Generalplanerleistungen für die Errichtung des Betriebshofes am Zentralfriedhof mit einer integrierten Nutzung einer Löscheinheit der Freiwilligen Feuerwehr Feldmark 3-7 sowie Umbau im Bestand des denkmalgeschützten Gebäudes Immanuel-Kant-Str. 50-52

Stadt Bochum, Zentrale Dienste, ZD 21

Folgende Generalplanerleistungen müssen von den Bewerbern/der Bewerbergemeinschaft auf der Grundlage der HOAI 2013 und der AHO-Schriftenreihe Nr. 3, 15 und 17 übernommen werden:
HOAI 2013 Grundleistungen:
Gebäude und Innenräume Teil 3, Abschnitt 1, § 33, Leistungsphasen 1, 2 zu 50 % und 3-8;
Tragwerksplanung Teil 4, § 49, Leistungsphasen 1-6;
Technische Ausrüstung Teil 4, § 53, alle Anlagengruppen, Leistungsphasen 1-8.
Beratungsleistungen in den Anlagen zur HOAI 2013:
Leistungen der Bauphysik, Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1) für den Wärmeschutz und die Energiebilanzierung, Bauakustik (Schallschutz) und Raumakustik;
Leistungen für den geotechnischen Bericht, Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1).
AHO-Schriftenreihe Heft Nr. 3:
Besondere Leistungen der Tragwerksplanung zur HOAI 2009, Teil 4, § 49 mit Anlage 13.
AHO-Schriftenreihe Heft Nr. 15:
Sigeko-Leistungen nach der BauStVO.
AHO-Schriftenreihe Heft Nr. 17:
Leistungen für den Brandschutz.
in der Zeit von ca. März 2015 bis ca. Herbst/Winter 2017.
Es ist zu beachten, dass zunächst die Planungsleistungen in einer 1. Stufe bis zur Genehmigungsplanung beauftragt werden. Die weiteren Planungsleistungen werden dann optional beauftragt. Es ist beabsichtigt, den Bewerber/die Bewerbergemeinschaft später auch mit den optionalen Planungsleistungen zu beauftragen.
Die in diesem Vergabeverfahren in der 2. Stufe auf der Vergabeplattform veröffentlichte Machbarkeitsstudie der Architekten Kemper & Steiner, Bochum vom 15.4.2013 ist als Grundlage der Leistungsphase 2 zu 50 % (der Planungsleistungen Gebäude HOAI 2013, § 33) zu sehen.
Folgende Leistungen sind für die Leistungsphase 2 noch zu erbringen:
— Analysieren der Grundlagen, Abstimmen der Leistungen mit den fachlich an der Planung Beteiligten, Abstimmen der Zielvorstellungen, Hinweise auf Zielkonflikte (0,10 %);
— Erarbeiten der Vorplanung, Zeichnungen im Maßstab nach Art und Größe des Objektes (1,25 %);
— Klären und Erläutern der wesentlichen Zusammenhänge, Vorgaben und Bedingungen, Bereitstellen der Arbeitsergebnisse als Grundlage für die anderen an der Planung fachlich Beteiligten sowie Koordination und Integration von deren Leistungen (1 %);
— Vorverhandlungen über die Genehmigungsfähigkeit (0,10 %);
— Kostenschätzung nach DIN 276, Vergleich mit den finanziellen Rahmenbedingungen (0,75 %);
— Erstellen eines Terminplanes mit den wesentlichen Vorgängen des Planungs- und Bauablaufes (0,20 %);
— Zusammenfassen, Erläutern und Dokumentieren der Ergebnisse (0,10 %)'
Weiterhin müssen die im Rahmen der Machbarkeitsstudie angegebenen und vorgesehenen Flächen umgesetzt werden.
Im Bestand müssen die im denkmalgeschützten Gebäude Immanuel-Kant-Straße, Bochum vorhandenen Waschräume, WC's und die dazugehörigen Nebenräume erweitert und saniert werden.
Im Rahmen der weiteren Entwurfsleistungen in der Leistungsphase 3 werden z. B. Grundrissoptimierungen, Verschiebungen von Räumen, Zuordnungen von Nutzungseinheiten weiter besprochen und festgelegt. Diese Optimierungen führen möglicherweise zu kleineren Änderungen der Gebäudeausdehnungen, werden jedoch die grundsätzliche Planung der Machbarkeitsstudie nur zu einem geringen Teil verändern. Die Standorte der einzelnen Nutzungseinheiten wie z. B. Feuerwehrgebäude, Betriebsgebäude, Remisen etc. bleiben bestehen.
Beschreibung des Vergabeverfahens:
Teilnahmewettbewerb (1. Stufe).
1. Es ist ein Teilnahmeantrag inklusive aller geforderten Nachweise aus III. zu stellen.
Unvollständige Teilnahmeanträge bleiben unberücksichtigt. Es wird darauf hingewiesen, dass die gemäß § 5 (3) VOF eingeräumte Befugnis zum Nachreichen von Unterlagen vorliegend nicht zum Tragen kommt. Erklärungen, Angaben und Nachweise, die gefordert wurden und bis zum Ablauf der Teilnahmefrist nicht vorgelegt wurden, führen zwingend zum Ausschluss. Teilnahmeanträge, die nicht frist- oder formgerecht (nicht in verschlossenem Umschlag) eingehen, werden nicht berücksichtigt.
2. Es wird geprüft, ob der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft anhand der von ihm/ihr eingereichten Erklärung, Angaben und Nachweise grundsätzlich geeignet erscheint, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht auszuführen. Soweit sich ein Bewerber/eine Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit und/oder der technischen Leistungsfähigkeit auf die Kapazitäten anderer Unternehmen bezieht, hat er/sie mit Einreichung des Teilnahmeantrages nachzuweisen, dass ihm/ihr im Auftragsfall die Mittel dieser Unternehmen grundsätzlich zur Verfügung stehen. Das kann u. a. durch entsprechende Verpflichtungserklärungen des oder der anderen Unternehmen erfolgen ((vgl. § 5 (6) VOF)).
3. Überschreitet die Anzahl geeigneter Bewerber die Anzahl der Bewerber, die am weiteren Verfahren beteiligt werden soll (3-5 Teilnehmer), wird eine differenzierte Eignungsprüfung vorgenommen, um den Bewerberkreis zu reduzieren. Die Prüfung erfolgt anhand der Angaben über die Referenzlage innerhalb der letzten 5 Jahre vor Bekanntmachung erbrachten Leistungen gleicher Art gemäß Punkt 8 unter Ziffer III.2.3 der Bekanntmachung. Es werden diejenigen Bewerber/Bewerbergemeinschaften am weiteren Verfahren beteiligt, die über ihre Referenzlage Erfahrungen mit gleichen Aufgabenstellungen belegen konnten und im Vergleich zu ihren Mitbewerbern besonders geeignet erscheinen, die zu vergebenden Leistungen vertragsgerecht zu erbringen. Die Bewertung der Angaben zur Referenzlage erfolgt durch ein Fachgremium mit mindestens 3 Bewerter/Innen. Die Verwendung einer Bewertungsmatrix mit einem Punktesystem ist nicht vorgesehen.
Verhandlungsverfahren (2. Stufe).
Die ausgewählten Bewerber werden zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert.
Mit der Angebotsabgabe sind zwingend nachfolgende Unterlagen einzureichen:
— Honorarangebot auf den Preisblättern,
— Ausgefüllter Planervertrag Bewerber/Bewerbergemeinschaft.
Die Bewertungsmatrix wird mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe beigefügt.
Im anschließenden Verhandlungsgespräch erhalten die Bewerber/Bewerbergemeinschaften Gelegenheit, ein bereits durchgeführtes Projekt der Referenzliste vorzustellen und Ihre Planung für das ausgeschriebene Bauprojekt (Gewerbebau) darzustellen.
Folgende Zeitplanung ist vorgesehen:
Teilnahmeverfahren:
1. Teilnahmefrist: 20.10.2014.
2. Öffnung der Teilnahmeanträge: 21.10.2014.
3. Frist für Bieterfragen: 13.10.2014.
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 15.10.2014.
5. Angebotsaufforderung spätestens bis zum: 13.11.2014.
Angebotsverfahren:
1. Angebotsfrist: 12.12.2014.
2. Öffnung der Angebote: 15.12.2014.
3. Frist für Bieterfragen: 8.12.2014.
4. Frist zur Beantwortung der Bieterfragen: 10.12.2014.
5. Zeitraum für Aufklärungs-, und Verhandlungsgespräche: ca. 13.1.2015-23.1.2015.
6. Zuschlagserteilung bis zum Ende der Bindefrist: 16.2.2015.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-10-20. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-09-16.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-09-16 Auftragsbekanntmachung
2015-03-06 Bekanntmachung über vergebene Aufträge