Leistungen im Projektmanagement, hier Projektsteuerung, für den Neubau des Berufsbildungs- und Technologiezentrums der Handwerkskammer Trier

Handwerkskammer Trier

Allgemeines vorab: Der Bewerbungsbogen und ein Lageplan des Baugrundstücks sind auf der Homepage der Handwerkskammer Trier www.hwk-trier.de unter der Rubrik „Über uns“/„Ausschreibungen“ bereitgestellt.
Für den Neubau des Berufsbildungs- und Technologiezentrum Trier sollen die Projektsteuerungsleistungen für die Übernahme der delegierbaren Bauherrenaufgaben in den Handlungsbereichen
A – Organisation, Information, Koordination und Dokumentation;
B – Qualitäten, Quantitäten;
C – Kosten und Finanzierung;
D – Termine, Kapazitäten und Logistik;
E – Verträge und Versicherungen
stufenweise beauftragt werden. Umfang und Bildung der Stufen siehe unter II.2.1).
Der Auftraggeber, die Handwerkskammer Trier, ist eine Selbstverwaltungseinrichtung des Handwerks und des handwerksähnlichen Gewerbes. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechtsaufsicht des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) in Rheinland-Pfalz. Die Handwerkskammer ist für die Betreuung der Betriebe des ehemaligen Regierungsbezirks Trier, bestehend aus den Landkreisen Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifelkreis sowie des Oberzentrums Trier, verantwortlich. Hier sind etwa 6 900 Betriebe mit 39 000 Beschäftigten und rund 3 900 Auszubildenden eingetragen.
Die Handwerkskammer Trier beabsichtigt, die Modernisierung ihrer Bildungsbereiche durch einen Neubau am Standort Trier durchzuführen. Auf dem bestehenden Gelände im Norden der Stadt Trier, in der Loebstraße/Auer-von-Welsbachstraße, soll daher das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) neu entstehen.
Die Bestandsgebäude entsprechen überwiegend nicht mehr heutigen Anforderungen an Lehre und Ausbildung sowie auch nicht mehr an Gebäudetechnik und Energieeffizienz. Bis auf den Verwaltungsbereich (Hauptgebäude) sowie das auf 66 Jahre verpachtete Gebäude des Deutschen Schweißverbandes werden die aktuell bestehenden Gebäudeteile zurückgebaut. In der neuen Gebäudeausrichtung sind methodisch-didaktische Lernansätze mit den technischen Kernelementen zu verzahnen. Flexibilität und Multifunktionalität des Baukonzeptes werden für zukünftige Entwicklungen unabdingbar sein. Wert wird auf die Entwicklung eines nachhaltigen und wirtschaftlichen Gebäudekonzeptes unter Einbeziehung energieeffizienter Bauweisen gelegt. Ziel ist demnach die Erstellung eines hinsichtlich Energieeffizienz und moderner handwerklicher Ausbildung optimierten Projektes. Die Funktionalität der Räumlichkeiten und Ausstattungen sollen dabei mit einer Vorbildfunktion verbunden werden.
Zurzeit lobt die Handwerkskammer einen Planungswettbewerb für Architekten zusammen mit Ingenieuren der Fachrichtungen der Technischen Gebäudeausrüstung aus, um für den oben beschriebenen Neubau ein geeignetes Konzept und Architektur-/Ingenieurbüro zu finden. Aufgabe im Planungswettbewerb wird die Umsetzung eines Raumprogramms sein, bestehend aus 15 Funktionseinheiten mit insgesamt rd. 9 700 m² Nutzfläche. Der Auslober legt Wert auf eine flächenwirtschaftliche planerische Lösung. Mit den unterschiedlichen Funktionseinheiten werden die Ausbildungsbereiche, die die Handwerkskammer Trier anbietet, abgebildet. Es handelt sich um die Ausbildungsbereiche Friseure, Elektro-/ Steuerungstechnik, CNC (Computerized Numerical Control), Sanitär-/Heizungs-/Klimatechnik, Metall, Kfz-Technik, Karosserie-/Lacktechnik, Maler, Zahntechnik, Holztechnik, Theorie / EDV. Ferner sind im Raumprogramm die Funktionsbereiche Verwaltung für die Hausleitung, für Haustechnik und EDV vorgesehen.
Der Neubau des Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) soll als „gläserne Bildungsstätte” Demonstrationsobjekt und Vorbild für ein ganzheitliches Energiekonzept sein und zugleich Passivhausstandard erreichen. Passive energetische Maßnahmen, die maßgeblich durch Gebäudeentwurf und Baukonstruktion erreicht werden und die zu einer Minimierung des Energiebedarfs führen, sollen mit aktiven Maßnahmen energieeffizienter Gebäudetechnik kombiniert werden. Die architektonische Integration der Gebäudetechnik besitzt dabei einen hohen Stellenwert.
Der Kostenrahmen für die anteiligen Bauwerkskosten (KG 300+400/DIN 276-1:2008-12) wurde vom Auslober mit rd. 25 000 000 EUR brutto ermittelt. Bei dem aufgrund des Vergabeverfahrens zu vergebenden Auftrag für die Planungsleistungen wird durch das Architektur-/Ingenieurbüro diese Bauwerkskostenobergrenze einzuhalten sein. Aufgabe des zu beauftragenden Projektsteuerungsbüros wird in diesem Zusammenhang u. a. die Kostensteuerung in Bezug auf die Baukostenobergrenze der Bauwerkskosten und auch der Gesamtkosten sein. Der Auftraggeber behält sich vor, auch in Bezug auf die Gesamtkosten eine Kostenobergrenze zu definieren. Aufgabe des Projektsteuerers wird maßgeblich unter anderem sein, dafür zu sorgen, dass die noch zu definierende Gesamtkostenobergrenze eingehalten wird.
Bei dem geplanten Bauvorhaben handelt es sich um eine von Bund und Land geförderte Zuwendungsbaumaßnahme auf der Grundlage der „Gemeinsamen Richtlinien für die Förderung überbetrieblicher Berufsbildungsstätten und ihrer Weiterentwicklung zu Kompetenzzentren (24.6.2009)“ der Bundesministerien für Bildung und Forschung und für Wirtschaft und Technologie. Im Rahmen des Planungsprozesses behalten sich die Zuwendungsgeber und die Bauverwaltung vor, den Architektenentwurf hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit durch den Auftrag nehmenden Architekten/Ingenieur optimieren zu lassen.
Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt des Projektsteuerers wird auch die Terminsteuerung insbesondere in der 1. Beauftragungsstufe sein. Denn aufgrund der Forderung der Fördermittelgeber und der Abrufung von Haushaltsmitteln ist vom beauftragten Planungsbüro die Erbringung der Leistungsphasen 1-3 (entsprechend Beauftragungsstufe 1) und hierbei insbesondere die detaillierte Kostenberechnung nach DIN 276 in Stufe 1 bis spätestens Ende September 2015 vorzulegen.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-12-18. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-11-17.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-11-17 Auftragsbekanntmachung
2015-04-29 Bekanntmachung über vergebene Aufträge