Generalplanerleistungen für die brandschutztechnische Sanierung des Lessing-Gymnasiums Ottilienstraße in Bochum

Stadt Bochum, Zentrale Dienste, ZD 21

Bauliche Umsetzung des bestehenden und genehmigten Brandschutzkonzeptes und Herrichten des 1. und 2. baulichen Rettungsweges am Lessing-Gymnasium unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und Auflagen aus der Baugenehmigung.
Die Schule besteht aus mehreren untereinander baulich verbundenen Gebäudeteilen. In den Jahren 1956 bis 1960 wurde der Altbau und der Gebäudeteil Aula/Lehrschwimmbad errichtet. Im 1. BA wurde der Bereich Aula (Erneuerung der Lüftungsanlage) und das Lehrschwimmbad (umgebaut zu einer Schulmensa) saniert.
Im 2. BA ist geplant, den ca. 1 980 fertig gestellten Neubauteil mit Stelzentrakt gem. Brandschutzkonzept und daraus resultierender Eingriffe in die Bausubstanz zu sanieren. Die Sanierungen im Altbau sind nach bisherigem Konzept für den 3. BA vorgesehen.
In allen Bereichen des 2. BA und 3. BA sind erhebliche Eingriffe in die technische Gebäudeausstattung (Lüftungsanlage, Brandmeldeanlage, Amokalarm, Heizung/Sanitär) erforderlich.
Den Arbeiten voran geht jeweils eine Schadstoffsanierung, die mit in die Arbeitsabläufe zu integrieren ist.
Die Planungsleistungen für die Schadstoffsanierung sind nicht Bestandteil dieses Vergabeverfahrens.
Die Umsetzung der Arbeiten erfolgt im laufenden Schulbetrieb und müssen bis zum Dezember 2016 abgeschlossen werden.
Zur Ausführung kommen u. a. folgende Arbeiten:
— Schadstoffsanierungen (incl. Rückbau von technischen Anlagen),
— Mauerarbeiten, Betonsanierungsarbeiten, Trockenbauarbeiten,
— Metallbauarbeiten (Brand- und Rauchschutztüren, Notausgänge),
— Sanierung haustechnischer Anlagen (Heizung, Sanitär),
— Erneuerung der Lüftungsanlage,
— Neuinstallation einer Brandmelde- und einer Amokalarmierungsanlage, Datenverkabelungsarbeiten, allgem. Elektro- und Beleuchtungsinstallationen.
Folgende Leistungen müssen vom Bewerber/der Bewerbergemeinschaft übernommen werden:
Generalplanungsleistungen am und im Gebäude und der technischen Gebäudeausstattung, Umsetzung des Brandschutzkonzeptes incl. der Erstellung abschließender Flucht- und Rettungswegpläne, Feuerwehrpläne und der Brandschutzordnung gem. Brandschutzverordnung NRW sowie im erforderlichen Umfang Leistungen der Tragwerksplanung bei Eingriffen in die Gebäudestruktur und zur Bewertung der vorhandenen Gebäudestruktur.
Anzubieten sind die Leistungsphasen 5 bis 8 ab Ausführungsplanung bis zur Objektüberwachung/Bauüberwachung für die Kostengruppen der DIN 276 der KG 300 und 400 für die Leistungen des 2. und 3. Bauabschnittes.
Die aus der Entwurfs- und Genehmigungsplanung der Leistungsphasen 2 bis 4 erstellten Unterlagen, die Baugenehmigung sowie Planungsleistungen der Schadstoffsanierung werden in der 2. Stufe des Vergabeverfahrens zur Verfügung gestellt und müssen von dem Bewerber/der Bewerbergemeinschaft koordiniert und eingearbeitet werden.
Die Baukosten für die Technische Gebäudeausrüstung (KG 400) gem. HOAI 2013, § 53 überwiegen. Es kann daher auch ein Ingenieurbüro der Technischen Gebäudeausrüstung als Generalplaner beauftragt werden.
Beschreibung des Vergabeverfahrens:
Teilnahmewettbewerb (1. Stufe).
1. Es ist ein Teilnahmeantrag inklusive aller geforderten Nachweise aus III. und VI.3) (Erstellung eines Konzeptes zur Umsetzung der Aufgabenstellung) zu stellen.
Unvollständige Teilnahmeanträge bleiben unberücksichtigt. Es wird darauf hingewiesen, dass die gemäß § 5 (3) VOF eingeräumte Befugnis zum Nachreichen von Unterlagen vorliegend nicht zum Tragen kommt. Erklärungen, Angaben und Nachweise, die gefordert wurden und bis zum Ablauf der Teilnahmefrist nicht vorgelegt wurden, führen zwingend zum Ausschluss. Teilnahmeanträge, die nicht frist- oder formgerecht (nicht in verschlossenem Umschlag) eingehen, werden nicht berücksichtigt.
2. Es wird geprüft, ob der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft anhand der von ihm /ihr eingereichten Erklärung, Angaben und Nachweise grundsätzlich geeignet erscheint, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht auszuführen. Soweit sich ein Bewerber/eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit und/oder der technischen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten anderer Unternehmen bezieht, hat er/sie mit Einreichung des Teilnahmeantrages nachzuweisen, dass ihm / ihr im Auftragsfall die Mittel dieser Unternehmen grundsätzlich zur Verfügung stehen. Das kann u. a. durch entsprechende Verpflichtungserklärungen des oder der anderen Unternehmen erfolgen (vgl. § 5 (6) VOF).
3. Überschreitet die Anzahl geeigneter Bewerber die Anzahl der Bewerber, die am weiteren Verfahren beteiligt werden soll (3-5 Teilnehmer), wird eine differenzierte Eignungsprüfung vorgenommen, um den Bewerberkreis zu reduzieren. Die Prüfung erfolgt anhand der Angaben über die Referenzlage innerhalb der letzten 5 Jahre vor Bekanntmachung erbrachten Leistungen gleicher Art gemäß Punkt 6 unter Ziffer III.2.3) der Bekanntmachung. Es werden diejenigen Bewerber/Bewerbergemeinschaften am weiteren Verfahren beteiligt, die über ihre Referenzlage Erfahrungen mit gleichen Aufgabenstellungen belegen konnten und im Vergleich zu ihren Mitbewerbern besonders geeignet erscheinen, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht zu erbringen. Die Bewertung der Angaben zur Referenzlage erfolgt durch ein Fachgremium mit mindestens 3 Bewerter/Innen. Die Verwendung einer Bewertungsmatrix mit einem Punktesystem ist nicht vorgesehen.
Verhandlungsverfahren (2. Stufe).
Die ausgewählten Bewerber werden zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert.
Mit der Angebotsabgabe sind zwingend nachfolgende Unterlagen einzureichen:
a) Honorarangebot auf den Formblättern;
b) Mitteilung der vorgesehenen Projektteammitglieder und ihrer Qualifikation;
c) Etwaige Änderungswünsche zum Vertrag oder zur Aufgabenbeschreibung und den Anlagen nebst Kommentierung;
d) Verpflichtungserklärung zum Mindestlohn nach § 4 Abs. 3 TVgG-NRW;
e) Verpflichtungserklärung nach § 19 TVgG-NRW zur Frauenförderung und Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Im Anschluss an die Angebotsabgabe wird mit allen Bietern ein Aufklärungs- und Verhandlungsgespräch durchgeführt, in dem Gelegenheit besteht, das Angebot mit allen seinen Bestandteilen persönlich darzustellen und bei Bedarf näher zu erläutern bzw. zu ergänzen. Es wird erwartet, dass das vorgesehene Projektteam, jedenfalls aber dessen wesentliche Mitglieder (bevorzugt der Projektleiter/die Projektleiterin) an den Verhandlungen teilnehmen und selbst vortragen werden. Für das Aufklärungs- und Verhandlungsgespräch wird erwartet, dass für das Bewertungsgremium jeweils ein Handout zur Verfügung gestellt wird.
Unmittelbar im Anschluss an die Verhandlungsgespräche erfolgt die Bewertung der Angebote anhand der nachstehend unter IV.2.1) aufgeführten Kriterien. Nach der Auswahl des Bieters, der die bestmögliche Leistung i. S. d. § 11 Abs. 6 VOF erwarten lässt und dementsprechend mit den zu vergebenden Leistungen beauftragt werden soll, werden allenfalls noch redaktionelle Änderungen des Vertrages vorgenommen. Es ist nicht beabsichtigt, auf Regelungsvorschläge einzugehen, die erst nachträglich, nach Abschluss der Verhandlungen, formuliert werden. Vielmehr sind die Bieter aufgerufen, etwaige Änderungswünsche bereits mit ihrem Angebot konkret aufzuführen und zu begründen.
Die Stadt Bochum behält sich vor, den vorstehenden Verfahrensablauf unter Beachtung der vergaberechtlichen Grundsätze der Gleichbehandlung und Transparenz abzuändern (z. B. im Anschluss an die Verhandlungsgespräche ein überarbeitetes Angebot einzuholen), soweit dies nach dem Stand des Verfahrens sinnvoll ist.
Folgende Zeitplanung ist vorgesehen:
Teilnahmeverfahren:
1. Teilnahmefrist: 4.8.2014,
2. Öffnung der Teilnahmeanträge: 5.8.2014,
3. Frist für Bieterfragen: 28.7.2014,
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 30.7.2014,
5. Angebotsaufforderung spätestens bis zum: 20.8.2014.
Angebotsverfahren:
1. Angebotsfrist: 30.9.2014,
2. Öffnung der Angebote: 1.10.2014,
3. Frist für Bieterfragen: 24.9.2014,
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 26.9.2014,
5. Zeitraum für Aufklärungs-, und Verhandlungsgespräche:
ca. 23.10.2014-4.11.2014.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-08-04. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-07-08.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-07-08 Auftragsbekanntmachung
2014-11-24 Bekanntmachung über vergebene Aufträge