Institutsneubau, Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, Leistung für die Fachplanung Laborplanung
Gegenstand des zu vergebenden Auftrages sind die Leistungen nach § 55 ff HOAI 2013 für das Bauvorhaben „Institutsneubau„ Max-Planck-Institut (MPI) für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des MPIs beobachten und manipulieren Materie in bislang unzugänglichen nanoskopischen Längen- und ultrakurzen Zeitskalen. Die besondere Mission des Instituts erfordert Zugang zu Hochleistungstrahlenquellen, wie sie derzeit in Deutschland nur in Hamburg mit den Freie Elektronen Lasern FLASH und European XFEL, der Synchrotronstrahlenquelle PETRA-III und der relativistischen Elektronenkanone REGAE zur Verfügung stehen. Das multidisziplinär angelegte MPI wird mit den bereits heute möglichen Schlüsselexperimenten eine Alleinstellung in der internationalen Forschungslandschaft einnehmen und komplementär zur Universitätsforschung in Bahrenfeld arbeiten. Hierbei sind die Forscher auf Höchstleistungsinstrumente angewiesen.
Der Raumbedarfsplan sieht eine Nutzfläche (NF 1-7) von ca. 6.200 m² vor. Diese voraussichtliche ca. Fläche unterteilt sich derzeit in folgende Nutzungsbereiche:
Büro- und Besprechungsräume: 1 550 m²
Lagerräume: 550m²
physikalische Laserlaborflächen sowie Laborflächen mit chemischer und biochemischer Nutzung: 2 500 m²
Experimentierhalle (Anforderungen angelehnt an physikalisches Labor): 300 m²
Bereiche für Feinmechanik- und Elektronikwerkstatt: 630 m²
Serverraumflächen: 100 m²
Die genannten Flächen erfordern teilweise sehr hohe technische Anforderungen.
Diese Forderungen sind u.a.:
teilweise Reinraumbedingungen in den Laboren bis zu 10.000 US Fed (ISO Klasse 7)
Schwingungsdämpfung
Temperaturkonstanz im Bereich der Lasertisch +/- 0,5 K bei 22°C
Feuchtekonstanz im Bereich der Lasertisch /+/- 5% bei 45 % r.F.
Mit dem gesuchten Auftragnehmer wird zunächst ein Vertrag über die Leistungsphasen 2 bis 4 geschlossen; dieser Vertrag beinhaltet die Option der weiteren Beauftragung der Leistungsphasen 5–9 (Phase 9 teilweise) für den Auftraggeber. Es wird eine stufenweise Beauftragung einzelner oder mehrerer Leistungsphasen vorgesehen. Die Honorierung erfolgt nach der HOAI 2013.
Die Planung hat mindestens entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu erfolgen. Die Planung muss auch wirtschaftliche und energiewirtschaftlichen Gesichtspunkte sowie Kriterien der Nachhaltigkeit einbeziehen.
Die Leistungen umfassen die Anlagengruppen 7 gemäß der HOAI § 53.
Der voraussichtliche Planungsbeginn ist für Juli 2014 und die Baudurchführung ab Anfang 2016 vorgesehen.
Die voraussichtlichen Gesamtbaukosten (KG 200-700) dürfen nicht mehr als 36 Mio EUR betragen.
Die voraussichtlichen anrechenbaren Kosten (netto) liegen nach erster Kostenannahme bei ca. 1,5 Mio EUR.
Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des v. g. Zeitraumes zu erbringen.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig/kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort zur Verfügung zu stehen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-05-19.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-04-17.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-04-17
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Auftragsbekanntmachung
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2014-08-22
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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