Neubau Brücke i.Z.d. Straße des 18.Oktober über die Gleise der DB AG in Leipzig
Die Straße des 18.Oktober ist von besonderer städtebaulicher Bedeutung für die Stadt Leipzig. Insbesondere im Bereich der Alten Messe sowie im Wilhelm-Külz-Park ist die ehemalige Prachtstraße als breite, mehrreihige Allee ausgebildet. In Sichtweite des Völkerschlachtdenkmals verbindet die „Messebrücke“ den auf der Alten Messe verlaufenden Abschnitt der Straße des 18.Oktober mit dem im Wilhelm-Külz-Park gelegenen Teil.
Der Bauzustand der Messebrücke hat sich im Laufe der letzten Jahre weiter verschlechtert. Laut Sonderprüfung ist der Verfall soweit fortgeschritten, dass das Bauwerk als nicht mehr sanierungsfähig eingestuft wird und ein Abriss aus Sicherheitsgründen unvermeidlich ist. Ein sich an den Abriss nahtlos anschließender Brückenneubau soll realisiert werden. Die Genehmigung zum Abriss liegt vor.
Vor Brückenabriss ist die Trinkwasserhauptversorgungsleitung, welche im Jahr 2011 als Provisorium auf die Brücke verlegt wurde, zu dükern und das Provisorium auf der Brücke wieder zurückzubauen.
Der sich noch im Brückenbauwerk befindende Leitungsbestand ist weitgehend außer Betrieb.
Mit der Durchführung eines Gestaltungswettbewerbes im vergangenen Jahr wurde die Planungsphase für eine neue Brücke eingeleitet. Der aus dem Gutachterverfahren hervorgegangene Siegerentwurf vom Büro Daab Nordheim Reutler soll in die Ingenieursplanung einfließen. Das Büro wird durch das VTA als architektonische Begleitung gebunden. Dieser Entwurf sieht eine konsequent moderne Brücke aus drei Feldern in einer vergleichsweise großen nutzbaren Breite von 18 Metern vor. Die Brücke soll als Geh- und Radwegbrücke genutzt werden.
Der Erhalt der Straßengradienten sowie die denkmalgeschützte Sichtachse sind im Wesentlichen beizubehalten.
Das neue Bauwerk soll mit folgenden Bauwerksdaten geplant werden:
— Brückenbreite: ca 18,2 m
— Lichte Breite: ca 17,6 m
— Brückenlänge: ca 63,5 m
– Stützweite: ca 14,0 m / 22,0 m / 13,8 m
– Gesamtweite: ca 47,5 m
– Brückenfläche: ca 1 115 m²
Die Belange der DB sind bei der Planung zu berücksichtigen.
Der aus dem Gestaltungswettbewerb hervorgegangene Siegerentwurf des Architekturbüro DNR, Dr. Daab Nordheim Reutler wird zu informatorischen Zwecken den Bewerbungsunterlagen beigefügt.
Das neue Bauwerk soll als möglichst wartungsarme Konstruktion geplant werden.
Mit der Bauausführung soll voraussichtlich 2017 begonnen werden.
Gegenstand dieser Ausschreibung sind Leistungen zur Objektplanung gemäß HOAI § 43 LP 2-9 und zur Tragwerksplanung gemäß HOAI § 51 LP 2-6. Es ist eine stufenweise Beauftragung vorgesehen, zunächst nur bis LP 2. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine weitere Beauftragung.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2014-05-26.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2014-04-23.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Wer?
Wie?
Geschichte der Beschaffung
Datum |
Dokument |
2014-04-23
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Auftragsbekanntmachung
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2014-10-09
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Bekanntmachung über vergebene Aufträge
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