschäftigten mit arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen (G1.2, G2, G26, G40) des Gerüstbauunternehmens, die auf der Baustelle eingesetzt werden sollen: mindestens 20 Beschäftigte (gleichwertiger Nachweis: Vom benannten Nachunternehmer ist eine Verpflichtungserklärung abzugeben, dass im Fall der Auftragsvergabe an den Bewerber/Bietergemeinschaft der Nachunternehmer/die Beschäftigten die notwendigen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen durchführen werden)
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Angaben 3.23: Falls ein Nachunternehmer die Strahlarbeiten im kontaminierten Bereich durchführen soll (Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen gemäß TRGS 519/BGR 128/TRGS 524) - Angabe zur Anzahl der Beschäftigten mit arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen (G1.2, G2, G26, G40) des Strahlunternehmens, die auf der Baustelle eingesetzt werden sollen: mindestens 6 Beschäftigte (gleichwertiger Nachweis: Vom benannten Nachunternehmer ist eine Verpflichtungserklärung abzugeben, dass im Fall der Auftragsvergabe an den Bewerber/Bietergemeinschaft der Nachunternehmer/die Beschäftigten die notwendigen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen durchführen werden).
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Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien:
Für das Bauvorhaben hat der Bauherr eine Bauherren-Haftpflichtversicherung von pauschal 10 000 000 EUR für Personen- und Sachschäden abgeschlossen.
Die Haftpflichtversicherung des Auftragnehmers ist gegenüber der Bauherrenhaftpflicht vorgeschaltet, d.h. eine Inanspruchnahme der Bauherrenhaftpflicht erfolgt erst nach vorgeschalteter Haftpflicht des Auftragnehmers.
Der Bieter bzw die Bietergemeinschaft hat eine Haftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen nachzuweisen (Ein Nachweis der Versicherung, dass die geforderte Berufshaftpflichtdeckung besteht, oder schriftliche Erklärung des Versicherers zur Erhöhung der Versicherung im Auftragsfall und Eigenerklärung des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft, dass im Auftragsfall eine Haftpflichtversicherung der geforderten Höhe vorliegt, ist den Bewerbungsunterlagen beizulegen):
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5 000 000 EUR für Personen-/Sach- und Vermögensschäden und 2 000 000 EUR für Umweltschäden, jeweils zweifach maximiert pro Jahr.
Haftungsausschlüsse wegen Schäden, die auf Asbest, asbesthaltige Substanzen oder asbesthaltige Erzeugnisse, Schwermetalle, Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe, Polychlorierte Biphenyle, polychlorierte Dioxinen/Furanen, Cyanide und Thiocyanate zurückzuführen sind, sind nicht zulässig.
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Der Auftraggeber behält sich vor alle vorgelegten Dokumente im Original nachzufordern und eigene Substanzprüfungen der Haftpflichtversicherung des Bieters bzw. der Bietergemeinschaft zu veranlassen.
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln: VOB/B, Ausschreibungsunterlagen, Werkvertrag.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll:
Einzelbewerber oder Bewerbergemeinschaften sind zugelassen.
Mehrfachbewerbungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft oder Einzelbewerber führen zum Verfahrensausschluss der betroffenen Bewerbergemeinschaft bzw. Bewerber.
Bei Bewerbergemeinschaften: Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigten Vertreter.

Verfahren
Mindestzahl der Bewerber: 3
Höchstzahl der Bewerber: 8
Objektive Auswahlkriterien:
Die Auswahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden geeigneten Bieter/Bietergemeinschaften erfolgt anhand einer Bewertung der von den Bietern/Bietergemeinschaften zum Nachweis ihrer technischen Leistungsfähigkeit und Fachkunde eingereichten Referenzen. Die Qualität der Referenzen bemisst sich nach der Vergleichbarkeit, insbesondere dem Deckungsgrad, zwischen den von den Bietern/Bietergemeinschaften erbrachten Leistungen mit den ausgeschriebenen Leistungsbestandteilen.
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Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Denkmalbauabteilung
Frau Mira Anna-Weigand
Adresse des Käuferprofils: http://www.voelklinger-huette.org/de/stellenangebote-ausschreibungen-beschafferprofil/ 🌏
E-Mail: vergabekammern@wirtschaft.saarland.de 📧

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer des Saarlandes beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Postanschrift: Franz-Josef-Röder-Straße 17
Postort: Saarbrücken
Postleitzahl: 66119
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: vergabekammern@wirtschaft.saarland.de 📧
Telefon: +49 6815014994 📞
Internetadresse: http://www.saarland.de/3339.htm 🌏
Fax: +49 6815013506 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Es wird auf die Rügeobliegenheiten des Bewerbers bzw. des Bieters gemäß § 107 GWB hingewiesen. Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 107 Abs. 3 Nr. 4 GWB).
Mehr anzeigen
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Wie: Körper überprüfen
Quelle: OJS 2014/S 082-142136 (2014-04-24)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2014-10-30)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Gesamtwert des Auftrags: 10 696 088,08 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt
Vergabekriterien
Niedrigster Preis

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Name des öffentlichen Auftraggebers: Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur GmbH, Generaldirektor Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig

Referenz
Daten
Absendedatum: 2014-10-30 📅
Veröffentlichungsdatum: 2014-11-01 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2014/S 211-373099
Verweist auf Bekanntmachung: 2014/S 82-142136
ABl. S-Ausgabe: 211

Auftragsvergabe
Datum des Vertragsabschlusses: 2014-09-12 📅
Name: Bietergemeinschaft Kluge-Lobbe
Postanschrift: Hülsermannshof 36
Postort: Duisburg
Postleitzahl: 47179
Land: Deutschland 🇩🇪
Informationen über Ausschreibungen
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3
Quelle: OJS 2014/S 211-373099 (2014-10-30)