Erweiterung Städtisches Klinikum Lüneburg - Teilleistungen der Projektsteuerung gem. §205 AHO - Kostencontrolling für Technische Ausrüstung

Städtisches Klinikum Lüneburg gemeinnützige GmbH

Das Städtische Klinikum Lüneburg (SKL) ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 472 Planbetten. Es verfügt über 11 Hauptabteilungen – Allgemein- und Visceralchirurgie, Unfallchirurgie, Urologie, Gynäkologie, Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie, Strahlentherapie, Ra-diologie, Pathologie, Anaesthesiologie – sowie über Belegabteilungen für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Mund-Kiefer-Chirurgie, Nuklearmedizin, Hautkrankheiten und Augenheilkunde. Das Akutkrankenhaus der Schwerpunktversorgung beschäftigt 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die medizinischen Schwerpunkte des Klinikums sollen zukünftig weiter ausgebaut werden. So wird zukünftig durch eine engere Verzahnung zwischen der Neurologie und der Unfallchirugie/Orthopädie die Behandlung der degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen einen neuen Behandlungsschwerpunkt darstellen. Die im Hause verfügbare Abteilung für Physiotherapie wird Bestandteil eines solchen Kompetenzzentrums sein. Dieser im Grenzgebiet zwischen Chirurgie und Neurochirurgie liegende Behandlungsschwerpunkt bildet eine sinnvolle Ergänzung zur Geriatrie. Darüber hinaus hat das Klinikum einen Antrag auf die Aufnahme einer Klinik für Psychosomatik in den Krankenhausplan gestellt, die in enger Zusammenarbeit mit der Psychiatrischen Klinik Lüneburgs neu etabliert werden soll.
Steigende Patientenzahlen machten in den letzten Jahren eine Ausdehnung verschiedener Abtei-lungen unabdingbar, was eigenfinanzierte bauliche Maßnahmen des Klinikums mit sich brachte. Leider wurden durch diese Provisorien strukturelle Defizite geschaffen, die nun durch eine bauliche Erweiterung behoben werden sollen. Prozessabläufe sollen optimiert werden, um wirtschaftliche Prozesskosten gewährleisten zu können. Kern dieser Strukturmaßnahme soll die Schaffung einer interdisziplinären Notaufnahme mit angeschlossener Aufnahmepflege werden. Die Intensivstation der konservativen Fächer und der operativen Fächer soll zusammengelegt und eine IMC-Einheit geschaffen werden. Darüber hinaus ist es notwendig, die dezentralen Sterilisations- und Aufbereitungsplätze in die Zentralsterilisation zu integrieren und eine räumliche Trennung zwischen Notfallbehandlungen und elektiven prä- bzw. poststationären Patienten zu schaffen.
Die Vielfältigkeit der baulich bedingten strukturellen Herausforderungen hat das Klinikum dazu veranlasst, im Jahr 2011 ein Wettbewerbsverfahren unter Begleitung des Sozialministeriums, sowie der Oberfinanzdirektion durchzuführen, in dem 15 Architekten Vorschläge zur baulichen Entwicklung, einschließlich Ideenteil, des Städtischen Klinikums Lüneburg unterbreitet haben.
Zusammen mit 1. Preisträger des Wettbewerbs sander.hofrichter architekten, dem Sozialministerium, der Oberfinanzdirektion und dem Klinikum wurde der Wettbewerbsvorschlag optimiert, so dass die Erstellung eines einzigen Erweiterungsbaus, verbunden mit zielgerichteten Umbauten im Bestand die Lösung des Großteils der geschilderten baulichen Strukturdefizite ermöglicht.
Folgende Maßnahmen werden in der Planung abgebildet:
Ebene -1
Zentralumkleide / Technik / IT-Abteilung / Serverzelle in BT N
Ebene 0
Zentrallager / Neubau der Liegendkrankenvorfahrt / Zusammenlegung der radiologischen Einhei-ten
Ebene 1
Haupteingang / Interdisziplinäre Notaufnahme (ZNA) / Errichtung einer Aufnahmepflegestation im Anschluss an die ZNA / elektives Aufnahme- und Untersuchungszentrum / Umstrukturierung der ZSVA und Integration Endoskopie-Aufbereitung
Ebene 2
Intensivmedizin ITS- und imc-Betten
Ebene 3
Zusammenlegung Neurologische Funktionsdiagnostik Beantragung einer daraus resultierenden Nutzungsänderung / 2 Stationen Allgemeinpflege
Die Fertigstellung der Maßnahme ist für 2018 geplant.
Zur Vergabe der Objektplanungsleistungen gem. § 34 HOAI wurde ein hochbaulicher Wettbewerb durchgeführt. Zur Vergabe der Leistungen Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI und Technische Ausrüstung gem. §55 HOAI wurden VOF-Verfahren durchgeführt. Die Leistungsphase 4 ist weitestgehend erbracht und wird zurzeit abgeschlossen.
Es ist vorgesehen einen Projektsteuerer mit Teilleistungen der Projektsteuerung gem. §205 der Schriftenreihe Nr. 9 der AHO-Fachkommission „Projektsteuerung/Projektmanagement“ zu beauftragen. Hierbei werden insbesondere im Kostencontrolling fachliche, technische und betriebswirtschaftliche Fähigkeiten von der Projektsteuerung erwartet.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
— Teilleistungen der Projektsteuerung als Einzelleistung für den Handlungsbereich Kosten in Verbindung mit Qualitäten und Terminen gem. der Schriftenreihe Nr. 9 der AHO-Fachkommission „Projektsteuerung/Projektmanagement“.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-05-22. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-04-16.

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Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-04-16 Auftragsbekanntmachung