Zur Stärkung des Industrie- und Logistikstandortes Köln errichtet die HGK ein neues Terminal für den bimodalen (Schiene/Straße) kombinierten Verkehr. Der Standort des neuen Terminals liegt im Stadtteil Köln-Niehl in unmittelbarer Nähe der Ford Werke AG und der Kölner Müllverbrennungsanlage. Das Terminal ist dabei Bestandteil des geplanten Industrieparks Nord der Stadt Köln, welcher zum größten Teil auf ehemaligen Raffinerieflächen der Firma Esso AG und einem Teilgebiet des Unternehmens Infineum entstehen soll. Die schienenseitige Anbindung des KLV-Terminals an das HGK-Streckennetz erfolgt über den ca. 3 Kilometer südlich gelegenen Bahnhof Köln Niehl. Der Anschluss des Streckennetzes der HGK an das Netz der Deutschen Bahn AG erfolgt über die Bahnhöfe Köln-Ehrenfeld und Köln-Nippes. Straßenseitig wird das Terminal über die Franz-Greiß-Straße/Geestemünder Straße an die Industriestraße angeschlossen. Von dort ist in nördlicher Richtung die Anschlussstelle Niehl der Bundesautobahn 1 zu erreichen. Diese bietet in geringer Entfernung Anschluss an die BAB 57 in Richtung Krefeld, die BAB 4 in Richtung Aachen und die BAB 3 in Richtung Oberhausen.
HGK plant das KV Terminal konzeptionell in 5 Baustufen zu realisieren. In der ersten Baustufe (Modul A1) stehen 5 Umschlaggleise mit einer betrieblich nutzbaren Länge von jeweils 290 Meter, 4 Abstellspuren für Ladeeinheiten sowie ein Containerkran zur Verfügung. Die geplante Jahreskapazität für diese Baustufe beträgt ca. 45 000 LE. In der zweiten Baustufe (Modul A 2) folgt der Ausbau der Gleise von Modul A 1 auf eine betriebliche Nutzlänge von 626 Meter. Ein zweiter Containerkran wird zugesetzt. Die jährliche Kapazität wird hierdurch auf ca. 93 750 LE erhöht. In der dritten Baustufe (Modul A3) erfolgt die Erweiterung auf eine dritte Containerkrananlage. Nach der Fertigstellung von Gesamtmodul A mit 3 Krananlagen können in der Anlage jährlich 137 500 LE umgeschlagen werden. Die vierte Baustufe umfasst den Bau von Modul B mit weiteren 4 Umschlaggleisen, 3 Abstellspuren und 2 Containerkrananlagen. In der letzten Baustufe wird mit dem Bau des sechsten Containerkrans das Terminal fertiggestellt, in dem dann jährlich bis zu 250 000 LE (Wechselbrücken, Sattelauflieger und Container) umgeschlagen werden können.
Der Erweiterung des Terminals ab der vierten Baustufe (Modul B) erfolgt in Abhängigkeit der weiteren Marktentwicklung. Details hierzu bleiben einem Nachtrag zum Betreibervertrag vorbehalten.
Die Inbetriebnahmen werden sukzessive nach Fertigung der einzelnen Bauabschnitte erfolgen. Die Fertigstellung der ersten Baustufe ist für August 2014 vorgesehen. Die Bauarbeiten für die zweite Baustufe sollen unmittelbar nach Inbetriebnahme der ersten Baustufe begonnen werden und bereits Anfang 2017 fertiggestellt sein. Auf Grundlage der prognostizierten Verkehrsmengen, ist die Fertigstellung des Gesamtmoduls A mit 3 Krananlagen für 2019 geplant.
Der Bau des KV-Terminals (Modul A1) wurde nach der Richtlinie zur Förderung von Umschlaganlagen des kombinierten Verkehrs durch das Eisenbahn Bundesamt (EBA) als Bewilligungsbehörde gefördert. Die Realisierung der weiteren Baustufen steht unter dem Vorbehalt der Gewährung weiterer Fördermittel durch das EBA.
Die KV-Umschlaganlage ist bereits mit der ersten Baustufe in vollem Umfang betriebsbereit und befindet sich ab der Beendigung der Bauarbeiten bis zur Übergabe an den Betreiber im technischen Probebetrieb.
Die Arbeiten der 2. Baustufe werden in den Bereich des Moduls A 1 eingreifen. Es beschränkt sich auf den Anschlussbereich am nördlichen Ende der Kranbahn und des Gleisbereichs. Es wird gewährleistet, dass der Umschlagbetrieb sowie An- und Abfahrten von LKW während der Ausbaustufe möglich sind. In der Zeit des Aufbaus der 3. Krananlage (dritte Baustufe) kann es kurzfristig zu Beeinträchtigungen im Umschlagbetrieb kommen, da nicht alle Gleisanlagen und Abstellplätze während dieser Zeit genutzt werden können.
Im Rahmen dieser Ausschreibung wird ein Betreiber für den KV-Terminal gesucht.
Der Betreiber soll die KV-Anlage über eine Laufzeit von 30 Jahren mit eigenem Personal und auf eigenes Risiko technisch und wirtschaftlich betreiben. Der Betreiber kann den Vertrag ggfls. vorzeitig kündigen zum Ablauf der letzten bzw. am längsten währenden Vorhaltefrist, die das Eisenbahnbundesamt für die Terminalanlagen vorschreibt.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-06-25.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-05-26.
Auftragsbekanntmachung (2014-05-26) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Frachtumschlag, Frachtlagerung und zugehörige Dienste
Menge oder Umfang:
“Die Umschlaganlage hat nach derzeitigem Planungsstand (Abschnitt II.1.5)) eine Umschlagkapazität von rd. 45 000 Ladeeinheiten pro Jahr (Modul A1). Die in...”
Menge oder Umfang
Die Umschlaganlage hat nach derzeitigem Planungsstand (Abschnitt II.1.5)) eine Umschlagkapazität von rd. 45 000 Ladeeinheiten pro Jahr (Modul A1). Die in Abschnitt II.1.5) genannte Inbetriebnahmestufe (Modul A2) hat eine Kapazität von rd. 93 750 Ladeeinheiten pro Jahr. In der dritten Baustufe (Modul A3) erfolgt die Erweiterung auf eine dritte Containerkrananlage. Nach der Fertigstellung von Gesamtmodul A mit 3 Krananlagen können in der Anlage jährlich 137 500 LE umgeschlagen werden. Der Auftragswert ergibt sich aus mit dieser Kapazität möglichen Umsätzen aus Umschlagstätigkeit und Dienstleistungen während der Laufzeit und ist vom Bieter im Rahmen der Angebotserstellung zu beziffern.
Mehr anzeigen Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Frachtumschlag, Frachtlagerung und zugehörige Dienste📦
Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot
Öffentlicher Auftraggeber Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Versorgungsunternehmen
Name des öffentlichen Auftraggebers: Häfen und Güterverkehr Köln AG
Postanschrift: Scheidtweilerstraße 4
Postleitzahl: 50933
Postort: Köln
Kontakt
Internetadresse: http://www.hgk.de🌏
E-Mail: kueppersr@hgk.de📧
Fax: +49 2213901102 📠
“Der Auftrag wird als Dienstleistungskonzession vergeben und unterfällt daher nicht dem Kartellvergaberecht. Zur Gewährleistung eines fairen, transparenten...”
Der Auftrag wird als Dienstleistungskonzession vergeben und unterfällt daher nicht dem Kartellvergaberecht. Zur Gewährleistung eines fairen, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahrens führt die Auftraggeberin dieses in Anlehnung an die Vorschriften der SektVO als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durch, ohne dass die Vorschriften der SektVO unmittelbar Anwendung finden oder gelten. Die Unterlagen für den Teilnahmewettbewerb müssen die Bewerber selbst zusammenstellen und an die oben genannten Kontaktstellen innerhalb der Frist im verschlossenen Umschlag einsenden. Die geeigneten Bewerber werden dann aufgefordert ein Angebot abzugeben. Die Angebotsunterlagen stellt die Auftraggeberin auf ihrer oben genannten Homepage zur Verfügung. Die geeigneten Bewerber erhalten ein Passwort anhand dessen sie sich die Unterlagen herunterladen können. Der weitere Ablauf des Verfahrens ergibt sich aus den an die Bieter nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs versendeten Unterlagen.
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Quelle: OJS 2014/S 103-181643 (2014-05-26)
Ergänzende Angaben (2014-09-24) Objekt Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ergänzende Angaben