Fachplanung Tragwerksplanung für den Neubau Stadt- und Kongresshalle Vallendar

Stadt Vallendar (Auftraggeber)

Gegenstand der Beauftragung sind die Grundleistungen der Tragwerksplanung für die Objektplanung der Stadt- und Kongresshalle Vallendar nach § 49 ff. HOAI in Verbindung mit Anlage 14.1 sowie Besondere Leistungen ergänzend zu Leistungsphase 2.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise, siehe Beschreibung unter Abschnitt II.2.1). Die Verwendung des Bewerbungsbogens als Formularvordruck wird empfohlen. Maßgeblich bleibt der Inhalt der EU-Bekanntmachung. Die Vergabestelle stellt auf ihrer Homepage unter www.vallendar.eu unter der Rubrik „Bauen – Neubau Stadt- und Kongresshalle Vallendar“ den Bewerbungsbogen zum Download bereit.
Die Stadt Vallendar plant auf einem innerörtlichen Grundstück an der Rheinstraße (B42) in Vallendar eine neue Stadt- und Kongresshalle zu errichten. Über ein EU-weit ausgeschriebenes Wettbewerbsverfahren wurde bereits die Konzeption für die Realisierung der Planungsaufgabe und ein Architekturbüro gefunden. Die vorliegende Wettbewerbsplanung umfasst die Stadt- und Kongresshalle, ein zugeordnetes Parkdeck sowie die Gestaltung des Restgrundstücks. Das Raumprogramm sieht für die Stadt- und Kongresshalle eine Nutzfläche von ca. 1 900 m² vor. Die Stadt- und Kongresshalle Vallendar soll für die folgenden Aufgaben und Funktionen gestaltet werden: Regelmäßige Möglichkeit für die Proben der Vereine, Durchführung von Veranstaltungen der Vereine (z. B. Karneval, Theater, Konzerte, Mitgliederversammlungen, Bunte Abende etc.), Durchführung von Kongressen, Tagungen und Seminaren der WHU (Otto Beisheim School of Management), der Schönstatt-Bewegung und der PTHV (Philosophisch-Theologische Hochschule in Vallendar).
Das Baugrundstück liegt im Hochwasserbereich des Rheins, weshalb das Untergeschoss als flutbare Parkebene geplant ist, ohne Anordnung von sonstigen nutzbaren Flächen. Das derzeit als Parkplatz genutzte Areal war zuvor bebaut. Ein geotechnischer Vorbericht im Jahr 2012 während der Vorbereitung des Architektenwettbewerbs hat ergeben, dass gut tragfähiger Baugrund erst in 7 m bis 8 m unter der Geländeoberfläche ansteht und höchstwahrscheinlich eine verrohrte Bohrpfahlgründung zur Lastabtragung erforderlich wird. Eine geotechnische Hauptuntersuchung nach DIN 4020 wird derzeit durchgeführt. Ergebnisse hierzu liegen noch nicht vor. Das Hallentragwerk ist derzeit vom Architekten gedacht aus Trägern in Ortbeton, die Decke als Halbfertigteildecke, aufgelegt auf das Hallentragwerk. Bei der statisch-konstruktiven Lösung werden auch nutzungsbezogene Maßnahmen zum Schallschutz zu beachten sein. Der geotechnische Vorbericht aus 2012 steht zusammen mit dem Wettbewerbsentwurf für die interessierten Bewerber unter der oben genannten Adresse (Homepage der Vergabestelle) zur Einsichtnahme bereit.
Die gesamte Maßnahme für Stadt- und Kongresshalle, Parkdeck und Außenanlagen ist auf ein Gesamtkostenbudget abgestellt. Das Gesamtkostenbudget beträgt maximal 10 500 000 EUR brutto zuzüglich noch festzustellender Kosten für Baugrundverbesserungen, Tiefengründungen und bauliche Schallschutzmaßnahmen. In den vorgenannten Gesamtkosten sind anteilig Bauwerkskosten (Kostengruppe 300) in Höhe von rund 5 430 000 EUR brutto (ohne noch festzustellender Kosten für Baugrundverbesserungen, Tiefengründungen und bauliche Schallschutzmaßnahmen) und anteilig Bauwerkskosten-Technische Anlagen (Kostengruppe 400) in Höhe von rund 1 540 000 EUR brutto enthalten. Aufgabe des zu findenden Fachplaners für Tragwerksplanung wird es auch sein, statisch-konstruktive Lösungen für ein wirtschaftliches Gebäude unter Beachtung der architektonischen Qualitäten des Wettbewerbsentwurfs zu finden und somit zur Einhaltung des Gesamtkostenrahmens beizutragen. Es ist daher die Beauftragung der Besonderen Leistungen „Aufstellen von Vergleichsberechnungen“ und „Aufstellen eines Lastenplanes“ parallel zu den Grundleistungen der Leistungsphase 2 beabsichtigt, um frühzeitig eine günstige Lösungsmöglichkeit des Tragwerks insbesondere in Bezug auf die Gründung und das Hallentragwerk zu finden.
Der zeitliche Ablauf der Planungs- und Bauphase ist wie folgt vorgesehen: Beauftragung des Ingenieurbüros voraussichtlich im August 2014 geplanter Baubeginn 12 Monate nach Beauftragung, geplante Bauzeit 21 Monate.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-04-23. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-03-18.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-03-18 Auftragsbekanntmachung
2014-08-11 Bekanntmachung über vergebene Aufträge