Neubau Archäologisches Zentrum Mainz (AZM), Neubau 1. BA, SAP 600 10 5009, 14D0399 Architektenleistung ab Leistungsbild Ausführungsplanung

Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium der Finanzen, dieses vertreten durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und

Aufgabenstellung:
Mit dem Ziel, die archäologischen Zeugnisse überregionaler Geschichte an einem Standort zu konzentrieren, soll am südwestlichen Rand der Mainzer Innenstadt der Neubau eines »Archäologischen Zentrums Mainz« (AZM) errichtet werden. Von der benachbarten Neutorschule werden sowohl das 2-geschossige Hauptgebäude als auch der eingeschossige Westflügel erhalten. Es wird derzeit als Info-Point genutzt und soll während der Bauphase das Baubüro beherbergen.
Der 1. Bauabschnitt des Neubaus ist für die Unterbringung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) vorgesehen. Die Nutzfläche beträgt ca. 8.500 qm (NF 1-6; ehe. HNF gem. DIN 277-2005). Sie gliedert sich in einen allgemeinen Bereich mit ca. 650 m² (NF 1-6; ehe. HNF gem. DIN 277-2005) und den vom RGZM genutzten Bereich mit ca. 7 850 m² (NF 1-6; ehe. HNF gem. DIN 277-2005). Der allgemeine Bereich beinhaltet unter anderem einen Vortragssaal (ca. 240 m²) und ein Bistro. Der Bereich des RGZM gliedert sich in ca. 3 300 m² Ausstellungsfläche (ca. 2 950 m² Dauerausstellung und ca. 350 m² Wechselausstellung) und ca. 5 300 m² für den Forschungsbereich. Dieser umfasst Werkstätten (ca. 1 200 m²), eine Bibliothek (ca. 1 000 m²) sowie Büroräume.
Das Gebäude gliedert sich in einen nordwestlichen Institutsteil (nicht-öffentlicher Bereich) und den im Ostflügel befindlichen Ausstellungsteil (öffentlicher Bereich). Über eine zentrale Eingangshalle wird das Institut mit Werkstätten, Bibliothek und Verwaltung mit der Ausstellung verbunden. Der Institutsteil erhält ein Untergeschoss mit einer Geschosshöhe von ca. 4 m, in dem sich überwiegend Lager- und Depotflächen sowie Teile der Werkstätten befinden. Der Ausstellungsbereich ist 3-geschossig, der Institutsbereich 4-geschossig geplant. Die Geschosshöhen im Ausstellungsbereich betragen ca. 5,50 m. Für den Institutsbereich ist im Erdgeschoss ebenfalls eine Geschosshöhe von 5,50 m vorgesehen. Die Höhe der darüber liegenden Geschosse variiert. Die Gebäudehöhe gesamt (ohne Aufzugsüberfahrt, Oberlichter etc.) beträgt rund 17 m.
Aus der aktuellen Planung heraus ergeben sich folgende Größen:
Länge Nord-Ost-Fassade Rheinstraße: ca. 95 m,
Länge Nord-West-Fassade: ca. 50 m,
Länge Süd-Ost-Fassade Stadteingang: ca. 10 m,
Länge Süd-West-Fassade zum Archäologischen Platz: ca. 82 m,
BGF: ca. 14 600 m²,
BRI: ca. 72 000 m³.
Herstellungskosten (KG 300 und KG 400): geschätzt 33 000 000 EUR
Durchführungszeitraum:
Der Terminplan baut auf zwei bindenden Terminen auf:
1. den notwendigen Infrastrukturumlegungen, welche im September 2015 erfolgen müssen und
2. dem Baubeginn (Hochbau) im Frühjahr 2016.
Um diese Termine einhalten zu können, beginnen die ersten vorbereitenden Maßnahmen für das Bauvorhaben zeitnah.
Der Rahmenterminplan sieht eine Einarbeitungsphase (des neu beauftragten Büros) bis Ende 2014 vor. Im Anschluss sind ab Januar 2015 die Planung, Ausschreibung und Vergabe für die Gründung und den Verbau vorgesehen. Der Ausführungsbeginn des Baugrubenverbaus (einschließlich Wasserhaltung) ist für Juni 2015 vorgesehen, sodass die archäologischen Grabungen ab Juli 2015 erfolgen können.
Parallel zu Planung und Ausschreibung der Infrastrukturumlegung und des Baugrubenverbaus soll die bereits vorliegende Planung im Rahmen der Einarbeitung hinterfragt und optimiert werden. Mit den hierzu erforderlichen Maßnahmen muss unmittelbar nach Beauftragung begonnen werden. Für diese anspruchsvolle Aufgabe wird ein leistungsfähiges Planungsbüro gesucht, das sowohl in Fragen der Gestaltung als auch der Bauabwicklung versiert ist.
Beauftragung:
Folgende Leistungen werden auf der Grundlage der HOAI beauftragt:
Für Gebäude und raumbildende Ausbauten gem. HOAI werden zunächst nur die Leistungen der LPH 5 – Ausführungsplanung, auf Basis einer vorliegenden und mit dem Nutzer abgestimmten HU-Bau Entwurfsplanung, beauftragt. Die beschriebene umfängliche Einarbeitung in die vorliegende Planung soll als besondere Leistung vergütet werden.
Es besteht die Absicht, weitere Leistungen der LHP 6/Vorbereitung der Vergabe, LPH 8/Objektüberwachung und LPH 9/Dokumentation stufenweise zu übertragen (Stufenvertrag).
Ein Rechtsanspruch auf Übertragung der weiteren Leistungen besteht nicht.

Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-08-11. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-07-11.

Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?

Wie?

Wo?

Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2014-07-11 Auftragsbekanntmachung
2014-12-03 Bekanntmachung über vergebene Aufträge