Max-Planck-Institute für Biophysikalische Chemie sowie Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, Leistung für die Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung (HKLSE)
Gegenstand des zu vergebenden Auftrages sind Leistungen nach § 55 ff HOAI 2013 für das Bauvorhaben „Erneuerung der Versorgungsanlagen für Wärme (Heizwasser), Elektro, Kälte und Dampf“ Max-Planck-Institute (MPI) für Biophysikalische Chemie und Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Die Bebauungsstruktur der Liegenschaft umfasst Gebäude, in welchen verschiedene Forschungseinrichtungen untergebracht sind. Neben den wissenschaftlichen Einrichtungen finden sich verschiedene Dienstleistungseinrichtungen für Mitarbeiter und Gäste, wie Büros für Verwaltung, eine Kantine mit Kochbereich, Werkstätten und Kindergarten. Die Versorgungsanlagen sind in bestehenden Technikzentralen in eigenständigen Gebäuden untergebracht.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie sind den zellulären und molekularen Vorgängen auf der Spur, die komplexe Lebensprozesse steuern. Mit hochauflösenden Mikroskopen, Kernspinresonanz-Spektrometern, Elektronenmikroskopen und Höchstleistungscomputern untersuchen sie Zellen, Organellen und Proteine. Turbulenzen in Wolken, Neutronenfeuerwerk im Gehirn, die Physik einzelner biologischer Zellen oder der Fluss von Wasser und Öl durch poröses Gestein – mit solchen und anderen besonders komplexen Systemen beschäftigen sich die Forscher am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation.
Um die Versorgungssicherheit für die wissenschaftlichen und technischen Anforderungen weiter zu gewährleisten, sind Erneuerungen der Technischen Anlagen sowie Teile der Infrastruktur aus dem Jahr 1971 für Wärme-, Dampf- und Kälteerzeugung notwendig und die Energieversorgung anzupassen. Die Anlagen müssen unter Berücksichtigung von gesetzlichen Grundlagen wie ENEV 2012, EEG und energetischen Gesichtspunkten der Effizienz geplant und ausgelegt werden sowie Kriterien der Nachhaltigkeit einbeziehen. Bei der Umsetzung der entsprechenden Baumaßnahmen ist zu jedem Zeitpunkt der unterbrechungsfreie Forschungsbetrieb sicher zu stellen.
Die derzeitige Erzeugung von Strom- bzw. Heizenergie erfolgt in Eigenbetrieb mittels Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 1100 kW und einer elektrischen Leistung von 400 kW. Das BHKW wurde bereits 2013 erneuert und wird mit Erdgas als Primärenergieträger betrieben. Das BHKW liefert derzeit ca. 45 % des Gesamtwärmebedarfes.
Vorhandene Versorgungsanlagen in den bestehenden Technikzentralen:
2 x Dampfkesselanlagen (je 3,5 MW),
2 x Dampf-Wasser-Wärmetauscheranlagen (1 500 kW und 3 500 kW),
1 x Wasser-Wasser-Wärmetauscheranlage (1 300 kW),
2 x Kaltwassersätze mit Rückkühleinheiten mit Ammoniak (je 600 kW),
1 x Kaltwassersatz R 134a (700 kW),
Gasanschluss und Gasregelstrecke.
Voraussichtliche Energiebedarfe:
Heizwasser Leistungsbedarf: MPI Biophysikalische Chemie (bpc) ca. 3,8 MW,
MPI Dynamik und Selbstorganisation (ds) ca. 0,6 MW,
Heizwasser Jahresverbrauch: MPI (bpc) ca. 9 100 MWh,
MPI (ds) ca. 1 600 MWh,
Kälte Leistungsbedarf: ca. 1,5 MW,
Kälte Jahresverbrauch: ca. 7 200 MWh,
Dampf Leistungsbedarf: ca. 1 MW,
Dampf Jahresverbrauch: ca. 4 000 MWh.
Die Leistungen umfassen die Anlagengruppen 1 bis 8 gemäß der HOAI § 53. Der voraussichtliche Planungsbeginn ist in 2014 und die Baudurchführung für 2015 vorgesehen.
Die Gesamtmaßnahme wird derzeit mit netto 4 900 000 EUR geschätzt. Die voraussichtlichen anrechenbaren HKLSE-Kosten liegen nach erster Kostenannahme bei ca. netto 2 000 000 EUR.
Es wird eine stufenweise Beauftragung einzelner oder mehrerer Leistungsphasen vorgesehen.
Mit dem gesuchten Auftragnehmer wird zunächst ein Vertrag über die Leistungsphasen 1-4 (Erarbeitung der Entwurfsunterlage) geschlossen; dieser Vertrag beinhaltet die Option der weiteren Beauftragung der Leistungsphasen 5-9. Dem Vertrag wird die Honorierung nach HOAI 2013 zugrunde gelegt.
Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des v. g. Zeitraumes zu erbringen.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig/kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort zur Verfügung zu stehen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-06-13.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-05-12.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-05-12
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Auftragsbekanntmachung
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2014-05-16
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Ergänzende Angaben
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2014-05-22
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Ergänzende Angaben
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2014-08-27
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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