Gebäudeanalyse und Sanierungskonzept für die Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main in 9 Losen
Die Städtischen Bühnen Frankfurt mit Oper und Schauspiel gelten als größter kommunaler Theaterbetrieb in Deutschland. Der Grundstein für die heutigen Städtischen Bühnen Frankfurt wurde im Jahre 1782 mit dem Comoedienhaus auf dem heutigen Rathenauplatz gelegt. 1902 wurde am heutigen Willy-Brand-Platz ein neues Schauspielhaus eröffnet. Die Vereinten Stadttheater erhalten 1919 den Namen Städtische Bühnen.
Nach einigen Umzügen und Neubauten wurde 1958 durch die Stadtverordnetenversammlung der Bau der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz beschlossen. 1963 wurde die Anlage feierlich eingeweiht. Die Oper Frankfurt zählt heute zu den bedeutendsten Opernbühnen in Europa. Insgesamt besteht der Komplex aus 4 Veranstaltungshäusern mit 2.400 Sitzplätzen (Oper 1.400, Schauspiel 700, Kammerspiele 200 und Nachtfoyer 90 Sitzplätze).
Die BGF beträgt 68.000 qm.
Gegenstand der Beauftragung in diesem VOF-Verfahren ist die Durchführung einer Gebäudeanalyse der gesamten baulichen und technischen Anlagen der Städtischen Bühnen Frankfurt sowie die Entwicklung eines Konzeptes für die bauliche Umsetzung der erforderlichen Sanierungs- und Erneuerungsmaßnahmen. Für dieses Sanierungskonzept sind mindestens 3 Varianten mit detaillierter Kostenschätzung zu entwickeln, die von grundsätzlich verschiedenen Ausführungsszenarien ausgehen sollen.
Mit der Bestandsaufnahme der baulichen und technischen Anlagen sollte möglichst in der Spielpause im Sommer 2015 begonnen werden. Die Ausarbeitung für das Sanierungskonzept würde sich dann im 1. Quartal 2016 anschließen. Ziel ist die Ertüchtigung des gesamten Gebäudekomplexes.
Für die Bestandsaufnahme sind sämtliche technische Anlagen aufzunehmen. Die Bestandsaufnahme soll raumweise (ca. 150 Räume) durchgeführt werden, das bestehende Raumbuch ist zu überprüfen, beziehungsweise zu aktualisieren.
Weiterhin soll eine Plankontrolle des Bestandes erfolgen. Für alle Gewerke sind zeichnerische Darstellungen in Grundrissen und Schemata zu erstellen.
Des Weiteren sind Mengenermittlungen für alle Gewerke zu erstellen.
Die Bestandsbewertung erfolgt nach Gesichtspunkten der Forderungen des Brandschutzes, der sicherheitstechnischen Anforderungen, der Erneuerung technischer Anlagen aufgrund von Ablauf der Nutzungsdauer, der energetischen Optimierung und der Miteinbeziehung von neuen Nutzungsanforderungen. Das Sanierungskonzept, das auf den Bestandsplänen und dem Raumprogramm aufbauen soll, soll aufzeigen wie und zu welchen Investitionskosten, Planungskosten, Baukosten, Betriebskosten und Instandsetzungskosten und in welchen Zeiträumen das Gebäude saniert und auf den neusten Stand der Technik gebracht werden kann.
Die hier gegenständliche Maßnahme wird aufgrund ihrer Komplexität in 9 Lose aufgeteilt. Interessierte Büros können sich für ein oder mehrere Lose bewerben.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-07-14.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-06-12.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-06-12
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Auftragsbekanntmachung
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2015-02-18
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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2015-04-08
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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2015-06-19
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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