Menge oder Umfang
Die Initiative „Denkfabrik“, welche im Zuge der Regionale 2013 durch die Stadt Lüdenscheid in Zusammenarbeit mit der Phänomenta und weiteren Akteuren ins Leben gerufen wurde, sieht vor, Lüdenscheid als einen attraktiven Bildungs- und Wirtschaftsstandort auszubauen. Technische Themen sollen durch identitätsstiftende Angebote an die nächste Generation herangeführt werden. Das Vorhaben beinhaltet neun Projektbausteine, zu denen insbesondere die Erweiterung und Neukonzeption des bestehenden Science Centers Phänomenta Lüdenscheid oder die Einrichtung eines Technikzentrums gehören.In dem umgebauten und sanierten dreigeschossigen Bestandsgebäude sowie dem hieran angeschlossenen Erweiterungsbau der Phänomenta Lüdenscheid sind auf insgesamt ca. 3 365 m² NF ca. 170 interaktive Exponate zu physikalischen Grundphänomenen wie beispielsweise Mechanik, Magnetismus oder Optik vorgesehen. Kernattraktionen der neuen Phänomenta werden insbesondere ein Foucaultscher Pendelturm sowie ein darunter liegender multimedialer 360° Panoramaraum.Im Rahmen dieser Ausschreibung für das „Vergabepaket D – Innovationen“ werden die im folgenden genannten Versuchsfelder beauftragt, auf denen Einzelphänomene zu Wirkungsgruppen zusammengeführt und spielerisch erforscht werden sollen. Die Innovationen sind Teil des Alleinstellungsmerkmals der neuen Phänomenta Lüdenscheid und damit auch richtungsweisend und Vorbild für ähnlich gelagerte Projekte aus dem Umfeld der Science Center. Die Innovationen sollen diese Qualität auch nach außen repräsentieren, d. h. mit hohem kreativen und innovativen Potenzial, neuen Materialien, Technologien und einer zeitentsprechenden Didaktik.Auf der Basis der konzeptionellen, gestalterischen und didaktischen Vorgaben sowie der funktionalen Leistungsbeschreibung durch den Betreiber erstreckt sich der Leistungsumfang des Produzenten von der Entwicklung, Ausarbeitung und Planung bis zur Umsetzung, Montage und Inbetriebnahme der im Folgenden aufgeführten Exponate und Rauminstallationen.Besondere Anforderungen an den Produzenten:Zusammenspiel einzelner Phänomene zu einer Inszenierung (Versuchsfeld),Koordination der Schnittstellen der an der Planung fachlich Beteiligten (Ausstellungsplaner, Architekten, Fachplaner etc.),01 Pendelturm:Foucaultsches Pendel,Inhaltliche Bespielung LED-Mesh(Kaleidoskop)in der Spitze des Pendelturms,Spiegel-Innenverkleidung des Pendelturms.In einer ca. 30 m hohen Dreieckspyramide ist ein Foucaultsches Pendel installiert. Die Seitenflächen der Dreieckspyramide sollen innen bis auf eine Höhe von 27 m verspiegelt werden. Durch einen LED-Screen in der Spitze entsteht ein riesenhaftes Kaleidoskop dessen Spiegeleffekte eine sinnlich-visuell überwältigende Wirkung auf den Betrachter ausüben werden.Hinweis: Die Medientechnik für das Kaleidoskop ist nicht Teil dieser Ausschreibung.02 Phänorama:Interaktives Relieffries Lüdenscheid und Umland,Mediencontent Relieffries (Film-Einspieler und Slideshows zu ausgewählten Orten, Personen etc.),Programmierung Phänorama (Datenbank, Zeitrafferaufnahmen, Steuerung Relieffries/Einspielerfilme – 360° Panorama).Das Phänorama ist ein Zusammenspiel einer 360° Panorama-Projektionder Stadt Lüdenscheid in Echtzeit mit einem 3D Hintergrundtonmit verschiedenen, speziell für die Phänomenta zu entwickelnde Interaktionsmöglichkeiten und Programmen. Eine neu zu entwickelnde und programmierende Datenbank soll die Aufnahmen von einem 500 m entfernten Kirchturm zu speziellen Programmen wie Zeitraffereinspielungen, Reisen durch die Jahreszeiten, Nachtaufnahmen und Baudokumentationen verarbeiten und filmisch aufbereiten. Der Besucher kann sich darüber hinaus den Panoramablick auf Lüdenscheid interaktiv über ein vor der Leinwand angebrachtes Relieffries erschließen. Hinweis: Die Medientechnik für das Phänorama ist nicht Teil dieser Ausschreibung.03 Große Kugelbahn:Die Große Kugelbahn bildet den Blickfang im Eingangsfoyer der Phänomenta. Mit der Kugelbahn wird ein Zusammenhang zwischen verschiedenen Phänomenen aus unterschiedlichen physikalischen Bereichen hergestellt - der Besucher wird angeregt diese später in der Ausstellung am Einzelexponat nachzuvollziehen.04 Coriolisscheibe:Eine motorbetriebene, langsam drehende Scheibe kann von den Besuchern betreten werden. Das Zurollen eines Balles quer zur Achse der Scheibe zeigt in einfacher Weise die Auswirkung der Corioliskraft. Ein auf die Fläche zu stellendes Pendel verdeutlicht die Funktion des Foucaultschen Pendels. Mittig über der Scheibe befindet sich eine Kamera, die das Bild der Scheibe von oben auf einem Monitor abbildet.05 Zentraler Anlaufpunkt Vertiefungsstationen (Content/Programmierung):An ausgewiesenen Stellen im Phänomenta-Rundgang sollen 10 zentrale Anlaufpunkte geschaffen werden, die zum Verweilen und Vertiefen der erlebten Phänomene einladen. An 10 Multitouchscreen-Medienstationen sollen inhaltliche Themenblöcke zusammenfasst sowie Erläuterungen und Alltagsbezüge zu den einzelnen Versuchen/Exponaten didaktisch anregend aufbereitet werden.Hinweis: Die Medientechnik und die Möbel für die Vertiefungsstationen sind nicht Teil dieser Ausschreibung.