Gesamtsanierung Deutsche Botschaft in Kopenhagen, Dänemark - Generalplanung
Das Kanzleigebäude liegt zentrumsnah am Park Østre Anlæg als Eckgebäude in der Stockholmsgade, Ecke Visbygade. Das ehemalige Wohngebäude von Ende des 19. Jh. ist seit 1956 Standort der Deutschen Botschaft. Der Mauerwerks-Massivbau mit Holzbalkendecken gliedert sich in vier Verwaltungsebenen, Souterrain mit Lager und Technikräumen und Dachgeschoss mit Lagerflächen (je Geschoss ca. 350 m² BGF, insgesamt ca. 2 000 m² BGF).
Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Es liegt eine genehmigte Vorplanung zur Sanierung in Bauabschnitten vor. Wegen Dringlichkeit wurde die Durchführung eines ersten Bauabschnittes mit Schadstoffsanierung mit einhergehender Sanierung des Heizungsanlage und des Kellergeschosses vorgezogen. Die weiteren Sanierungsmaßnahmen sollen bei laufendem Betrieb in drei weiteren Bauabschnitten durchgeführt werden.
Auftragsgegenstand ist die Generalplanung der Sanierung. Die Generalplanung umfasst die Hochbauplanung, die Planung der technischen Gebäudeausrüstung und die Tragwerksplanung der Leistungsphasen 3 bis 8 nach HOAI auf Grundlage der vorliegenden Vorplanung.
Das Projekt unterliegt hohen Sicherheitsanforderungen. Während des gesamten Bauablaufes ist die materielle Sicherheit zu gewährleisten.
Die Projektsprache ist Deutsch, für allgemeine örtliche Kommunikation Dänisch, die Leistungsverzeichnisse sind zum Teil in dänischer Sprache zu erstellen.
Der Auftragnehmer, sofern er nicht seinen/einen Standort in Dänemark hat, hat mit einem örtlichen Partner zu arbeiten hinsichtlich der baurechtlichen Belange, insbesondere des Brandschutzes.
Der Auftragnehmer hat während der gesamten Bauphasen vor Ort einen verantwortlichen Bauleiter zu stellen, der die Aufgaben des Auftragnehmers wahrnimmt und über deutsche und dänische Sprachkenntnisse verfügt. Während der Bauzeit ist eine personelle Kontinuität bezüglich der Präsenz vor Ort sicherzustellen. Dies kann auch durch die Einbindung örtlicher Partner gewährleistet werden.
Im Rahmen des Auftragsgegenstandes hat der Auftragnehmer in regelmäßigen Abständen während der gesamten Auftragslaufzeit Projektabstimmungen beim Auftraggeber in Berlin wahr zu nehmen.
Die erforderlichen Einzelmaßnahmen sind vor allem:
— Instandsetzung der Oberflächen (Wand, Boden, Decken);
— Instandsetzung und energetische Ertüchtigung der Fassade und Fenster;
— Erneuerung des Konsularbereiches (mit temporärer Zwischenunterbringung im Souterrain);
— Bauliche brandschutztechnische Ertüchtigung, insbesondere der Rettungswege und Fluchttreppenhäuser;
— Ertüchtigung bzw. Erneuerung der technischen Anlagen inkl. Leitungsführung, insbesondere für Wasser, Lüftung, Stark- und Schwachstrom;
— Erneuerung aller Sanitärbereiche;
— Erneuerung des Aufzuges;
— Barrierefreie Zuwegung;
— Beseitigung sicherheitsrelevanter Mängel;
Es liegt eine haushalterisch genehmigte Vorplanung mit anrechenbaren reinen Baukosten (netto) vor:
KG 300: 1 638 024 EUR;
KG 410: 52 536 EUR;
KG 420: 15 000 EUR;
KG 430: 60 500 EUR;
KG 440: 281 650 EUR;
KG 450: 43 850 EUR;
KG 460: 49 500 EUR;
Summe KG 300 bis 400: 2 141 060 EUR (netto).
Die Auftragsausführung umfasst den Zeitraum Mitte 2014 - Mitte 2017.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-04-25.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-03-14.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-03-14
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Auftragsbekanntmachung
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2014-09-17
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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